ChatGPT Cheat Sheet [Deutsch] – OpenAI Chatbot für die Schule nutzen

ChatGPT Cheat Sheet [Deutsch] – OpenAI Chatbot für die Schule nutzen

Screenshot der Beurteilungsliste

ChatGPT Cheat Sheet [Deutsch] – OpenAI Chatbot für die Schule nutzen

ChatGPT ist eine der neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der KI-Technologie. Als ein großer Sprachmodell, das auf der GPT-4-Architektur basiert, kann ChatGPT eine Vielzahl von Aufgaben ausführen und Fragen zu fast jedem Thema beantworten. Mit seiner Fähigkeit, natürliche Sprache zu verstehen und zu generieren, wird ChatGPT als bahnbrechende Technologie angesehen, die in der Lage ist, menschenähnliche Interaktionen und Unterstützung zu bieten.

ChatGPT und Schule

Im Vorhinein kann die Schule als Ort des ersten, richtigen und gesicherten Kontakts bei 10–14-Jährigen sein. Teilweise zeigte meine Praxis, dass Schülerinnen und Schüler über Social-Media zwar von ChatGPT wussten, jedoch das Tool nicht oder nur kurzzeitig ausprobierten. Aufgrund der hohen Nachfrage und der zeitlichen Beschränkung der Nutzung wurde das Tool offenbar schnell uninteressant.

Eine Einführung in die Möglichkeiten von ChatGPT in der Schule kann direkt mit den Risiken und der Aufklärung hinsichtlich der Fehlerquote verbunden werden. Zur „Belustigung“ dient das Tool auf jeden Fall. Lehrende können vom Programm profitieren, indem Arbeitsprozesse automatisiert werden und bspw. Stundenplanungen KI-generiert werden.

ChatGPT ist ein großer Sprachmodell, das auf der GPT-4-Architektur basiert und von OpenAI entwickelt wurde. Es kann als eine Art von virtuellem Assistenten betrachtet werden, der in der Lage ist, menschenähnliche Konversationen zu führen und Fragen zu fast jedem Thema zu beantworten. ChatGPT wurde von OpenAI als ein Modell geschaffen, das in der Lage ist, menschenähnliche Texte zu generieren, indem es sich auf große Mengen von Texten trainiert, die aus dem Internet gesammelt wurden. Zur Benutzung wird eine Frage gestellt oder eine Anweisung (Prompt) eingegeben und ChatGPT generiert daraufhin eine Antwort.

ChatGPT ist auch in der Schule einsetzbar und kann auf verschiedene Weise genutzt werden. Schülerinnen und Schüler können ChatGPT verwenden, um schnell und einfach Informationen zu verschiedenen Themen zu finden, wobei dies mit Vorsicht zu genießen ist. Lehrerinnen und Lehrer können ChatGPT nutzen, um den Unterricht vor- und nachzubereiten oder Aufgaben schneller zu erstellen. Ein Quiz zu einem eingegeben Text zu verfassen, stellt für ChatGPT keine Herausforderung dar. Inklusive Punkte und Lösungsschlüssel gelingt hier die Arbeit sehr leicht..

 

ChatGPT kann auch als Hilfsmittel für Schülerinnen und Schüler verwendet werden, um ihre Schreibfähigkeiten zu verbessern. Indem sie ChatGPT als Feedback-Tool nutzen, können sie ihre Schreibfähigkeiten verbessern und lernen, wie sie ihre Schreibweise, Grammatik und Syntax verbessern können. Ebenso kann das Tool dazu beitragen, den Unterricht interaktiver und interessanter zu gestalten. Lehrerinnen und Lehrer können Schülerinnen und Schüler beispielsweise auffordern, ChatGPT Fragen zu einem bestimmten Thema zu stellen, um ihr Wissen zu testen und zu erweitern, sowie auch Kritik an den Antworten von ChatGPT zu üben. Eine Rechercheaufgabe könnte einen Vergleich zwischen KI und herkömmlicher Recherche durch Lernende bieten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen ...

Die rasante Entwicklung von KI-Technologien in den letzten Jahren hat zu einem Anstieg von Chatbots wie ChatGPT geführt, die aufgrund ihrer Fähigkeit, menschenähnliche Gespräche zu führen, immer beliebter werden. Während Chatbots viele Vorteile bieten, wie z.B. die Verbesserung der Kundenkommunikation und die Reduzierung von Kosten, gibt es auch Risiken, die nicht ignoriert werden sollten.

Ein Risiko von Chatbots wie ChatGPT ist die Verbreitung von Falschinformationen und Fake News. Da Chatbots in der Lage sind, menschenähnliche Gespräche zu führen, können sie auch dazu verwendet werden, falsche Informationen zu verbreiten oder Meinungen zu manipulieren. In einer Welt, in der die Verbreitung von Falschinformationen bereits ein großes Problem darstellt, ist es wichtig, dass wir uns bewusst sind, wie Chatbots dazu beitragen können, dieses Problem zu verschlimmern. Zwar lernt ChatGPT nicht die Meinung anhand von Eingaben durch Nutzer:innen, jedoch erfindet es auch Quellen und Nachweise und belegt damit erfundene Geschichten. Im wissenschaftlichen Bereich kann so ChatGPT nicht genutzt werden, um Paper und Artikel zu schreiben. Die "Fälschungen" sind so gut, dass sie ohne Expertise auf dem jeweiligen Gebiet nicht erkannt werden. Zitate kann ChatGPT kennzeichnen, jedoch existieren die Quellen manchmal nicht oder der Verweis ist einfach falsch.

Ein Aspekt ist auch die Aktualität, denn am Beispiel von ChatGPT gibt es Grenzen hinsichtlich fehlendem Hintergrundwissen. Es sollte unbedingt bedacht werden, dass ChatGPT Informationen seit 2021-2022 nicht verarbeitet hat, die Trainingsdaten gehen nur bis in das Jahr 2021 zurück und sind deshalb nicht aktuell.

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass Chatbots wie ChatGPT unsere sozialen Fähigkeiten beeinträchtigen können. Da wir zunehmend auf Technologie angewiesen sind, um mit anderen zu kommunizieren, könnten wir uns weniger auf zwischenmenschliche Beziehungen verlassen und somit unsere sozialen Fähigkeiten verlieren. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst sind, wie Chatbots unsere Kommunikationsfähigkeiten beeinflussen können und dass wir uns bemühen, sie nicht als Ersatz für echte menschliche Interaktionen zu betrachten.

Schule - was jetzt?

Da diverse Dienste, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz funktionieren bereits den breiten Weg zur Gesellschaft gefunden haben, gibt es keine „echte“ Möglichkeit, Dienste wie ChatGPT im Schulumfeld zu verbieten. Speziell diese Art der Technologie könnte in Zukunft neben einer Google-Suche oder dem Taschenrechner verwendet werden. Daher ist eine sinnvolle (Be)Nutzung und ein gesicherter Umgang unumgänglich. Künstliche Intelligenz, mit Stärken und Schwächen kann verantwortungsvoll im Unterricht eingebaut sein und nicht nur beim Analysieren und Verbessern von Texten hilfreich sein.

Texte von Schüler:innen durch KI verbessern oder Texte von KI durch Schüler:innen analysieren: Zwei Perspektiven, um ChatGPT im Unterricht einzusetzen. Die kritische Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Einfluss oder der Objektivität von ChatGPT können thematisiert werden. Außerdem gibt es noch das schreiben von „Prompts“ für die KI – das will natürlich auch geübt sein.

Regeln für den Umgang mit solchen Tools sichern ein tieferes Verständnis und helfen eventuell, die Nutzung auf „gesicherte Umgebungen“ einzuschränken. So wird die nächste Facharbeit vielleicht mit Hilfe, aber nicht vollständig von ChatGPT verfasst.

Beispiele:

  • Technologie ist eine Hilfe, kein Ersatz – wir möchten auch ohne Hilfe von Technologie einen Text verfassen können.
  • Wir müssen Texte verstehen, um sie beurteilen zu können. Dabei wollen wir frei und selbstständig entscheiden können und nicht alleine die Meinung von Technologie zulassen.
  • Es gibt definierte Zeiten, wo der Technologieeinsatz nicht erlaubt ist (z.B. Schularbeit) – da möchten wir auch ohne Technologie gute Leistungen erbringen.

Hausübungen sind nach wie vor ein Thema, das auf jeden Fall hinterfragt werden muss. Bereits in der Vergangenheit gab es hier „offline-ChatGPT-Modelle“ die immense Unterstützung leisteten (Eltern, Geschwister, Freunde, Bekannte, …). Mit ChatGPT geht nun alles noch schneller und einfacher – womöglich noch perfekter. Aus diesem Grund sind Bewertungskriterien bei Hausübungen/Hausarbeiten neu zu denken.

Der Wissenstransfer könnte durch andere Medien gestaltet werden, um einer ChatGPT-HÜ entgegenzuwirken. Mit Hilfe von Audio- und Videoaufnahmen, die ChatGPT nicht verwerten kann, müssen sich Lernende selbst mit der Materie auseinandersetzen. Ein Erklär- bzw. Lernvideo, ein Podcast oder ähnliche Formate helfen hierbei.

