GSuite Anleitung: Kostenlose all in one eLearning-Lösung für Schulen und personalisierte Mailadressen – einfach wie nie!

GSuite Anleitung: Kostenlose all in one eLearning-Lösung für Schulen und personalisierte Mailadressen – einfach wie nie!

Google bietet mit der G-Suite for Education eine kostenlose Komplettlösung für eLearning, Distance Learning, Blended Learning, MDM … an. Schulen verifizieren sich in zwei einfachen Schritten und haben damit kostenlos Zugriff auf viele Cloud-Dienste, die DSGVO-konform arbeiten. Unter anderem können für Lehrende und Lernende eigene E-Mailadressen erstellt und verwaltet werden. Da aus aktuellem Anlass viele Schulen quasi gezwungen werden, eLearning zu betreiben teile ich hier mein Wissen, gebe Tipps und Anleitungen zum Aufsetzen des eigenen G-Suite-Konzepts.

Infomaterial

Über die Zeit haben sich einige Videos angesammelt, die hier in einer Playlist zusammengestellt sind. Dabei gibt es drei verschiedene Zielgruppen: Administrator, Lehrende, SchülerInnen. Ganz unten in diesem Beitrag gibt es noch einen Quick-Start-Guide für die Umsetzung.

https://www.youtube.com/watch?v=-j-jhGkR07U&list=PLh-ciEEMWTETvMa7MQBU5xnkHDAoJynTu&index=1

Bevor wir direkt anfangen, die G-Suite zu „installieren“ möchte ich einige Apps, Vorteile und die Grundlagen darstellen. Damit ist das Verständnis deutlich einfacher. Wer kennt sie nicht: G-Mail, YouTube, Google-Kalender, Google Drive, Docs, Tabellen usw. All diese Dienste und 15GB Cloud Speicher gibt es für Privatpersonen kostenlos. Damit gibt uns Google die Möglichkeit neben eines E-Mail Kontos aus Office-Lösungen zu verwenden – …..@gmail.com lautet dann der Zugang. 

Für Schulen ist das natürlich nicht interessant, denn wir Lehrerinnen und Lehrer haben es eben gerne strukturiert und unter Kontrolle. Eventuell vergisst mal ein Kind das Passwort und dann wird es echt kompliziert. Deshalb wäre es einfacher, wenn dieser Prozess schon vereinfacht wird. Außerdem müssen wir uns auch um Datenschutz sorgen und darüberhinaus ist die Erstellung eines herkömmlichen Google Kontos für unter 14-jährige ohnehin nicht möglich. Ebenso gibt es keine einheitliche Zugangsvergabe. Das heißt: vorname.nachname@gmail.com könnte bereits vergeben sein. Die G-Suite bietet uns als Schule eben das an.

  1. Der Administrator erstellt einen G-Suite Account und kann damit im Anschluss Zugänge erstellen
  2. Die Zugänge sind mit der Schulhomepage, bzw. mit der Domain verknüpft, um es einfacher darzustellen nenne ich meine fiktive Schule hier NMS-HOCH, die Domain lautet www.nmshoch.at
  3. Die Zugänge könnten also so aussehen: vorname.nachname@nmshoch.at
  4. Sowohl Schülerinnen und Schüler, als auch Personal können mit solchen Zugängen ausgestattet werden
  5. Beim Erstellen muss nur ein Vor- und Nachname, sowie die neue E-Mail-Adresse angegeben werden
  6. Danach ist ein Log-In direkt möglich

Im Prinzip ist damit die Nutzung der Google Apps ohne eigenes Google Konto möglich. Google Drive, Docs, Tabellen, Präsentationen, Classroom, Kalender, … können damit verwendet werden.

Halt, Stop! – Datenschutz?

Diese Frage hat sich mir natürlich vor allem beim Inkrafttreten der DSGVO gestellt, doch Überraschung: Google hält sich im Bereich der G-Suite an die Regeln und Gesetze. Die Google Cloud ist ISO 27001, 27017, 27018 und AICPA SOC – zertifiziert. Darüberhinaus prüfte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie Google und stellte fest, das die Sicherheitsanforderungen erfüllt wurden. Quellen: Deutsches-BSIGoogles-ISO-ZertifizierungenGoogles SOC 1-3 ZertifizierungenBildungsministerium Österreich

Sind wir eine öffentliche Schule und haben eine Website, sind alle Grundbedingungen erfüllt. Wir können also loslegen.

Einrichtung der G-Suite für eLearning

Im ersten Schritt wird hier ein G-Suite Konto angelegt. Dort werden die Hard-Facts der Schule angegeben und ebenso muss eine Kontaktperson definiert werden. Im Idealfall erklärt sich ein Lehrender oder jemand vom Verwaltungspersonal dazu bereit. Übrigens: Angestellte oder Mitarbeiter sind in der Schule eben Lehrerinnen und Lehrer. Danach muss die Schuldomain bestätigt werden. Damit wird einerseits verhindert, dass Unbefugte die Schuldomain nutzen und andererseits verifiziert man sich als Eigentümer(in) bzw. Berechtigte(r). Keine Angst bei HTML oder DNS Vokabular, das habe ich als Video-Anleitung auf YouTube unter www.youtube.com/lernitnow. Wir müssen nicht programmieren können. Je nachdem wer für die Schulhomepage zuständig ist sollte ab jetzt mitarbeiten. In vielen Fällen reicht Google die Website nicht mehr als Verifizierungsmethode, die wollen wirklich wissen, ob man eine Schule ist. Dazu gibt es hier eine Hilfe, die Direktion sollte dann von der offiziellen Schul-Mailadresse aus ein Dokument verschicken. Das Dokument kann ein eingescanntes Blatt sein, auf dem das hier platziert ist:

  • Name der Schule, Adresse, offizielle Kontaktinformationen
  • Bestätigung der Direktion, dass man eine Schule ist („Hiermit bestätigt die Direktion, dass die Schule XY eine öffentliche Schule ist)
  • Schulstempel (Rundsiegel) und Unterschrift

Bereits ab diesem Schritt ist es Sinnvoll im Team zu arbeiten. Meine Empfehlung für die Teamgröße bei Primar- und Sekundarstufenschulen:

  • 20-100 Zugänge: 2 Personen
  • 100-400 Zugänge: 3-4 Personen
  • 400-1000 Zugänge: 4-8 Personen

Von jetzt an muss auch unbedingt eine Lückenlose Dokumentation geführt werden, vorerst auf Papier und im Anschluss am besten direkt innerhalb der Google-Cloud aber dazu später mehr.

Wir sind verifiziert, was jetzt?

Nun ist es soweit, die Schule ist offiziell verifiziert und damit G-Suite anspruchsberechtigt. Das ist wichtig, denn die G-Suite ist eigentlich nicht kostenlos. Im Education-Bereich wird die Nutzung jedoch kostenlos angeboten. Jetzt ist es an der Zeit die Admin-Konsole kennenzulernen. Auf admin.google.com gibt es für alle Administratoren eine gut sortierte Übersicht, was die Cloud so kann. Dort werden neben Nutzern auch Apps verwaltet. Als erstes legen wir für die anderen Administratoren Konten an und erstellen die ersten Organisationseinheiten. 

Organisationseinheiten sind Ebenen in der Schule, in denen individuell Rechte vergeben werden können. Grundsätzlich empfehlen sich mindestens drei Ebenen: Admin, Teacher, Student. Die Administratoren haben alle Rechte, Teacher weniger und Nutzer in der Organisationseinheit Student noch weniger. Es werden meistens für alle Nutzer einer Organisationseinheit dieselben Rechte festgelegt. Zum Beispiel können Administratoren den Google Playstore nutzen, Lehrende eventuell, die Kinder jedoch nicht – das empfiehlt sich sogar. Auch Lehrende sollen nicht auf die Admin-Konsole zugreifen können, das bleibt den Administratoren vorbehalten. Organisationseinheiten haben einen Namen und eine Beschreibung. Wenn der Name einfach gehalten ist, keine Sonderzeichen oder Umlaute enthält macht sich das Leben einfacher.

Viele Nutzer anlegen, aber wie?

Mühsam ist das Anlegen von Nutzern nur dann, wenn das einzeln geschieht. Dafür gibt es natürlich Abhilfe: ganz unten im Beitrag gibt es meine Vorlage als kostenlosen Download. Das Excel-Dokument erstellt aus Vor-und Nachnamen direkt die CSV-Werte, die für das gleichzeitige Anlegen mehrer Nutzer notwendig sind. Google nennt das Bulk-Upload. Hierbei wird der Vor- und Nachname, sowie die E-Mailadresse vergeben. Ebenso gibt es die Möglichkeit direkt die Organisationseinheit anzugeben. Nun könnten sich die Nutzer anmelden, doch eine wichtige Information fehlt: das Passwort. Auch das wird beim Bulk-Upload definiert. In meiner Liste biete ich zwei Möglichkeiten an: Ein 9-stelliges Zufallspasswort oder ein Standardpasswort. Persönlich empfehle ich ein einheitliches Standardpasswort, dann läuft das so ab:

  1. Neue Nutzer werden via Bulk-Upload generiert, ein Standardpasswort wird vergeben
  2. Die neuen Nutzer melden sich das erste Mail mit der neu erstellten E-Mailadresse und dem Standardpasswort an
  3. Beim Anmeldevorgang bitte Google nun direkt um ein neues Passwort
  4. Das neue Passwort gibt der Nutzer zwei mal ein
  5. Der Nutzer hat nun ein individuelles, eigenes Passwort, das in der Admin-Konsole natürlich nicht steht.
  6. Wenn Nutzer das Passwort vergessen, dann wird direkt das Passwort wieder auf das Standardpasswort geändert (das kann in der Admin-Konsole gemacht werden)