Komplexe Aufgabenstellungen können eventuell den Technologieeinsatz rechtfertigen, wobei eine Beurteilung des Lernprozesses eher im Vordergrund steht als das finale Produkt (Portfolios und Lerndokumentationen).

Kurzum: Flipped Classroom ist eine Möglichkeit.

Überblick: ChatGPT das Helferlein

Tests, Text- bzw. Essay-Bewertungen kann ChatGPT übernehmen. Nur wenn es um reine Fakten geht, ist die Fehlerquote zu berücksichtigen. Eine Zusammenstellung von Fragen zu einem bestimmten Text kann das Tool aber jedenfalls übernehmen – einen Blick auf die Antwort zu werfen, bevor Lernende damit in Kontakt kommen schadet sicher nicht. Je präziser die Eingabe erfolgt und je mehr Informationen geliefert werden, desto besser wird die Antwort von ChatGPT ausfallen. Im Sprachenumfeld könnte die Angabe des Sprachniveaus für eine höhere Präzision sorgen, dabei reicht die Angabe A1, A2, B1, B2, C1 bzw. C2.  

Quiz

Eine automatische Erstellung und Überprüfung mit Lösungsvektoren kann die Künstliche Intelligenz übernehmen. Sie kann einfach und schnell große Mengen an Informationen verarbeiten und diese zusammenfassen, sowie ein Quiz mit passenden Fragen dazu erstellen.

Schreibverbesserung

Rechtschreibung, Grammatik, Schreibberatung, Plagiatskontrolle

Fremdsprachenunterricht

Übersetzung, Sprachübungen, Konversationspartner, kultureller Austausch

Individuelle Lernunterstützung

Lerninhalte, Schüler:innenfragen, Anpassung an Lernstile

 

ChatGPT kann für die Entwicklung von Themen im eigenen Unterricht genutzt werden. Ideen für Diskussionsthemen oder Erörterungen, Sketches oder Skripten für ganze Theaterstücke können so entstehen. Ein Songtext, der eine Klasse beschreibt oder einfach eine Differenziertere Aufgabe zu einem bestimmten Thema. ChatGPT hilft damit im Alltag und erspart dadurch auch viel Zeit. Stundenbilder/Stundenplanungen können ChatGPT-unterstützt gestaltet sein.

Mithilfe einer Vorgefertigten Fragestellung, die ChatGPT beantworten soll, entsteht ein Text, der von Schülerinnen und Schüler durch Recherche überprüft werden soll. Die Fragestellung sollte dabei zwar gezielt, jedoch nicht zu speziell sein.

Die Schülerinnen und Schüler sollten selbstständig mit KI-Tools die Frage beantworten und dabei die einzelnen Schritte, so auch die einzelnen Fragen, die an die KI gerichtet wurden dokumentieren. Dem entgegen steht im Anschluss die „manuelle“ Recherche, bei der die Lernenden eigens nach 2-3 verlässlichen Quellen suchen.

Nun werden beide Ergebnisse, die der KI und die eigenen verglichen. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen dabei, ob die KI-Inhalte stimmen, ob die Inhalte ausreichend waren und reflektieren über die Auswahl der KI-Informationen.

Gute Quellen können anhand von gewissen Kriterien identifiziert werden – das ist zwar keine Garantie, jedoch bereits ein gutes Prinzip bei der Recherche. Eine Auflistung findet sich unter https://www.saferinternet.at/faq/informationskompetenz/wie-kann-ich-onlinequellen-ueberpruefen.

 

Dieses und auch weitere Unterrichtsbeispiele finden sich ebenfalls auf saferinternet.at

https://www.saferinternet.at/zielgruppen/lehrende/unterrichtsbeispiele#c9373

ChatGPT Cheat Sheet

Nach einiger Zeit und vielen Tests hat sich herausgestellt, dass ChatGPT auf eine gute Art und Weise "missbraucht" werden kann. Der Bot kann sich in eine bestimmte Lage versetzen, präzise Texte formulieren und überarbeiten oder Texte zusammenfassen und vereinfachen.

 

Ein wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit, komplexe Fragen in mehrere, präzisere Fragen aufzuteilen, um bessere Antworten von ChatGPT zu erhalten. Auch die Verwendung von Schlagwörtern und Kontextinformationen ist von großer Bedeutung, um bessere Antworten auf Fragen (im Schulbereich) zu erhalten. Das Cheat-Sheet ist eine Sammlung von Tipps und Anweisungen für Lehrende, um ChatGPT effektiv im Schulbereich einzusetzen und den Lernprozess ihrer Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Grundsätzliche Tipps führen ohnehin zu besseren Ergebnissen:

  • Sei präzise: Formuliere deine Frage oder Anfrage klar und genau, um bessere Ergebnisse zu erhalten.
  • Verwende Schlagworte: Gib Schlüsselwörter oder wichtige Begriffe an, die dir helfen, die gewünschten Informationen zu finden.
  • Füge Kontext hinzu: Versorge ChatGPT mit zusätzlichen Hintergrundinformationen, um bessere Antworten zu erhalten.
  • Schrittweise Anweisungen: Wenn du nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung suchst, bitte explizit danach.
  • Stelle mehrere Fragen: Teile komplexe Fragen in mehrere und kürzere Fragen auf, um bessere Antworten zu erhalten.
  • Fragen verfeinern: Wenn die erste Antwort nicht hilfreich ist, präzisiere deine Frage und versuche es erneut.
  • In eine Lage versetzen: Lass ChatGPT als eine bestimmte Person, als Expert:in auf einem Gebiet agieren (Stell dir vor, du bist …).
  • Systemgrenzen: Sei dir bewusst, dass ChatGPT nicht immer perfekte Antworten liefert und seine Fähigkeiten begrenzt sind.

Ergänze im folgenden einfach [Text] durch den jeweiligen Wunsch.

Generell
  • Was sind die Vorteile von [Text]?
  • Erkläre mir [Text] im Kontext von (Thema)
  • Gib mir 3 Beispiele für [Text]
  • Wie funktioniert [Text]?
  • Welche Probleme sind mit [Text] verbunden?
  • Was ist der Unterschied zwischen [Text] und [Text]?
  • Wie hat sich [Text] im Laufe der Zeit entwickelt?
  • Nenne die Hauptakteure im Bereich [Text]
  • Was sind die ethischen Bedenken bei [Text]?
  • Wie kann [Text] verbessert werden?
Coding
  • Korrigiere diesen Python-Code: (Code-Abschnitt)
  • Erstelle einen Python-Code, um [Text] zu erreichen
  • Wie kann ich diesen Code optimieren, um [Text] schneller zu berechnen?
  • Erkläre den Algorithmus hinter [Text]
  • Wie kann ich [Text] in JavaScript implementieren?
  • Was sind die besten Praktiken für das Testen von [Text]-Code?
  • Wie kann ich [Text] sicher in einer Webanwendung verwenden?
  • Wie kann ich Daten von einer API mit [Text] abrufen?
  • Wie kann ich [Text] mit einer Datenbank verbinden?
  • Welche Programmiersprache eignet sich am besten für [Text]?
Design
  • Gib mir einige Design-Ideen für ein [Text]-Logo
  • Schlage eine passende Farbpalette für ein [Text]-Thema vor
  • Welche Schriftart passt gut zu [Text]?
  • Wie kann ich ein minimalistisches Design für [Text] erstellen?
  • Wie erstelle ich ein responsives Webdesign für [Text]?
  • Wie kann ich ein Moodboard für [Text] erstellen?
  • Wie gestalte ich eine benutzerfreundliche Navigation für [Text]?
  • Welche Designprinzipien sollte ich für [Text] beachten?
  • Wie kann ich die Benutzererfahrung für [Text] verbessern?
  • Wie kann ich eine Markenidentität für [Text] entwickeln?
Excel
  • Wie erstelle ich eine Excel-Formel, um [Text] zu berechnen?
  • Wie erstelle ich eine Pivot-Tabelle, um [Text] zu analysieren?
  • Wie wende ich bedingte Formatierung auf [Text] an?
  • Wie erstelle ich ein Diagramm in Excel für [Text]?
  • Wie kann ich Daten in Excel für [Text] filtern?
  • Wie nutze ich die VLOOKUP-Funktion für [Text]?
  • Wie erstelle ich eine Dropdown-Liste in Excel für [Text]?
  • Wie verknüpfe ich Zellen in verschiedenen Arbeitsblättern für [Text]?
  • Wie erstelle ich eine bedingte Berechnung in Excel für [Text]?
  • Wie nutze ich die SVERWEIS-Funktion für [Text]?
Schreiben
  • Schreibe mir eine kurze Einführung in das Thema [Text]
  • Hilf mir, einen Beschwerdebrief über [Text] zu verfassen
  • Korrigiere und verbessere diesen Text über [Text]: (Textabschnitt)
  • Schreibe einen kreativen Text über [Text]
  • Erstelle eine Gliederung für ein Essay über [Text]
  • Verfasse eine Pressemitteilung für [Text]
  • Schreibe eine Rezension für [Text]
  • Erstelle einen Leitfaden zum Erlernen von [Text]
  • Schreibe ein Bewerbungsschreiben für eine Stelle in [Text]
  • Verfasse einen Artikel über die Zukunft von [Text]
Lesen
  • Lies und fasse diesen Text über [Text] zusammen: (Textabschnitt)
  • Lies diesen Text über [Text] (Textabschnitt) und identifiziere die Hauptargumente sowie mögliche Gegenargumente.
  • Interpretiere diese Passage über [Text]: (Textabschnitt)
  • Hebe die wichtigsten Punkte aus diesem Text über [Text] hervor: (Textabschnitt)
  • Analysiere die Argumente in diesem Text über [Text]: (Textabschnitt)
  • Bewerte die Qualität der Quellen in diesem Text über [Text]
  • Identifiziere die rhetorischen Strategien in diesem Text über [Text]
  • Wie ist der Ton und Stil dieses Textes über [Text]?
  • Erkläre die Bedeutung dieser Metapher im Text: '[Text]'
  • Wie ist die Struktur dieses Textes über [Text] aufgebaut?
  • Identifiziere die Zielgruppe für diesen Text über [Text]
  • Untersuche die Rhetorik in diesem Text über [Text] (Textabschnitt) und erläutere, wie der Autor versucht, seine Leser zu überzeugen.
Unterricht allgemein
  • Welche Unterrichtsmethoden eignen sich am besten für das Fach [Text] in der 6. Schulstufe?
  • Wie kann ich Schülerinnen und Schüler im Fach [Text] während einer Schulstunde aktiv einbeziehen?
  • Beschreibe, wie ich eine Schulstunde im Fach [Text] so gestalten kann, dass sie den unterschiedlichen Lernstilen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird.
  • Welche Materialien und Ressourcen sind hilfreich, um eine effektive Schulstunde im Fach [Text] zu planen?
  • Wie erstelle ich einen interessanten Unterrichtsplan für das Thema [Text]?
  • Welche Aktivitäten kann ich einsetzen, um das Verständnis von [Text] bei meinen Schülerinnen und Schülern zu fördern?
  • Wie kann ich ein ansprechendes Arbeitsblatt für das Thema [Text] erstellen?
  • Gib mir einige Ideen für Gruppenprojekte rund um das Thema [Text].
  • Welche Techniken kann ich nutzen, um die Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsfach [Text] zu motivieren?
  • Welche digitalen Tools können meine Schülerinnen und Schüler nutzen, um das Thema [Text] besser zu verstehen?
  • Wie erstelle ich eine effektive Lernzielkontrolle für das Thema [Text]?
  • Wie kann ich den Lernerfolg meiner Schülerinnen und Schüler im Fach [Text] am besten bewerten?
  • Welche Strategien kann ich anwenden, um die Reflexion und Selbstbewertung meiner Schülerinnen und Schüler im Fach [Text] zu fördern?
  • Wie gebe ich konstruktives Feedback zu den Arbeiten meiner Schülerinnen und Schüler im Fach [Text]?
  • Wie kann ich das Thema [Text] in zukünftigen Unterrichtsstunden vertiefen oder erweitern?
  • Wie kann ich meine Unterrichtsmethoden im Fach [Text] weiterentwickeln, um den Lernerfolg zu maximieren?

Weiterführende Links

Über den folgenden Link kann ChatGPT gestartet werden. Ein Google/Microsoft/OpenAI Konto ist dafür Voraussetzung:

Mehr Inspiration kann man sich via "Prompt Generator" holen, das kostenlose Tool ist schnell und einfach bedienbar:

Open AI: ChatGPT – der virtuelle Roboter, die künstliche Intelligenz und der Zusammenhang mit der Schule.

Open AI: ChatGPT – der virtuelle Roboter, die künstliche Intelligenz und der Zusammenhang mit der Schule.

Screenshot der Beurteilungsliste

Open AI: ChatGPT – der virtuelle Roboter, die künstliche Intelligenz und der Zusammenhang mit der Schule.

OpenAI ist ein Unternehmen, das sich der Erforschung und Entwicklung von künstlicher Intelligenz widmet. Eines ihrer bekanntesten Projekte ist ChatGPT, ein großes Sprachmodell, das in der Lage ist, menschenähnliche Konversationen zu führen. Einer der Vorteile von ChatGPT ist, dass es schnell und genau auf verschiedene Fragen antworten kann. Dies kann im Unterricht sehr nützlich sein, da es Schülern ermöglicht, schnell auf ihre Fragen zu antworten und ihnen sofortige Unterstützung zu bieten. Ein weiterer Vorteil von ChatGPT ist, dass es sehr skalierbar ist und auf unterschiedliche Bereiche und Themen anwendbar ist.

Ein Nachteil von ChatGPT ist jedoch, dass es keine menschliche Intelligenz hat und daher keine tieferen Einblicke oder kreative Lösungen bieten kann. Es sollte daher nur als Unterstützung und nicht als Hauptlernmethode verwendet werden. In Bezug auf OpenAI im Allgemeinen ist es wichtig zu beachten, dass sich das Unternehmen noch in einem frühen Stadium der Entwicklung befindet und daher noch nicht alle Möglichkeiten und Herausforderungen von künstlicher Intelligenz erforscht hat. Es ist wichtig, die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam zu verfolgen und auf ethische Fragen zu achten.

Insgesamt bietet ChatGPT im Unterricht eine schnelle und skalierbare Möglichkeit, Schülern Unterstützung bei ihren Fragen zu bieten, sollte jedoch nicht als Ersatz für menschliche Intelligenz und kreative Lösungen betrachtet werden. Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz durch OpenAI ist interessant und vielversprechend, erfordert jedoch auch eine Aufmerksamkeit für ethische Fragen.

Wer schrieb diesen Text?

Tatsächlich ist der Text oberhalb  (die ersten 3 Absätze) Werk der künstlichen Intelligenz, die hinter ChatGPT steckt. Hier ist ein Screenshot des "Chat-Verlaufs", der zeigt, wie ChatGPT funktioniert.

Eigentlich ist die Bedienung sehr einfach: Nachdem eine Frage oder Anweisung in das Chat-Feld eingegeben wurde, arbeitet die KI selbstständig und formuliert u.a. Lösungen.

Das Thema ist mit Vorsicht zu genießen

Aus der Praxis, aus dem Schulunterricht sei angemerkt: Aktuell kann diese Art der künstlichen Intelligenz schon vorteilhaft eingesetzt werden, jedoch ersetzt der Chat-Bot keinesfalls Unterricht und fördert nicht individuell und emotional.

Da aktuell (Dez/22) Social-Media-Plattformen voll von ChatGPT sind, kommen auch Schülerinnen und Schüler mit dieser Software sehr einfach in Kontakt. Selbstverständlich wird es Versuche geben, die KI zu nutzen um bspw. Hausübungen zu erledigen. Immerhin können mit diesem Tool sehr einfach Texte verfasst werden - auch eine Erörterung mit Einleitung, Hauptteil und Schluss sind dabei möglich. Sogar mathematiksche Beispiele kann die KI lösen - Textverständnis bildet hier aber direkt eine Grenze, die manchmal zu Fehlern führt.

Fehler - das ist das Hauptoroblem, denn die KI liefert nicht immer lupenreine Ergebnisse. Auch Verfälschungen der Tatsachen sind dadurch nicht selten. Eine ordentliche Recherche ersetzt ChatGPT aktuell sicher noch nicht. Der Bot antwortet auch manchmal, dass über gewisse Themen keine Antwort gegeben werden kann, da die KI keinen Zugriff auf aktuelle Geschehnisse über das Internet hat. Damit sind selbstverständlich Fehler vorprogrammiert, von denen man selbst aber keine Kenntis hat, wenn eine "Erstinformation" zu einem Thema erfolgt.

Hilfreiches, Lustiges und Scherze

Programmieren, Lösungen zu Problemen suchen oder Antleitungen geben. All das kann ChatGPT, manchmal besser, manchmal eher schlecht. Eine HTML-Seite kannd er Chat-Bot allemal programmieren, auch Code auf Fehler untersuchen oder "rechnen". Nicht immer kommen dabei zufriedenstellende Ergebnisse heraus - jedenfalls ist es sehr beeindruckend, wie die KI auf eingaben reagiert.

Auch wenn der Chat-Bot behauptet, nicht kreativ zu sein oder keine Scherze machen zu können, kann er angewiesen werden "lustige" Geschichten zu schreiben. Beim Ausprobieren kann auch ein Dialog in Auftrag gegeben werden, der eine lustige Konversation zeigt.

Entgegen der Behauptung, dass ChatGPT nicht programmieren kann, entlockt man der KI relativ einfach eine "Anleitung mit Beispiel". Aber Achtung: nicht immer sind die Beispiele, Anleitungen und Lösungen vollkommen richtig, denn bspw. die analoge Uhr ist um 90° nach links gedreht und kann demnach nicht einfach so abgelesen werden.