Festlegen von Rechten – wer darf was?In der Admin-Konsole gibt es die Möglichkeit Apps und Google-Dienste einzuschränken. Das ist besonders bei Accounts für Schülerinnen und Schüler wichtig, denn gerade diese sollten nicht alle Dienste nutzen dürfen. Dazu zählt bspw. der Playstore. Viele Erziehungsberechtigte schränken den Playstore-Zugang am Smartphone der Kinder ein. Möchte ein Kind eine App herunterladen, müssen die Erziehungsberechtigten erst zustimmen, danach erfolgt der Download. Wenn nun mit dem Schulzugang der Playstore freigeschalten ist, dann könnten Kinder diese „Sperre“ umgehen – das wäre nicht im Interesse der Erziehungsberechtigten.Auch hier gilt: Was ich nicht kenne sollte ich lieber deaktivieren, wobei alle Dienste ausführlich beschrieben sind.  Was nutze ich eigentlich?Wir als Schule haben vor allem aus aktuellem Anlass Google Classroom genutzt. Darin ist es möglich Kurse zu erstellen, Lernmaterialien bereitzustellen oder Aufgaben zu vergeben. Dabei bietet sich auch das Erstellen von Quizzen an. Alle Aufgaben können in Google Classroom beurteilt werden, wobei vorab ein Notensystem definiert wird. Ich verwende die Punkteskala von 0 bis 100. Damit ist ein Einarbeiten in mein Excel-Beurteilungssystem sehr einfach, das arbeitet mit Prozenten. Ebenso empfiehlt sich Google-Drive und die Office Dienste Docs, Tabellen und Präsentationen. Diese bieten ohnehin eine kostenlose Alternative zu Microsoft Office und können nahlos bearbeitet werden. Plattformübergreifend, sowohl am Computer, Tablet oder Smartphone gelingt die Erstellung von Dokumenten, Listen oder Präsentationen. Für digitale Grundbildung ist es auch essentiell geworden, Dokumente zu erstellen, verwalten und zu versenden. Ein weiterer Aspekt ist die Bewerbung für Berufspraktische Tage. Dafür ist heute eben eine E-Mailadresse notwendig. Doch viele kostenlose Mail-Provider bieten ihre Dienste erst ab einem Alter von 14 oder 16 Jahren an. Datenschutz spielt eben eine große Rolle. Deshalb wird dafür dann die schuleigene Mailadresse verwendet. Die Nachteile – nur Vorteile wären ja schönIm Prinzip kann ich nur empfehlen, dass mehrer Personen sich die Arbeit teilen. Eine klare Struktur, sowie eine was-wäre-wenn-Analyse helfen dabei. Der Arbeitsaufwand ist gering, jedoch stetig vorhanden, denn immer wieder vergessen Schülerinnen und Schüler das Passwort – ein Zurücksetzen klappt jedoch auch über die Admin-Konsole App vom Smartphone aus. Ebenso ist die Einrichtung des Schulkontos auf Android-Smartphones für manche Kinder unzumutbar, die diversen Sicherheitseinstellungen führen manchmal zu Verwirrung. Im größeren Kontext betrachtet ist auch die Edu-Variante ein Unternehmenskonto. Ansonsten bin ich voll zufrieden, das Erstellen von Anleitungsvideos half meinem Kollegium bei der Umsetzung von eLearning mit Classroom. Kostenloses von mir für euch:Ich habe eine weitestgehend vollständige Video-Reihe, die gerne geteilt werden darf. Ebenso die Vorlage(n) für den Bulk-Upload erleichtert die Arbeit und beschleunigt den Prozess der Nutzererstellung. Einfach anklicken, herunterladen, anschauen, teilen, verwenden – was auch immer. Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung (z.B. via Videokonferenz)Ich habe mein Wissen ebenso an der Virtuellen PH weitergegeben. Insgesamt gab es 5 eLectures darüber. Die Aufzeichnungen und Präsentationen habe ich unter Tipps zusammengefasst.



Timeline – ein Schuljahr mit der GSuite




Update 28.01.2021

Zusatzmaterial für Administratoren und Lehrende befinden sich nun ebenso am Ende zum Download. Ein zeitlicher Ablauf wurde in grafischer Form hinzugefügt.

Update 20.01.2021

In der Playlist wird die Admin-Konsole nun auch als MDM behandelt. Gezeigt wird die Verwaltung von Chromebooks. Ebenso gibt es Quick-Start-Guides sowie eine vollständige Dokumentation in schriftlicher Form.

Update 09.09.2020

Es gibt zwei Update-Videos rund um die G-Suite. In letzter Zeit gab es ein paar Veränderungen, die vielleicht nicht auffallen, aber eventuell doch wichtig und praktisch sein können. Beide Videos sind auch in der Video-Reiche (Playlist auf YouTube) eingepflegt.

G-Suite Admin Update (Video)

G-Suite Lehrer Update (Video)

Update – 14.04.2020

Die Vorlagen wurden aktualisiert und ein neues Arbeitsblatt eingeführt. Damit ist ein Update von bereits angelegten Nutzern leicht möglich. Ein eigenes Video mit Erklärung dafür gibt es in der Video Reihe. 

Update – 08.04.2020

Bei der Verifizierung gib es vom Servicecenter-eEducation einen Expressantrag. Über diesen sollte die Schule schnell verifiziert werden, sofern zuvor bereits die G-Suite Registrierung und Domainüberprüfung positiv verlaufen ist.

Update – 07.04.2020

Die Excel Vorlage wurde um ein Feature erweitert (Dank dafür an Gunnar – NMS in Vorarlberg). Ich habe nun ein „Department“ hinzugefügt. Wenn dort bspw. das theoretische Anfangsjahr oder ähnliches angegeben wird, kann das später in der Admin-Konsole unter „Nutzer“ gefiltert werden. Dazu in die Admin-Nutzer-Suchleiste klicken und „Abteilung“ auswählen.

Google Classroom – die Möglichkeit (kostenlos) eLearning an Schulen einzusetzen

Google Classroom – die Möglichkeit (kostenlos) eLearning an Schulen einzusetzen

eLearning in der Schule ist nicht immer leicht umzusetzen. Es scheitert oft an IT-Infrastruktur und finanziell gesehen tappen viele im Dunklen. Vor allem Schulen haben jedoch die Möglichkeit die von Google bereitgestellte G-Suite for Education kostenlos zu nutzen. Dort können online Kurse erstellt werden, die Schülerinnen und Schüler treten mit E-Mail-Account und Kurscode bei. Dabei können Lehrenden im Kurs Aufgaben erstellen, Materialien bereitstellen und sogar beurteilen.

Bevor Google Classroom genutzt werden kann, muss die Schule als Bildungseinrichtung verifiziert werden. Die dazu notwendigen Schritte sind sehr schnell und einfach hinter sich zu bringen. Dabei muss eine Person als Administrator fungieren und dann direkt die Registrierung vornehmen. Die Schule muss dafür einen Webauftritt besitzen, die Adresse und auch Telefonnummer muss angegeben werden. Am Ende der Registrierung kann man sich als Schule über das einbinden von Code auf der Schulwebsite verifizieren. Dadurch können bspw. E-Mail Adressen und Kurse in Google Classroom erstellt werden. Einen kurzen Überblick bietet dieses Video:

https://www.youtube.com/watch?v=_l4EefqDEnA&list=PLh-ciEEMWTEQpEH-J6FAxy8oMoP1buakV&index=7

Nach diesem Prozess kann unter admin.google.com nach „Classroom“ gesucht werden. Dort ist auch eine detaillierte Vergabe von Rechten möglich. Eine Anpassung, wer Kurse erstellen darf könnte von Vorteil sein. An unserer Schule erstelle ich als Admin die Kurse und weise dann die Lehrenden zu. Diese haben eine Schul-Mailadresse und können diese für Google Classroom nutzen.

Erstellung von Mailadressen für Lehrende und Lernende

Grundsätzlich lässt die G-Suite eine Erstellung von beliebig vielen Mailadressen zu. Wir statten Lehrkörper und alle Schülerinnen und Schüler damit aus. Damit die Administration nicht hoffnungslos stundenlang Daten eingibt, bietet Google die Verwendung einer Massenverarbeitung an. Im Klartext müssen folgende Daten mindestens angegeben werden: Vorname, Nachname, Mailadresse, Passwort (wobei die E-Mailadresse natürlich die neu erstellte ist und den Domainnamen der Schule als Ende hat). In unserem Fall haben also alle Beteiligten „@spallartgasse.at“ Adressen. Damit der Datenschutz kein grobes Problem darstellt könnten statt den Schülerinnen- und Schülernamen natürlich auch Pseudonyme verwendet werden.

Im Admin-Bereich der G-Suite kann unter „Nutzer“ ein Bulk-Upload durchgeführt werden. Ich habe ganz unten im Beitrag zwei Dateien zum freien Download bereitgestellt. 

Schritt für Schritt:

  1. Dateien herunterladen (user.csv für Upload und Vorlage_Mailadressen.xlsx für die vorherige Bearbeitung)
  2. Wir benötigen dafür natürlich eine Liste mit Namen: Vorname und Nachname
  3. Umlaute müssen umgeschrieben und Sonderzeichen bereinigt werden: aus ö wird oe, aus ü wird ue, aus ç wird c, usw.)
  4. Die Zelle „@smartraven.net“ ändern, wie es eben an der Schule lautet
  5. Aus Vor- und Nachname wird automatisch ein Datensatz generiert
  6. Daten der Ergebnisspalte markieren und kopieren
  7. In der CSV-Datei von Google in Zelle A2 -> einfügen als (Werte) 
  8. Tipp: Die CSV-Datei nicht umbenennen
  9. Die CSV-Datei dann im Admin Bereich -> Nutzer -> Bulk Upload hochladen
  10. Einige Minuten bis Stunden (je nach Anzahl) warten

Die Bereitgestellte Vorlage erstellt automatisch ein zufälliges Passwort, dass aus 9 Zeichen besteht. Deshalb sollte die Liste auch als PDF abgespeichert und gesichert sein. Wer experimentieren will muss die ausgeblendeten Spalten einblenden. Mit diesen Daten können sich die nun frisch angelegten Personen auf der Google-Startseite anmelden.

Google Classroom einrichten
Beim Einrichten der Kurse ist eine exakte und eindeutige Beschriftung von Vorteil. Dadurch bewahrt der Administrator die Übersicht und hat durch Einheitlichkeit auch die Möglichkeit schnell Änderungen und Zuweisungen vorzunehmen. Kurse anzulegen ist nicht schwer und wird in diesem Video erklärt:

Google Classroom 1 (Admin- Kurse anlegen)

Wenn Sie das Video ansehen, sind Sie mit den YouTube Datenschutzvereinbarungen einverstanden.

Lehrerinnen und Lehrer sind innerhalb von Google Classroom Kursleiter. Diese können Materialien hochladen, Aufgaben erstellen, YouTube Videos einbinden und auch Benoten. Eine frei veränderbare Punkteskala hilft dabei. Teilnehmer und Kursleiter können, wenn gewünscht kommentieren. Im Normalfall stellt der Kursleiter eine Aufgabe, die Teilnehmer bearbeiten diese Aufgabe und geben sie digital ab. Danach kann der Kursleiter die Abgabe einsehen und benoten. Die benotete Aufgabe wird zurückgegeben, damit erhalten die Schülerinnen und Schüler direkt das Ergebnis. Private und öffentliche Kommunikationsmöglichkeiten erweitern das breite Spektrum.

Google Classroom ist responsive und funktioniert damit nicht nur über den PC-Browser, sondern auch als App für iOS und Andorid Geräte. Alles in allem eine schnelle, saubere und einfache Lösung.

Damit Schülerinnen und Schüler leicht einsteigen können, gibt es auch dafür ein Video:

https://www.youtube.com/watch?v=YJx6sixKXMQ&list=PLh-ciEEMWTEQpEH-J6FAxy8oMoP1buakV&index=10

Eine Anmerkung noch

Bei kleinen Schulen können die Nutzer einzeln gelöscht werden, ohne dass viel Aufwand entsteht. Bei mehreren Klassen, hunderten von Nutzern wird dies im Nachhinein schwierig. Wir vergeben an unserer Schule die Mailadressen für die Dauer der Schulzeit + ein Jahr. Im Idealfall heißt das, die Schülerinnen und Schüler erhalten in der ersten Klasse den Zugang und ein Jahr nach dem Schulabschluss wird der Zugang wieder gelöscht. Damit dies schnell und einfach vom Administrator erledigt werden kann, empfiehlt sich der Bulk-Upload nach Jahrgängen, oder das Festlegen von Organisationseinheiten nach Jahrgängen, in denen die Nutzer die Schule (praktisch oder theoretisch) begonnen haben/hätten. Dafür gibt es unten ein Download-Paket (Vorlagen).

Damit ist es hinterher im Admin-Bereich möglich, die Nutzerliste zu sortieren, sodass mehrere ausgewählt und gelöscht werden können.

Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich Hinweise finden, wonach die Google Classroom-Nutzung mit privaten Konten nicht unbedingt gestattet wird. Hier nachzulesen.