Für alle, die den fertigen Code haben wollen:

Analoge Uhr

Erörertung gefällig? Direkt, schnell und unkompliziert verfasst durch ChatGPT

Weiterführende Links

Über den folgenden Link kann ChatGPT gestartet werden. Ein Google/Microsoft/OpenAI Konto sind dafür Voraussetzung:

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

Videokonferenzen halten seit 2020 Einzug in der Bildungswelt und natürlich auch weit darüber hinaus. Schon fast genervt wirken manche TeilnehmerInnen vom immer selben Anblick: Kacheln mit Webcambildern, ein paar Interaktive Tools und der Chat als Austauschformat. Ja, Break-Out-Rooms sind für viele auch nichts Neues mehr. Dabei gibt doch noch ganz andere Wege, wie man sich austauschen kann.

What?

Ja! Neben klassischen Videokonferenz-Tools, die ich selbst auch nutze, gibt es einige Vertreter die ganz anders an die Sache herangehen. Was brauchbar wäre, sind Lösungen, die ein freies Bewegen im Raum zulassen, gleichzeitig muss es aber auch „Vortrags-Settings“ geben, die es ermöglichen, dass ein Sprecher oder eine Sprecherin alle erreicht. Klug wäre es auch, wenn man mit jenen in Kontakt treten kann, die man aktuell sehen und hören will/sollte. Nicht nur Gruppenarbeiten sondern auch Freizeitmöglichkeiten erstrecken sich dadurch. Zum Glück für mich gibt es das bereits.

Dieses nette Tool erzeugt eine virtuelle Welt, die dem Design nach Game-Boy-Spielen aus den 1990er Jahren ähnelt. Nach dem Betreten des Raumes nimmt man in Gestalt einer verpixelten Figur am Geschehen teil. Mit den Pfeiltasten auf der Tastatur navigiert man durch den Raum und kann sich so anderen Personen (Pixel-Character) nähern. In einem gewissen Radius um sich herum, kann man dann andere nicht nur auf der Karte des Raumes sehen, sondern auch das Webcambild. Zusätzlich hört man sich dann noch über das Mikrofon. Im Verhältnis zu einem klassischen Videokonferenz-Tool bietet gather.town also die Möglichkeit der Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung. Damit können sich jene Gruppieren, die etwas zu Besprechen haben. Die Möglichkeit der Bildschirmfreigabe und der Chat sind ebenso Funktionen des Tools. Letzteres kann sogar in zwei Bereiche untergliedert werden. Einerseits kann man mit seiner direkten Umgebung chatten, so erhalten nicht alle im Raum eine Nachricht, das kann aber mit „everyone“ ebenso erzielt werden.

Grundsätzlich gibt es aber auch spezielle Bereiche, wie die „private-spaces“. Das sind spezielle Punkte oder Orte, wo sich dann alle sehen und hören, die anwesend sind. Das könnte bspw. rund um einen Tisch sein. Damit werden dann die Webcams sichtbar und man kann sich auch akustisch austauschen. Der Spotlight-Place bietet dafür die Möglichkeit mit einem ganzen Raum zu kommunizieren, ohne das die örtliche Nähe eine Rolle spielt. Wie im Titelbild ganz oben kann dann auch ein „Vorlesungs-Szenario“ in gather.town abgehalten werden.

Ein Punkt der noch dazugehört ist der Preis. Ich nutze gather.town in der vollkommen kostenlosen Variante und kann damit 25 Personen gleichzeitig in einem Raum unterbringen. Das ist für eine Schulklasse oder auch eine Gruppe von Studierenden oder für die Freizeit eigentlich ganz in Ordnung. Dann wird es jedoch kostspieliger. Die Preise richten sich nach einem pay-per-use Modell – dabei ist mit $1/user für zwei Stunden Nutzung auch eine günstige online-Party möglich. Dabei gebe ich folgende Gedanken mit:

  • Für Personen ist die Teilnahme sehr einfach
  • Die Kosten sind meiner Meinung nach in Ordnung, wenn man Kosten für einen realen Seminarraum bedenkt, der angemietet wird

    So ist die virtuelle Welt aufgebaut

    Grundsätzlich beschreibe ich gather.town mit einem 3-Ebenen-Prinzip. Die Grundlage, also die hinterste Ebene bildet ein Bild. Dieses kann aus einer Vorlagengalerie gewählt oder auch selbst gestaltet werden. Auf diesem Bild wird auch die grundlegende Richtung sichtbar. Damit kann das Bild die Grundlage für einen Seminarraum oder auch eine Dachterrasse bieten.

    Auf diese Ebene folgt dann der Teil, der von gather.town direkt eingespielt wird. Dazu zählen spezielle Bereiche, wie „private-Spaces“, die nicht direkt sichtbar sind, aber auch Möbelstücke, Pflanzen, Dekoration und interaktive Inhalte. Damit ist es möglich virtuelle Pinnwände, Bildschirme oder Infotafeln zu platzieren. Diese interaktiven Elemente können allerlei Dinge, wie Websites, Videos oder Bilder beherbergen. Bei „embedded Pages“ können natürlich auch Padlets oder Spiele eingebunden werden. So hat man einen Bereich, der eben solche interaktive Elemente bereitstellt und diese werden wiederum nur ab einem gewissen Radius, also räumlicher Nähe aktivierbar.

    Die dritte und oberste Ebene bildet wiederum ein Bild. Dieses ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Damit gelingt es bei der Rooftop-Bar das gewisse Etwas mit Hilfe von Lichtern, die teilweise transparent über dem Geschehen liegen zu erzeugen.

    Das ist mir zuviel

    Natürlich wird man auf den ersten Blick ein wenig von den vielen Möglichkeiten erschlagen. Wer auf die Virtuelle Welt dennoch nicht komplett verzichten will, dem sagt vielleicht wonder.me zu. Dort gibt es ebenso die Möglichkeit durch örtliche Nähe in Kontakt zu treten – die Oberfläche bietet jedoch nur wenig Vielfalt.

    Wenn gather.town dennoch sinnvoll erscheint, dann könnten dir meine Videos beim Kennenlernen und Einrichten vielleicht helfen. Ich habe auch einen Raum eingerichtet, den man einfach betreten kann – unten ist der Link dazu. Dabei kann gather.town kurz aus Teilnehmendensicht ausprobiert werden (kostenlos). Mir hat es auf jene Fall sehr viel Spaß bereitet diese virtuelle Welt einzurichten und ganz kurz im Zuge der #digiPH4 zu präsentieren und mit einigen Hochschullehrenden ein bisschen Zeit beim informellen Austausch zu verbringen.

    Update – 14.02.2021

    In gather.town gab es nun ein Update, das die Map-Maker-Eigenschaften weiter vorantreibt. Dahingehend gibt es auch ein Update-Video.

      Linkliste

      Kooperative Online-Seminare an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

      Kooperative Online-Seminare an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

      Moodle kann eine mächtige Lernplattform sein. Doch durch den großen Funktionsumfang werden auch einige abgeschreckt und Nutzen daher Kurse als Dokumentenablage. Um den professionellen Einsatz von Moodle als Lernplattform bei der Abhaltung von LehrerInnenfort- und -weiterbildungen an der PH Niederösterreich (PH-NÖ) zu fördern, gab die Hochschule die Erstellung von Best-Practice-Moodlekursen in Auftrag. Ziel war die Erstellung einer Masterkurs-Vorlage, die zeigt, was mit Moodle in der Hochschullehre möglich ist, und die von LektorInnen an der PH Niederösterreich für ihre Lehrveranstaltungen genutzt und nach ihren Bedarfen befüllt werden kann.

      Beatrice Kogler und Kai Hebein, beide ausgebildete Lehrende, studieren berufsbegleitend E-Learning und Wissensmanagement an der Fachhochschule Burgenland. Ein Teil des Studiums besteht aus der Durchführung eines Praxisprojekts. Als Projektauftraggeber vermerkte die PH-NÖ den Bedarf an einer Art Vorlage für Lehrende, die den Einstieg in das Lernmanagement-System Moodle erleichtern soll.

      https://www.youtube.com/watch?v=8bE6uqh7xYI

      Mag. Robert Schrenk, Bakk. betreute uns seitens der FH im Laufe des Projekts mit Besprechungen, Rat und Tat.

      An die Arbeit

      Gemeinsam mit Prof. Mag. (FH) Walter Fikisz, MA, BEd von der PH-NÖ gab es im August 2020 ein Kick-off-Meeting um den Projektauftrag zu vervollständigen. Dabei wurde ebenso ein Zugang für das hauseigene Moodle hinterlegt, sodass das Projektteam Zugriff hatte und Kurse gestalten konnte. Was am Anfang schon klar ist: Es gibt keine dezidierte Projektleitung, was bei zwei Personen auch nur wenig Sinn macht. Die PH-NÖ legte bereits im Vorfeld ein Dokument mit vielen hilfreichen Informationen an, sodass die Thematik bzw. viel eher die Probleme mit Moodle klar wurden. Moodle ist vielfältig und dadurch nicht ganz so einfach zu bedienen. Nicht nur im Zuge des Masterstudiums sondern auch privat und beruflich hat sich das Projektteam bereits mit Moodle auseinandergesetzt und dadurch erkannt, welche Möglichkeiten gut funktionieren.

      Projektziele

      Zwei Kurse sollten erstellt werden. Einerseits ein Prototyp, der bereits im Wintersemester 2020 eingesetzt werden sollte. Dabei ging es um die Lehrveranstaltung "Gesellschaftliche Auswirkungen der Mediennutzung", die ein Teil des Hochschullehrgangs "Lehrer/in für Digitale Grundbildung" ist. Zuvor wurde diese von Walter Fikisz offline abgehalten und einige Informationen, Übungen und Beispiele mit Hilfe von Moodle transferiert. Unsere Aufgabe bestand darin, diese Lehrveranstaltung in ein Kooperatives Online-Seminar umzuwandeln. Dabei geht es nicht nur darum, Lerninhalte in Moodle hochzuladen, sondern Interaktivität zu erzeugen. Auch ein "Miteinander" soll ein egozentrisches Arbeiten teilweise ersetzen. Der zweite Kurs bildet eine Vorlage für Lehrende der Institution.

      Masterkurs - Moodle Vorlage

      Nachdem der Prototyp fertig war, ging es darum, einen Moodle-Kurs zu bauen, der auf den ersten Blick wie ein aktiver Kurs einer Lehrveranstaltung aussieht. Der Unterschied besteht aber vor allem im Inhalt. Statt reale Inhalte einer Lehrveranstaltung einzubauen wurden im Masterkurs Demoinhalte eingefügt, die die einzelnen Bestandteile, Möglichkeiten, Inhalte und Aktivitäten von Moodle erklären. So gibt es beispielsweise eine Textseite, die sich selbst erklärt oder ein Forum im dem steht, wofür ein Forum gut geeignet ist. Auch interaktive Elemente sind ein großer Bestandteil des Kurses - diese wurden mit dem kostenlosen Moodle-PlugIn H5P erzeugt. Diese Beispiele zeigen dann ein interaktives Element und eine schnelle Einführung. Die Vorlage sollte aber nicht überfordern, weshalb nur eine Auswahl an Aktivitäten eingebaut wurden.

      Grafische Aufbereitung

      Moodle ist von Haus aus nicht immer besonders benutzerfreundlich aufgebaut. Bei der Vorlage geht es nicht nur um die Inhalte, sondern auch um die grafische Aufbereitung der einzelnen Elemente. Deshalb gibt es neben den Kursabschnitten auch einen "Kursheader", der fixierte Inhalte zu jeder Zeit anzeigt. Wir erachten diese Dinge als wichtig bzw. hilfreich für Kursteilnehmende:

      • Name des Referenten/der Referentin
      • Kursdauer
      • Online-Präsenz bzw. synchrone Phasen
      • Allgemeine Informationen zum jeweiligen Kurs (1-2 Sätze)

      Unterhalb dieser Textelemente befinden sich Icons (Quelle: Pixabay), die zu interessanten Seiten, dem Forum oder Beurteilungskriterien führen. Der "Home-Button" stellt ebenso ein Element dar, dass bei vielen Moodle-Kursen hilfreich sein könnte. Moodle bietet zwar die Möglichkeit über die Kursnavigation mit wenigen Mausklicks wieder auf die Startseite de Kurses zurückzukehren, mit dem "Home-Button" gelingt dies jedoch mit einem einzigen Klick.

      Anleitung statt Dokumentation

      Damit sich Lehrende schnell zurechtfinden oder einfach nach wenigen Minuten entscheiden können, ob dieser Kurs zum Einsatz kommt, gibt es ein Einführungsvideo. In diesem erhalten potentielle NutzerInnen nicht nur einen Überblick über die Struktur, sondern auch hilfreiche Informationen zur Bearbeitung. Diese Fragen werden beispielsweise direkt geklärt:

      • Was muss ich tun?
      • Welche Möglichkeiten habe ich?
      • Was sind Abschnitte und wie kann ich diese ändern?

      Unser Favorit: Das Grid-Format

      Moodle bietet natürlich nicht nur eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten und Möglichkeiten der Erweiterung durch PlugIns, sondern auch einige Kursformate. Damit ist die Anordnung von Inhalten und die grobe Gliederung dieser gemeint. In der aktuellen Instanz der PH-NÖ befinden sich Themen- und Zeitgliederungen. Wir wollten die UX (User Experience) erhöhen, damit nicht nur die Leitung der Lehrveranstaltung schnell und einfach navigieren kann, sondern auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine gute Übersicht erhalten.

      Das Grid-Format erlaubt es Inhalte in Blöcken zu organisieren. Dadurch kann entweder in Themengebieten oder zeitlichen Abschnitten gegliedert werden. Im Prototyp haben wir uns für Themengebiete entschieden, da die Lehrveranstaltung über eine kurze Zeitdauer abgehalten wird. Es wäre aber auch möglich in Wochen zu unterteilen - das ist je nach Anwendungszweck unterschiedlich. Die einzelnen Kacheln können mit Titel und Bild hinterlegt werden, wodurch der Kurs insgesamt schöner gestaltet ist.

      So ist die Vorlage zu nutzen

      Unter der Annahme, dass die Lehrveranstaltungen ohnehin geplant sind, kann die Master-Vorlage einfach kopiert werden. Im nächsten Schritt folgt die Befüllung mit Inhalten und das Erstellen von interaktiven Elementen, falls dies gewünscht ist.

      1. Kurs kopieren
      2. Beschreibung, Titel und Header-Informationen ändern
      3. Entscheidung: Kacheln themen- oder zeitbasiert verwenden
      4. Kacheln beschriften und die Demoinhalte entfernen oder anpassen

      Vor allem dieser letzte Schritt wird durch die Vorlage stark unterstützt. Die Demoinhalte bieten bereits eine kurze Beschreibung und können dahingehend einfach verschoben/umplatziert werden.

      Die Herausforderungen des Projekts

      Das Projekt ist weitestgehend problemlos abgelaufen. Vor allem mit Walter Fikisz pflegten wir eine regen, wertschätzenden und produktiven Kontakt während des Projektablaufs. Nach dem virtuellen Kick-off folgten noch weitere virtuelle Treffen, ansonsten verwendeten wir Mails bei der Kommunikation. Intern haben wir unser Projekt mit Microsoft Teams und dem Planner (Tasks) gestaltet. Dabei stellten wir schon die ersten Probleme fest:

      • Teams ist an ein Microsoft-Konto gebunden
      • Die online-Varianten von Word, Excel und PowerPoint liefern nur einen sehr kleinen Funktionsumfang und haben große Probleme mit Formatierungen

      Da wir beide auch beruflich MS Teams verwenden und zusätzlich einen Zugang über die Fachhochschule nutzen, gibt es oft Probleme beim Wechseln von Konten. Da der Start aber bereits abgewickelt war, die Ordnerstruktur schon aufgebaut und die Aufgaben im Planner organisiert waren, machte ein Wechsel auf ein anderes Tool keinen Sinn mehr. Unsere Organisation ist wohl als hybrides Projektmanagement zu verstehen. Die Arbeitspakete, Aufgaben und Workflows wurden im Kanban-Board-Style dargestellt, was sich aber als Problem für die Fachhochschule herausstellte, denn dort wurde ein Balkenplan gefordert - wir besserten also nach.

      Zeit ist ein entscheidender Faktor

      Direkt nach dem Start des Projekts waren wir voller Euphorie und investierten viel Zeit um das Projekt zu planen und den Start schnell hinter uns zu lassen. Dann kam der Schulbeginn und einige Veränderungen im Job-Leben des Teams. Neuer Job, Distance Learning und zusätzliche Aufgaben, später noch der Start des Semesters an der FH und damit verbunden auch diverse projektbezogene Aufgaben machten uns das Leben schwer. Das Projekt wurde durch eine sprichwörtliche Armada an weiteren Arbeitsaufträgen begleitet. Projektauftrag, Handbuch, wissenschaftliche Artikel, Stand der Forschung, Publikation, Projekt-Rahmenbedingungen und Präsentation waren einige Abgaben der begleitenden Lehrveranstaltung.

      Learning

      Das Projekt war im Zweierteam gut durchführbar, hätte aber von weiteren Projektteammitgliedern profitiert. Wir konnten unsere Kenntnisse in Bezug auf Moodle weiter vertiefen und uns Wissen zu Instructional Design von kooperativen Moodlekursen aneignen. Danke sagen wir hiermit auch Walter Fikisz für die angenehme Zusammenarbeit während des Projekts und hoffen, dass die entstandenen Moodlekurse den Lehrenden an der PH Niederösterreich hilfreich sein werden.

      Projektpräsentation an der FH-Burgenland am 15.01.2021 (virtuell)
      Mehr Aktivität in online Seminaren, Meetings und Videokonferenzen

      Mehr Aktivität in online Seminaren, Meetings und Videokonferenzen

      Seit März 2020 wissen wir, dass längerfristig viele Veranstaltungen, Workshops und Seminare online stattfinden (können). Nicht immer ist es einfach, das zu bewerkstelligen. Ein großes durcheinander liefert da die Suche nach Tools, Methoden und Möglichkeiten. Eine klare Linie zu erkennen ist schwer und selbst wenn etwas passendes gefunden wurde muss es vorerst ausprobiert werden. Expertinnen und Experten sind sich auch nicht immer einig. Deshalb stelle ich mein Wissen in diesem Beitrag zur Verfügung. Hierbei soll eine Übersicht von Tools und Methoden das Leben in online-Seminaren erleichtern und gruppenspezifisches Arbeiten fördern.