Dateien als freier Download:

Schule geschlossen, Präventivmaßnahmen – Möglichkeiten und Tipps

Schule geschlossen, Präventivmaßnahmen – Möglichkeiten und Tipps

Nach den aktuellen Informationen aus dem Bildungsministerium und verlässlichen Medien ist eine Schließung der Schulen in Österreich vorgesehen. Dahingehend müssen Lehrerinnen und Lehrer nun schnellstens einen Unterricht vorbereiten, der von zu Hause aus möglich ist. Die Lernenden haben das Recht auf Unterricht, auch wenn die Schulen geschlossen sind. Jetzt sind Schulen, die ohnehin Online-Plattformen und Lernmanagement Systeme nutzen klar im Vorteil – sie greifen auf vorhandenen Ressourcen zurück.

An meiner Schule haben wir für einen solchen Fall fast keine Reserven. Wir müssen schnell handeln und deshalb möchte ich die Vorgehensweise nicht für mich behalten. 

Neben unserer WordPress – Schulhomepage haben wir Google Apps for Education. Damit sind die Schülerinnen und Schüler bereits für Google-Classroom vorbereitet und wereden dahingehend eingeschult. Das gibt uns theoretisch die Möglichkeit, online Materialien bereitzustellen. Leider ist das Kollegium dahingehend nicht optimal vorbereitet. Die von der Regierung gesetzten Maßnahmen könnten diesen Prozess beschleunigen. Mein Unterricht wird in Form von Lernvideos stattfinden. Dazu gibt es kleine Begleittexte und Aufgaben, die Erklärungen gibt es in Videoform. Damit auch Schulen ohne LMS, Moodle, Microsoft und Google Materialien bereitstellen lautet mein Vorschlag also: Vorbereiten und in Kopie an die Schülerinnen und Schüler ausgeben. 

Wer eine Schulhomepage betreibt kann auch dort die Dateien aktuell bereitstellen. Ein Menüpunkt auf der Startseite könnte zu einem freigegebenen Google-Drive-Ordner führen. Dort muss eine Ordnerstruktur aufgebaut werden, nach Klasse und Gegenstand sortiert macht das den meisten Sinn. Um eine Kommunikation zu ermöglichen bieten sich E-Mails an. Eine weitere, jedoch anonyme Möglichkeit bietet ein kostenloses ZUM-Pad. Dort können alle, die den Link haben (bzw. den Namen des Pads) einfach hineinschreiben. Das könnte als Austausch für einzelne Klassen dienen. Zentrale Anlaufstelle sollte jedoch der Webauftritt der Schule sein. Für die Arbeit mit Google Classroom gibt es bereits einen eigenen Smartraven-Beitrag.

Für einen reibungslosen Ablauf:

  1. Schulwebsite aktuell halten. Auf der Startseite könnte ein Eintrag zu aktuellen Schulzeiten stehen.
  2. Transparenz. Den Schülerinnen und Schülern bzw. den Erziehungsberechtigten mittels Schreiben signalisieren, dass die Schule vorbereitet ist und Lerninhalte folgen.
  3. Lerninhalte digital zugänglich machen und auch eine Anleitung dafür ausgeben.
  4. YouTube als Videoplattform nutzen, damit Schülerinnen und Schüler z.B. mittels Lernvideos unterstützt werden.
  5. Telefonischer Kontakt. In Notsituationen kann auch telefoniert werden. Setzt man „#31#“ einfach vor die Rufnummer, ruft man automatisch „unbekannt“ an. #31#0650998xxxxxx könnte so direkt ins eigene Telefonbuch eingespeichert werden.
  6. Webmaster/Betreuer der Website und Direktion sollten in engem Kontakt stehen, damit Neuigkeiten schnell online gestellt werden.

Unter www.spallartgasse.at kann man sich Inputs holen, wie wir das bislang lösen.

 

Spontan kann durch Eduvidual reagiert werden. Durch die Erstellung von Schülerzugängen können einfach Kurse erstellt und Inhalte bereitgestellt werden. Neben dem Lernen kann damit auch Kommuniziert werden. Ein Eduvidual-PlugIn macht übrigens aus jeder Moodle-Installation ein mächtiges Kontakttool mit dem Eltern, Schüler und Lehrer erreicht werden können. Eine schnelle und starke Vernetzung ist damit sicher. Eine Anleitung erhält man durch den Quick-Start-Guide. Für ManagerInnen gibt es ein eigenes Dokument: hier. 

Weitere Vorschläge, um den Unterricht Web-basiert ablaufen zu lassen:

OFFICE: 

Für jene Schulen, die keine Office365 oder ähnliche Zugänge haben bietet der Wiener Bildungsserver ab Montag die Wiener Bildungsserver-Cloud zur Verfügung. Zur Nutzung ist jedoch eine @schule.wien.gv.at E-Mailadresse notwendig. Infoblatt

EDUTHEK:

Das Bundesministerium betreibt die Eduthek und bietet damit eine Sammlung für alle Schulstufen, geordnet nach Fächern.

Online-Zeitschriften (für die Schule)

 und Topic haben jeweils sehr weitgreifende und gut aufbearbeitete Informationen online. Die Hefte gibt es für die Dauer der Krise auch kostenlos online, dazu gibt es ebenso auch Arbeitsmaterial.

VERLAGE:

Der ÖBV-Verlag hat eine eigene Corona-Seite  eingerichtet. Dort gibt es viele online-Materialien. Das Lehrwerk-Online steht ohnehin schon sehr lange Zeit zur Verfügung.

Der Lembergerverlag hat nun sein gesamtes Buchportfolio kostenlos zur Verfügung gestellt. Ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen werden die Bücher präsentiert: DIGI.SCHULE

Der Helbling-Verlag bietet mit der Helbling eZone auch eine Möglichkeit, den Unterricht zu digitalisieren. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Accounts und Lehrende können Übungen freischalten. Hier gibt es auch die Bücher online.

Ed. Hölzel hat die eigenen Bücher, Online-Tools und Arbeitsblätter kostenlos online freigeschalten.

Veritas stellt ebenso online Bücher kostenlos zur Verfügung.

Bücher des Trauner Verlags: Fordern Sie unter digibox@trauner.at die entsprechende Anzahl an Lizenz-Keys für die TRAUNER-DigiBox an. Lösen Sie den Lizenz-Key unter www.trauner-digibox.com ein und nutzen Sie die E-Books inkl. aller digitalen Zusatzmaterialien für 3 Monate kostenlos.

WEB-APP:

Antolin wird von der Westermanngruppe zur Verfügung gestellt. Kurz gesagt: Buch lesen, Inhalte überprüfen.

Lerninhalte für verschiedene Gebiete gibt es in der „App“ ANTON. Hier können ebenso einfach, schnell und kostenlos Zugänge geschaffen werden.

Toporopa bietet Geografie-Tools mit interaktiven Spielen.

Kostenlose Video-Konferenzen als Möglichkeit live in Kontakt zu treten hat man bei Jitsi.

APP:

eSquirrel ist generell für Kurse geeignet. Nicht nur kostenpflichtige, sondern auch eigene Kurse können damit erstellt werden. Dort gibt es nebenbei auch den Gamification-Effekt durch Ranglisten und Punktesammeln. Normalerweise können alle Kurse für einen Monat getestet werden, aktuell gibt es eine Erweiterung: 2 Monate kostenlos. Hier gibt es von mir direkt eine Videoanleitung dafür: eSquirrel-Videoanleitung

YOUTUBE:

Lernit (YouTube): Mein eigener YouTube-Kanal beherbergt bereits zahlreiche Mathematikvideos. Auf www.lernit.net kann unter Mathematik -> 3c direkt auch der Unterricht (Themensortiert) der 1-3 Klasse NMS begutachtet werden.

Arte stellt viele Dokumentationen im ArteDE-YouTube-Kanal zur Verfügung.

Quarks bietet viele Kurzfilme, Infovideos, uvm. auf YouTube.

Weitere Mediatheken:

Klassischerweise bietet die ORF-TV-THEK Informationen, Dokumentationen und Aktuelle Nachrichten auch online.

BR hat Videos und Dokumentationen für Schülerinnen und Schüler unter Alpha-Lernen.

Die Wiener Staatsoper ist geschlossen und stream stattdessen ins Internet.

Ja, auch Super RTL bzw. Toggo bitete mit Woozle Goozle informative Kurzvideos an.

MATERIALIEN:

Für Deutsch (auch Volksschule) gibt bei VS-Wegerer duzende Materialien zur freien Verwendung direkt zum Ausdrucken.

Für viele Gegenstände und darüberhinaus bieten SWR und WDR auf Planet-Schule viele Materialien, Infotexte und Filme für Schülerinnen und Schüler. Gegliedert nach Themen und Schulart.

Angebote, die darüberhinaus entstanden sind: 

Thalia schließt alle Filialen (geschlossen bis zum 22.03.2020). Der Online-Shop bietet jedoch eine großzügige Auswahl an E-Books und mit dem Gutscheincode erhältst du sogar 50% Rabatt auf Hörbücher: 58F97XTJ52 – Es gibt auch eine 15% Rabatt mit diesem Code: 15GSHBDLMAR20

Audible öffnet eine Hörbücher. Dort finden sich tausende Titel mit spannenden Inhalten.

Virtuelle Lehrveranstaltungen – Fortbildungen am Sofa?

Virtuelle Lehrveranstaltungen – Fortbildungen am Sofa?

Die Virtuelle Pädagogische Hochschule (VPH) versteht sich als Innovationshub. An der PH Burgenland angesiedelt entwickelt sie Onlineformate der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrenden. Ich hatte die Möglichkeit im eLectures-Bereich eine Online-Fortbildung zu gestalten. Nach der positiv befundenen Bewerbung und der Zulassung meiner Einsendung für die Online-Session starteten die Vorbereitungen.

Eines der vielen Angebote der VPH nennt sich eLecture. In den einstündigen Online-Fortbildungen stellen professionelle Vortragende Software vor, sprechen über Digitales und den Einsatz von Tools. Lehrende können sich für diese Art der Lehrveranstaltung direkt anmelden. Auch ohne vorherige Anmeldung ist es für Lehrerinnen und Lehrer, Lehrende an Hochschulen und Lehramtsstudierende kostenlos möglich direkt teilzunehmen. Meistens wird die Konferenzsoftware Adobe Connect verwendet. Ein mächtiges Tool, das es erlaubt, bis zu 100 Personen den Zugriff gleichzeitig zu gewähren. Diese sehen dann die Präsentation oder den freigegebenen Bildschirm der oder des Vortragenden und können Fragen innerhalb eines Chats verfassen. Optimalerweise wird auf diese Fragen eingegangen und individuell geantwortet. Für jede eLecture gibt es die Co-Moderation. Diese Person managed die technischen Grundbedürfnisse, begrüßt alle Teilnehmenden und beendet die Session. Diese Fortbildungen werden auch aufgezeichnet, damit sie später online nachgeschaut werden können.

Da ich bereits zahlreiche eLectures miterlebt habe und sah, dass grundsätzlich die Möglichkeit besteht, selbst solche abzuhalten, dachte ich mir: probier es! Viel schneller als gedacht erhielt ich einen Termin für den Titel „Lernvideos, Screencasts, Tutorials selbst erstellen“. Nun ging es sofort an die Planung. Die Folien für die Präsentation, die technischen Abläufe und die Lernziele müssen zusammenpassen. Interessante Inhalte so zu vermitteln, dass sie Unwissende ebenso verstehen zeigte sich als Herausforderung. In meiner Arbeit als Lehrer konfrontiere ich sonst Teenager mit musikalischen, mathematischen und technischen Themen. Die Wissensvermittlung an hoch-qualifizierte und interessierte Erwachsene muss wohl anders durchdacht sein.