      NICHT LESEN - SOFORT ZUR TOOLBOX

      Ab dem 16.03.2020 erfuhren wir in Österreich einen Lockdown, der unsere dienstlichen und privaten Wege einschränkte. Schnell wurde klar, dass digitale Räume das bieten sollen, was bisher im offline-Setting notwenig war. Das ist aber nicht so einfach. Nicht alles aus unserer realen Welt lässt sich schnell und einfach digitalisieren und umgekehrt gibt es ebenso technische Möglichkeiten, die den Einsatz in offline-Lernumgebungen nur anreichern können. Kurz zusammengefasst: Online und offline lassen sich gemeinsam nutzen, jedoch bietet jedes für sich alleine Vor- und Nachteile.

      Grundlagen

      Ich nehme einen klassischen Workshop oder ein Seminar mit einer Länge von etwa zwei Stunden als Vorlage. Dabei unterteile ich direkt in online und offline Setting.

      OFFLINE

      Im klassischen Seminarraum findet synchron, also zur selben Zeit ein Treffen von mehreren Personen statt. Nach der Einladung und Zusage liegen die Vorteile vorerst klar auf der Hand: wir sind vor Ort, im richtigen Raum zur richtigen Zeit. Alle haben sich extra die Zeit dafür genommen. Benötigtes Equipment muss im Vorfeld bedacht werden.

      • Flipchart/Tafel, Stifte/Kreide
      • Moderationskoffer
      • Sitzmöglichkeiten

      Damit kann die Veranstaltung eigentlich beginnen.

      ONLINE

      Bereits im Vorfeld eines synchronen online-Seminars muss die Überlegung angestellt werden, wo denn die Veranstaltung stattfindet. Die Raumanforderungen richten sich ganz einfach an das, was ich als Trainer gerne machen möchte.

      • Webcam, Audio, Chat, virtueller Spielplatz
      • Geschützter Raum (z.B. mit Passwort)
      • Bildschirmfreigabe
      • Teilen von Dokumenten
      • Break-Out-Rooms (für Teilnehmende)

      Wenn dieser Teil geklärt ist, dann geht es darum, die Teilnehmenden einzuladen - damit ist Zeit, Dauer und Ort geklärt.

      Egal ob online oder offline - Ort, Zeit und Anforderungen müssen im Vorfeld geklärt werden. Gleiches gilt auch für eine gezielte Planung des Ablaufs. Während bei Veranstaltungen vor Ort viel aus Gesprächen entwickelt werden kann muss online besonders auf einen Ausgleich geachtet werden. Das Thema Pausen ist wahrscheinlich schon bekannt. Da die Bildschirmzeit deutlich intensiver wahrgenommen wird, sollten bei online-Seminaren mehr Pausen eingeplant werden.

      online-seminar-status
      5%

      Rechte und Pflichten - Datenschutz und Co

      Ein polarisierendes Thema bietet das Wort "Datenschutz". Viele sprechen darüber und nur wenige wissen eigentlich genau Bescheid. Natürlich ist der Schutz der eigenen Daten wichtig - keine Frage! Darf ich nun also Videokonferenz-Tools verwenden, was darf man denn nicht und, und, und. Doch bevor ich dieses Thema kurz beleuchte gebe ich noch einen Tipp: Sucht man im Internet nach dem Thema, werden tausende Quellen mit verschiedenen Aussagen gefunden. Hersteller schreiben über sich selbst und Wikipedia hat weltweite Quellen. Grundsätzlich gibt es bereits Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland. Also wenn du recherchierst, dann immer im betreffenden Land, denn Datenschutzgesetze sind doch ein klein wenig unterschiedlich, auch wenn die DSGVO EU-weit einheitliche, übergeordnete Regelungen vorgibt.

      Mein Freund das Urheberrecht

      Wer Urheber oder Urheberin ist und ein Werk schöpft, darf auch entscheiden, was damit passiert. Ein einfaches Beispiel bietet sich an, wenn jemand ein Foto schießt. Diese Person hat die Entscheidungsgewalt darüber, was mit dem Foto danach passiert und ob es andere kostenlos oder entgeltlich verwenden oder veröffentlichen dürfen. Das ist der klassische Schutz, der automatisch ohne einer extra Anmeldung mit dem Entstehen des Fotos gegeben ist. Gleiches gilt auch für Texte, PowerPoint-Folien, Bilder, Videos, Audio u.v.m.

      Für den Einsatz im online-Seminar muss das auf jeden Fall berücksichtigt werden – Lizenzen wie Creative Commons helfen uns dabei. Grundsätzlich gilt: Zuerst fragen, dann verwenden! Manchmal erhalte ich die Antwort aber bereits bevor ich die Frage stelle. Willst du Inhalte in online-Szenarien vorzeigen, dann kannst du das auch ganz einfach machen. Im Toolkit ganz unten gibt es viele nützliche Links auf Websites, die genau das liefern.

      Datenschutz generell

      Hier wird die Gesellschaft in mehrere Lager gespalten. Neben denen, die so versessen darauf sind, dass „online“ keine Zusammenarbeit möglich ist gibt es andere, denen es vollkommen egal ist und sich direkt anmelden, ganz egal auf welcher Plattform. Ich werde in diesem Beitrag einige Tools vorstellen, die online-Seminare aufregender machen. Für die einzelnen Datenschutzbedingungen der aufgezeigten Dienste muss natürlich in den jeweiligen Bedingungen des Herstellers nachgelesen werden. Mit diesen Beispielen kannst du dir das Leben jedoch etwas vereinfachen:

      • OHNE ANMELDUNG: Ich als Trainer stelle bspw. eine digitale Pinnwand zur Verfügung, die im Zuge des online-Seminars online und ohne Anmeldung genutzt werden kann. Dabei spielt für mich der Datenschutz eine Rolle, da ich mich wahrscheinlich registrieren muss, für Teilnehmende kommt dem jedoch nur wenig Bedeutung zu, vor allem, wenn die Inhalte hinterher offline zum privaten Gebrauch gespeichert werden. Daten von Teilnehmenden, die gespeichert werden sind auf jeden Fall die klassischen Server-Log-Files wie IP-Adresse, Datum, Betriebssystem usw.
      • MIT ANMELDUNG: Ich als Trainer stelle bspw. eine digitale Pinnwand zur Verfügung, die im Zuge des online-Seminars online mit Anmeldung der Teilnehmenden genutzt werden kann. Hierbei muss im Vorfeld klar gesagt werden, dass sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort registrieren/anmelden müssen. Ich bin jedoch nicht für den Datenschutz verantwortlich, sondern der jeweilige Anbieter. Es ist dabei auch jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin selbst überlassen, den Dienst zu nutzen.
      • ICH VERARBEITE DATEN: Ich als Trainer stelle ein Plattform zur Verfügung oder speichere Daten der Teilnehmenden ab. Dabei muss natürlich das Einverständnis eingeholt werden. Eine einfache Abfrage (gut wäre schriftlich) könnte dabei helfen. Bereits bei der Anmeldung kann geregelt werden, dass die produzierten Inhalte allen zur Verfügung stehen. Ebenso kann eine Ausnahme für die erneute Veröffentlichung von Teilnehmenden eingefügt werden. Damit dürfen alle alles haben, jedoch nicht veröffentlichen. Das gilt vor allem auch dann, wenn das Seminar aufgezeichnet wird.

      Auch wenn einige Videokonferenztools in der Vergangenheit in ein schlechtes Licht rutschten - es gab ja genügend Anlass dazu - hat sich das meiner Meinung nach deutlich gelegt. Online-Meetings sind sicherer geworden und der Datenschutz erhöht. Wenn jemand grundsätzlich gegen ein System ist, kann er oder sie eben nicht teilnehmen. Wenn es sich bei Teilnehmenden um Erwachsene handelt, dann kann auch jede Person selbst entscheiden. In der Schule ist das natürlich vollkommen anders, hier muss die DSGVO vollkommen eingehalten werden, ansonsten ist eine Nutzen ausgeschlossen.

      Vorbereitung ist alles?

      Nicht nur die inhaltliche und organisatorische, sondern auch die mentale Vorbereitung spielt eine Rolle. Auf diese gehe ich nicht besonders ein, da mir die ausreichende Entspannung vor dem online-Seminar ein Glas Wasser und 5 Minuten Musik geben. Was jedoch durchaus hilfreich ist, ist die Umgebung. Ich als Trainer möchte ja eigentlich gut zu sehen sein, wenn mein Webcambild eingeblendet wird. Nicht alle Regeln müssen befolgt werden, es ist aber empfehlenswert, darüber nachzudenken und einen eigenen Weg zu finden, wie man das bewerkstelligt.