Einige Punkte, die für mich klar waren musste ich neu aufbereiten. Das Vorzeigen von Abläufen gestaltet sich als technisch herausfordernd und viele Tools musste ich erneut testen. Im Zuge der Planung fand ich ebenso heraus, dass es auch schwierig einzuschätzen ist, wie lange tatsächlich gesprochen wird. Die Zeitvorgabe beläuft sich auf eine Stunde. In dieser Zeit sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über die Lernvideoproduktion erhalten, wissen was ein Screencast ist und auch wie einer erstellt werden kann. Ebenso erschien mir wichtig zu vermitteln, welchen Nutzen Lernvideos haben können und warum nicht nur Lernende davon profitieren können.

Etwa eine Woche vor dem Termin traf ich digital meinen Co-Moderator innerhalb von Adobe Connect. Er erklärte mir den Ablauf genau und wir probierten die technischen Abläufe durch. Nach dem äußerst kompetenten Briefing wussten wir beide Bescheid, wie meine eLecture durchzuführen ist. Neben der Präsentation wollte ich auch Dinge am Laptop und am Smartphone vorzeigen. Dazu eignete sich die Bildschirmfreigabe, die es allen ermöglicht, meinen Bildschirm zu sehen. Der Quicktime-Player macht es auf Apples Computern außerdem noch möglich den Bildschirm des iPhones/iPads anzuzeigen. Dadurch konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch verfolgen, was ich dort zeige. 

Zwei Tage vor meiner ersten Online-Fortbildung, die ich selbst halten durfte, ging es nun um die Anzahl der Anmeldungen. Erst ab fünf findet die Fortbildung auch statt, ansonsten erfolgt eine Absage. Ich schaute im Onlinesystem nach und stellte fest: 49 Personen meldeten sich an. Wie mir mein Co-Moderator bestätigte ist das eine sehr hohe Zahl, er erzählte, dass dies bei ihm schon längere Zeit nicht mehr der Fall war. Dementsprechend machte sich die Aufregung bei mir bemerkbar. Diese legte sich zum Glück bis zum tatsächlichen Beginn. Technisch und inhaltlich lief die eLecture aus meiner Sicht gut ab. Ich merkte selbst, dass ich schneller, als sonst schon sprach. Diese Erkenntnis brachte nach 40 Minuten leider nur mehr wenig. In den letzten Minuten klärte ich noch verbliebene Fragen und bat um Feedback zur Lehrveranstaltung. Mir geht es dabei vor allem um das, was nicht gut funktioniert – damit kann ich arbeiten und meine Abläufe verbessern. Mein Ziel ist es, dass alle von meinem Wissen profitieren. 

Gestern las ich in meinem E-Mail-Postfach die Rückmeldungen. In einem PDF-Dokument befanden sich die anonymen, ausgewerteten Ergebnisse der Abschlussbefragung. Ich war beeindruckt. Meine Lehrveranstaltung war empfehlenswert, sehr gut und auch von Bedeutung. In der letzten Frage „Was möchten Sie dem Referenten/der Referentin und/oder dem Organisationsteam der Virtuellen PH gerne noch mitteilen?“ gab es besonders schöne Rückmeldungen. Die so entstandene Wordcloud ziert als Titelbild nun diesen Beitrag. Gerne halte ich auch in Zukunft eLectures, es macht wahnsinnig Spaß und bietet eine willkommene Abwechslung. Außerdem schätze ich die professionelle Betreuung durch die VPH sehr.

Wer nun Lust auf eLectures bekommen hat, sollte sich auf der Virtuellen PH umschauen. Meine Fortbildung gibt es dort ebenso zum nachschauen.

Persönliches Wissensmanagement

Persönliches Wissensmanagement

Was ist persönliches Wissensmanagement – was heißt eigentlich Wissensmanagement? Kurz und knapp beschäftigt sich Wissensmanagement (engl. Knowledge Management) mit der gezielten Strukturierung, Verwahrung und Zurverfügungstellung von Wissen. Vorerst beschäftigt man sich mit dem eignen, persönlichen Wissensmanagement (PWM), bevor an organisationalen Strukturen baut. Selbst für Privatpersonen lohnt sich hier ein tieferer Blick in die Trickkiste der Wissensmanager um eigene Abläufe zu optimieren.

Synergy Map – Ziele in einer Grafik

Um vorhandenes Wissen zu identifizieren reicht vorerst ein Brainstorming – Ziele für die Zukunft zu setzen ist ein wichtiger, nächster Schritt. Die Synergy Map, eine Art Karte, bringt kurzfristige, mittelfristige, langfristige und permanente Ziele in einer Grafik zusammen. Außen um den inneren Kreis herum stehen die konkreten Ziele. Diese sind teilweise voneinander abhängig, unterstützen sich oder haben einen negativen Einfluss aufeinander. Deshalb werden zusammenhängende Ziele mit einer Linie verbunden.

Positive und negative Einflüsse können bspw. mit verschiedenen Farben gekennzeichnet werden. In meinem Fall gibt es aktuell keine Ziele, die in negativer Abhängigkeit stehen, das war aber nicht immer so. Die Synergy-Map wird von Zeit zu Zeit aktualisiert und daher verändert.

Vorerst habe ich die Grafik auf Papier skizziert, dann digital mit einem Tablet gezeichnet und final ganz einfach in Powerpoint umgesetzt. In meinem Fall bewegt sich der kurzfristige Zeitraum innerhalb weniger Wochen, mittelfristige Ziele gehen bis zu einem Quartal und langfristige sind im aktuellen Jahr geplant. Die nächste Aktualisierung, bzw. eine neue Version könne schon im Sommer folgen, da die kurzfristigen Ziele bereits abgearbeitet wurden und neue hinzugekommen sind.