      • helle, ruhige Umgebung: Tageslicht nutzen, nicht mit Kunstlicht mischen (das ergibt eine orange Haut)
      • externes Mikrofon, damit die Teilnehmenden einen angenehmen Ton haben (kein Muss, wenn das eingebaute Laptop-/Webcammikro einen guten Dienst erweist)
      • Blick in die Webcam: Ungewohnt, jedoch haben die, die zuschauen einen ganz anderen Eindruck. Es sieht auch seltsam aus, wenn ich mit einer Person spreche, die unter oder über mich blickt. Noch schlimmer: Blick auf den anderen Monitor.
      • Bild auf Augenhöhe: Ja, das ist nicht leicht. Bei Webcams sollte die Kameralinse auf Augenhöhe positioniert sein, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch auf Augenhöhe angesprochen werden. Bei Laptops hilft ein Dickes Buch, das als Unterlage dient. Natürlich ist das Schreiben und bedienen des Gerätes dann erschwert, jedoch danken es ihnen Zuschauerinnen und Zuschauer
      • Hintergrund: Ich bin kein Freund von Virtuellen Hintergründen, da diese entweder nicht immer gut funktionieren, lächerlich aussehen oder einfach plastisch wirken. Wir befinden uns zwar in der virtuellen Welt, mein Körper ist jedoch sehr real.

      Beim Hintergrund war in letzter Zeit das Bücherregal sehr beliebt. Doch was passiert eigentlich, wenn ich so professionell und belesen wirke? Meine Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden abgelenkt. Sie fangen mit der Zeit an die Bücher zu lesen, also natürlich die Titel, die auf dem Buchrücken zu sehen sind.
      Tiefe erzeugen lautet das Stichwort. Der Abstand zwischen Person und Hintergrund muss dafür etwas größer sein und natürlich ist das nicht überall möglich - dann könnte man vielleicht den Computer drehen oder gleich den ganzen Tisch? Schummeln ist erlaubt, denn auch ich selbst stelle ab und zu mal eine Pflanze im Hintergrund auf ein Regal, die sonst niemals dort stehen würde.

      online-seminar-status
      25%

      Los gehts, naja fast

      Eine gute Planung vorausgesetzt befinden wir uns jetzt kurz vor dem Start des online-Seminars. Zeit und Ort bzw. gewähltes Tool sind klar. Bei der Beginnzeit ist zu bedenken, einen kurzen Technikcheck im Vorfeld zu gewährleisten. Trainer sollten sich maximal auf die Veranstaltung konzentrieren können. Entweder es gibt eine Person für die Moderation, die die technischen Hintergründe im Auge behält oder Trainerinnen und Trainer können das selbst veranstalten. Egal welche Lösung zum Ziel führt: auch der digitale Raum muss einige Minuten vor dem Start aufgesperrt werden. 

      Ich empfehle zehn Minuten, bevor das Seminar starten soll bereits eine "Ankomm-Phase" einzurichten. Dabei ist es wichtig Teilnehmende zu begrüßen, zu sagen, wann es los geht und zu fragen, ob man gut gehört und gesehen wird. Wenn Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Verlauf des online-Seminars sprechen oder das Webcambild zeigen sollen, dann muss das vorher ausprobiert werden. Dabei entgeht man den klassischen Pannen wie "ich höre nichts" oder "kann man mich hören?".

      online-seminar-status
      40%

      Über den Ablauf lässt sich streiten

      Das ist ähnlich wie in der Medizin, je mehr man fragt, desto vielfältiger werden die Antworten. Und beim "Google" hört es dann vollkommen auf. Frei und ungefiltert gibt es hier Abläufe und Empfehlungen für alle möglichen Anwendungen, jedoch oft ohne fundierte Erfahrung, Beschreibung oder Belege. Natürlich auch hier bei mir. ?

      Gute Planung ist das halbe Seminar oder so ähnlich. Zu Beginn sollte nach einer adäquaten Vorstellung auch direkt der Verlauf des Seminars erklärt werden. Vor allem online verliert man ab und zu den Überblick, wenn ein Thema nach dem anderen Folgt. Ein roter Faden, der sich durch die online-Phase erstreckt hilft Teilnehmenden immens. Eine Folie einzublenden, die den Ablauf zeigt ist also ein Vorteil. Darüberhinaus können die verschiedenen Abschnitte auch im Layout verschieden sein - eine farbliche Unterscheidung ist auch möglich. Stelle wir uns mal einfach vor, dass ein online-Seminar um 18:00 Uhr beginnt, etwa zwei Stunden dauert, es gibt idealerweise ein bis zwei Pausen und Übungen bei denen alle mitmachen, sowie drei Themenblöcke. Dann könnte der Ablauf so in etwa skizziert werden:

      1. Ankommen, Begrüßen, Technikcheck (17:50 - 18:00 Uhr)
      2. Start der Veranstaltung (18:00 Uhr)
      3. Begrüßung, Vorstellung, Ablauf
      4. Themenblock 1
      5. Themenblock 2
      6. Pause (je nachdem wann)
      7. Themenblock 3
      8. Abschluss der Veranstaltung, weiterführende Informationen
      9. Verabschiedung

      Wenn nun mit Farben gearbeitet wird, dann ergeben sich hier mehrere Blöcke. 1-3 sowie 8-9 können zusammengefasst werden - mit den drei Themen ergeben sich dann fünf verschiedene Layout-/ Farbmöglichkeiten oder eben Variationen. Auch eine Ladebalken-ähnliche Darstellung auf den Folien weist auf den Fortschritt hin. Das Einblenden von Seitenzahlen ist nur dann hilfreich, wenn auch die Gesamtanzahl der Folien dabeisteht.

      Und noch so ein Tipp am Rande: Wenn etwas spannendes zum Schluss des online-Seminars kommt oder exklusiver Inhalt folgt, dann kann man das am Anfang ruhig sagen. Die Drop-Out-Rate wird bestimmt ein wenig sinken. Vor allem bei kostenlosen oder unverbindlichen Veranstaltungen werden einige Teilnehmende so ein wenig gefesselt.

      online-seminar-status
      50%

      Startschuss für das online-Seminar

      Um hier ein generelles Konzept zu liefern ist die Vielfalt viel zu groß. Was jedoch durchaus sinnvoll ist, dass Teilnehmende nicht nur das Webcam-Bild des Trainers betrachten, sondern auch visuell geleitete Unterstützung in Form von Bildern, Videos oder eben Folien erhalten. Dazu gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten und Variationen - ein Fokus auf das notwendige reicht aber vollkommen. Wie auch offline gilt hier "weniger ist mehr". Während gesprochen wird, kann natürlich niemand ordentlich zuhören, wenn gleichzeitig Text auf Folien zu lesen ist. Ausklammern lässt sich das nur durch eine Sprechpause oder durch gezieltes Aufbauen von Präsentationen.

      Hier ein eigenes Beispiel, das zeigen soll, wie es klappen könnte:


      Das soll den groben Ablauf eines online-Seminars darstellen. Blende ich alle vier Themenschwerpunkte zugleich ein, werden Lernende zu lesen beginnen und ich muss pausieren, obwohl ich eigentlich ein paar Sätze zu jedem Punkt sagen möchte. Deshalb empfiehlt es sich hier sparsamer zu arbeiten. Wie im zweiten Bild können die Punkte auch einzeln, nach der Reihe eingeblendet werden.

      1. Headline sagen
      2. Headline einblenden
      3. kurze Pause (dann sollten alle den "Untertitel" gelesen haben
      4. weitere Worte zur Headline bzw. zu diesem Punkt eben

      Das wiederholt man, bis die Folie "fertig" ist. Wenn der Ablauf schlicht gehalten ist, also nur aus einzelnen Wörtern besteht, dann geht es natürlich auch direkt - alles auf einmal.

      Bei Veranstaltungen, die als Vortrag gehalten werden, oder maximal eine Stunde dauern ist es meiner Meinung nach nicht immer notwendig einen Ablauf zu zeigen. Da handelt es sich oft um ein in sich geschlossenes Thema.

      Präsentationstools wie PowerPoint, Keynote oder Google Präsentationen eignen sich hervorragend um hergezeigt zu werden. Das Tool der Wahl ist bei vielen einfach PowerPoint, auch bei mir ganz oft. Nicht weil ich Microsoft so gerne habe, sondern weil PowerPoint einfach und mächtig ist. Es lassen sich nicht nur Präsentationen, Plakate oder Flyer gestalten, sondern auch Grafiken für die einzelnen Folien. Für ungeübte oder Personen, die nur wenig Zeit haben stellt der Menüpunkt "Designideen" automatisch Vorschläge für das Layout zur Verfügung. Die Piktogramme-Bibliothek bietet eine große Auswahl von kleinen Bildchen, die Präsentationen ein wenig abrunden und abwechseln.