Von rechts oben im Uhrzeigersinn:

  • Blogbeiträge planen (smartraven.net Beiträge zu Lehr- und Studierthemen)
  • Wissen multimedialisieren (Texte, Bilder, Infografiken, Präsentationen, Blogpostings, Podcasts, Videos)
  • Wissen ordnen (Wissen in Kategorien wie Management, Schule, Browser, Tools, … einteilen)
  • Von „ego“ auf „WOL“ (Mehr veröffentlichen, was ich persönlich täglich mache)
  • Kongresse besuchen (auf Anraten  nehme ich diesen Tipp auf und versuche auf kommenden Lernkongressen zum Theme digitale Medien und eLearning teilzunehmen. Ebenso suche ich aktiv eine Möglichkeit mein Wissen Studierenden und oder Lehrenden in einer Lehrveranstaltung zu Vermitteln)
  • Beiträge anderer lesen und darauf reagieren (Der bisherige passive Modus meines öffentlichen Social-Media-Wirkens wird umgepolt. Durch Kommentare und Weiterleitungen soll ich wahrgenommen werden.)
  • Veraltetes Wissen archivieren (bereits überfällige Beiträge abspeichern oder verwerfen, wenn sie keine Relevanz mehr haben.)
  • Kontakte pflegen (Das Netzwerk, welches sich aus Kongressbesuchen, Studium, Weiterbildung und online-Präsenz ergeben aufrechterhalten.)
  • Kontakte knüpfen (Ein Netzwerk aus Personen in meine Umfeld und darüber hinaus aufbauen.)
  • Wissen teilen (Via Blog, lernit-YouTube-Kanal und Smartraven-Blog zur Verfügung stellen)
  • Wissen strukturieren (Kategorisierte Daten zeitkritisch anordnen, sodass schnell auf Aktuelles zugegriffen werden kann. Querverbindungen zwischen Medien und Inhalten herstellen)
  • Lernvideos erstellen (Zu Themen, die mich betreffen nach der Einarbeitungsphase einen Leitfaden erstellen und dazu passend Lernvideos erstellen. Bsp: WordPress)

Die Ziele sind klar – wie gehe ich mit Wissen um

Um Wissen zu generieren, muss es Quellen dafür geben. Für die Struktur gibt es Tools. Zum Schluss wäre es wünschenswert, wenn das eigene Wissen nach außen weitergegeben wird, damit auch andere davon profitieren.

Harold Jarches Seek-Sense-Share Framework ist eine praktikable Methode zur Strukturierung des eigenen Wissens. Seek steht hierbei für die Beschaffung von neuen Informationen, neuem Wissen. Das Weiterverarbeiten ist der Punkts Sense. Zentrale Fragen hierbei: Was ist relevant? Wie wird es eingesetzt? Wie kann ich es ordnen? Share soll zeigen, wie das eigene Wissen die Außenwelt, andere Personen erreicht. 

In meinem Fall ist das so aufgebaut:

SEEK

In social Media Kanälen wie Twitter, Facebook, Instagram und auch YouTube erhalte ich viele Informationen. Podcasts stellen für mich ebenso eine ganz neue und aktuelle Wissensquelle dar. Neben Fachzeitschriften lerne ich im persönlichen Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen weitere Dinge kennen und kann direkt neues Wissen daraus generieren.

SENSE

Ich schreibe viele Notizen in meiner Notiz-App am Handy oder Tablet. Meistens landet dies dann in gesammelten Dokumenten, die in Cloud-Speichern wie Google-Drive oder One-Drive landen. Ganz aktuell gestalte ich auch sehr gerne Infografiken, vor allem mit Photoshop oder dem Illustrator. Diese sind in der Adobe-Cloud abrufbar und mobil ebenso verfügbar. Für die vielen Fälle, in denen ich zu unpassenden Zeiten auf Interessantes stoße, habe ich die App Pocket. Dort werden alle Inhalte für später gespeichert. Goodnotes hilft mir am iPad schnelle Notizen und Grafiken zu erstellen. Neben dem Schreiben von Texten und dem erstellen von Infomaterial produziere ich Videos, in denen ich mein gelerntes Wissen teile. Diese landen dann meist in Kombination mit einem smartraven-Blogeintrag auf dem lernit-YouTube-Kanal.

SHARE

Vor allem über meinen Blog und meinen YouTube Kanal versuche ich das nun strukturierte Wissen zu teilen. Neben persönlichen Gesprächen teile ich diese Infos auch auf den Social-Mediaplattformen Twitter, Instagram und Facebook. Ich spreche über jeden Kanal ein teilweise vollkomen anderes Publikum an. Während ich grafische Dinge und Videos über YouTube und Instagram teile versuche ich sachlich und fachlich ansprechendes Material über Twitter zu verbreiten. Auf Facebook läuft alles zusammen, da dort sowohl Instagram-, als auch Twitter-Publikum angemeldet ist.

Smart Raven Logo (klein)

Durch die oben genannten Methoden ist mir vor allem bewusst geworden, dass PWM dabei hilft, festzustellen was, wie, wo, wann gelernt wird und werden kann. Ich wurde mir während der Erstellung des Seek-Sense-Share-Frameworks erst bewusst, dass hier eine Menge Arbeit auf mich zukommt. Die erste Synergy-Map hatte deshalb in der kurzfristigen Sektion eine Menge Organisationsziele, damit ich eben besser organisiert bin. Inzwischen kann ich mich von Woche zu Woche weiterentwickeln, fertige To-Do-Listen an und erledige die Punkte nach Wichtigkeit. 

Essentiell ist nun, dass ich diesen Blog aufgesetzt habe und befülle. Die Zentrale Rolle spielt für mich das Teilen von Wissen, sodass viele von wenigen profitieren können. Trotz aller digitalen Medien, Apps und Tools lege ich nach wie vor großen Wert auf das persönliche Miteinander. Durch die produzierten Videos versuche ich den Grat zwischen digitalem Medium und persönlichem Gespräche ein wenig zu verkleinern.