      Vergessen sollte man auf der Stelle Spezialeffekte. Hereinfliegen und Co sind ohnehin veraltet und führen auch offline eher zu einer Ablenkung, wenn diese planlos eingesetzt werden. Aufwändige Effekte stellen auch ein weiteres Problem im online-Setting dar. Bildschirme flackern eigentlich mehrmals pro Sekunde (z.B. 50 Mal bei 50Hz). Dadurch ergibt sich für unser Auge auch die flüssige Bewegung bei einer Animation. Bei Videoübertragungen bieten nicht alle Hersteller eine hohe Anzahl an Bildern pro Sekunde an. Dadurch stockt die Animation eventuell bei den Teilnehmenden. Einen Effekt, der sich sinnvoll einsetzen lässt, möchte ich jedoch dennoch erwähnen. Der Morphen-Effekt in PowerPoint kann auf vielfältige Art und Weise eingesetzt werden. Die Erklärungen und Empfehlungen würden den Blogbeitrag hier sprengen, weshalb ich einfach auf meine Video-Anleitung hinweise: Präsentieren mit PowerPoint

      Bevor ich es vergesse: Hier noch eine Liste mit Seiten, wo Bilder und Illustrationen nicht nur kostenlos, sondern auch frei bezogen werden. Daher kann man Inhalte von dort für seine Zwecke verwenden und auch veröffentlichen (sogar ohne eine Angabe der Quelle)

      online-seminar-status
      80%

      Interaktivität im online-Seminar

      Wie sicher allen klar ist unterscheiden sich Seminare von Vorträgen vor allem durch Interaktionen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das beginnt beim Chat, geht über das Webcam-Bild und das Sprechen bis hin zu nützlichen Tools. Letzteres kann eingesetzt werden um sich vorzustellen, Übungen zu absolvieren, etwas zu produzieren oder kollaborativ zu arbeiten. In vielen Fällen muss darauf geachtet werden, dass sich Teilnehmende nicht anmelden müssen, sondern einfach direkt losstarten können. Ist eine Anmeldung bei einem Tool für Beteiligte zwingend erforderlich, so sollte es im Vorfeld auf jeden Fall mitgeteilt werden. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob das zielführend ist oder eben nicht.

      Die Tools, die hier vorgestellt werden sind nur eine kleine Auswahl, die meinen Bedarf jedoch weitestgehend decken und überwiegend kostenlos sind. Je kreativer man die einzelnen Dienste einsetzt, desto mehr Möglichkeiten werden geboten. Manchmal stellen sich gewisse Anwendungen direkt als Multi-Tools heraus und können mehrere Dinge, die man benötigt. Diese Tools sind unabhängig vom Meeting-System. Also egal ob Jitsi, Cisco Webex, GoToMeeting, MS Teams, Rakuten Viber, Skype, TeamViewer Blizz, Zoom oder Google Meet - die Tools spielen sich außerhalb der Videokonferenzlösungen ab. Ich gliedere hier ganz grob, nach dem Anwendungszweck:

      Zusammenarbeit

      Grundsätzlich eignen sich auch Microsoft oder Google Dokumente, die via Linkfreigabe geteilt werden. Dadurch ist es einfach möglich, gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten, ohne dass sich Teilnehmende anmelden müssen.

      Präsentation

      Grundsätzlich eignet sich fast jedes Medium. Eigentlich reicht auch ein PDF-Dokument. Je weniger in der Präsentation herumfliegt, desto weniger Probleme ergeben sich beim Seminar.

      Abfragen/Umfragen

      Abfragen verschiedener Art können mit vielen Tools generieren will. Möchte man mal etwas anderes machen, dann gelingt das mit den Chat-Bot-Generator sehr elegant.

      Zur Verfügung stellen

      Wir leben im 21. Jahrhundert und statt ausgedruckten Hand-Outs gibt es nach online-Seminaren Dokumente via Mail oder über eine eigene Plattform. Ein beliebter Fehler ist es, einfach die Folien zu Verschicken. Der zweite Fehler entsteht, wenn die Folien so gestaltet sind, dass man diese gut als Dokument verschicken kann. Beides sind absolute No-Gos.

      • Präsentation gut für das Seminar → schlecht als Hand-Out herzunehmen
      • Präsentation mit Text und gut als Hand-Out → schlecht für das Seminar

      Wie umgeht man also das Dilemma? Man verwendet zwei Varianten! Das eine sind die Folien für das online-Seminar, die, wenn es gewünscht ist auch verschickt werden können. Als Nachtrag oder weiterführende Information folgt dann ein angepasstes Hand-Out. Das ist nicht immer viel Arbeit, denn es kann bereits bei der Seminarplanung entstehen. Dies kann auch als eigene Stütze während des Seminars dienen. Ganz nebenbei bemerkt ist dieser Beitrag ebenso ein Nachtrag eines vierstündigen Seminars (aufgeteilt auf zwei Tage mit je zwei Stunden). Die Präsentationsfolien wären ohne die passende Stimme und die zusätzlichen Erklärungen vollkommen hilflos.
      online-seminar-status
      98%

      Zum Schluss noch

      Wenn sich die Veranstaltung dem Ende neigt, sind wahrscheinlich sowohl Veranstalter, als auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer erschöpft und wollen sich im Anschluss nicht immer direkt vertiefen, sondern entspannen oder einfach weg vom Bildschirm. Dadurch ergibt sich eine Lücke des Nachdenkens, eine Zeit der Selbstreflexion. Deshalb sollte jedenfalls noch weiterführende Literatur, spannender Inhalt, Hand-Outs, die Präsentation oder ebenso anderes Material, das empfohlen werden kann, hier eingebettet sein.

      Entweder direkt als Download im Anschluss (geteilter Ordner, Wetransfer, Dropbox, Google Drive, ...) oder als E-Mail mit Dankesschreiben für die Teilnahme. Jetzt ist natürlich der Zeitpunkt da um das "angeteaserte" Material zu verteilen.

      Eine gebührende Verabschiedung und Danksagung für die Teilnahme versteht sich von selbst. Was jedoch oft bleibt ist die Feedbacklosigkeit. Ein Link im Chat des Videokonferenztools und schon können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Feedback geben. Dabei kann ich ein paar fixe Antworten empfehlen, aber auch ein Textfeld mit freier Äußerung.

      » Das möchte ich außerdem noch mitteilen «

      Aber jetzt sind wir tatsächlich am Schluss des wohl bislang längsten Beitrags hier auf smartraven.net. Vielen Dank fürs Lesen und hab viel Spaß mit deinem online-Seminar.

      online-seminar-status
      100%

      Toolbox

      Wie vielen versprochen gibt es hier eine Liste mit den verschiedensten Tools, die mir auf die Schnelle so eingefallen sind. Schau doch in 2 Wochen nochmal vorbei, ich erweitere die Sammlung sicher noch.

      Das ist dir sicher noch nicht genug. Deshalb kannst du noch zwei weitere Orte mit nützlichen Inhalten aufrufen. "Tipps" und den YouTube Kanal lernit


      SMARTRAVEN - TIPPS


      LERNIT - YOUTUBE

      Neustrukturierung eines Webauftritt nach der Informationsanalyse und passende Methoden

      Neustrukturierung eines Webauftritt nach der Informationsanalyse und passende Methoden

      Ein näherer Blick auf eine Website kann viel aufklären. Warum ist etwas so, wie es ist und wie kann Vorhandenes verbessert werden. Wir wollen natürlich immer das beste Ergebnis, die Realität zeigt jedoch ein ganz anderes Bild. Für mich als Webmaster einer Seite lohnt sich ein Rollentausch in jedem Fall - ein geschärfter Blick für die Zukunft ist die positive Folge.

      In diesem Video wird kurz umrissen, worum es im konkreten Fall ging. Die Wissensorganisation ist ein Teil des Wissensmanagements, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Darüber hinaus empfiehlt es sich bei der Analyse von Webauftritten immer im Team zu arbeiten. Nicht alle müssen entwickeln, designen oder Inhalte zur Verfügung stellen, jedoch sehen mehrere Personen immer noch mehr als eine einzelne. 

      Für die Inhaltsanalyse wurde umfangreiche Recherchen angestellt, obwohl die Daten und Fakten ohnehin klar waren. Sie helfen aber auch zu verstehen, was alles Möglich ist und in welchen Bereichen Nachholbedarf besteht. Zur Steigerung der User-Experience ist ein Test unumgänglich. Es gibt zahlreiche Testmethoden und oft reichen fünf Personen bereits aus um sehr gute Ergebnisse zu erzielen. 

      https://youtu.be/o63MMy7W47c

      Vor allem im Team wird schnell klar, dass ohne unterschiedliche Blickweisen bei einer Analyse helfen. Bei der Verbesserung sind diese dann unabkömmlich. Auch bei Schulen gilt: Stakeholder und Personas im Auge behalten, demographische Daten einfließen lassen und auch auf sprachlicher Ebene angepasst arbeiten.

      Als Webmaster ist man selbst nach langem Nachdenken nur schwer im Stande, kundenorientiert zu denken. Die Umsetzung einer "Studie", einer kleinen Befragung ist leicht möglich und hier auch sinnvoll. Dringend notwendig sind Personen, die unbefangen sind aber trotzdem der Zielgruppe entsprechen.

      Schlussendlich funktionierte auch diese Gruppenarbeit dezentral und asynchron. Trotzdem gab es einen förderlichen, wertschätzenden Umgang, der zum Ziel führte.

      Dieser Beitrag spiegelt das Ergebnis eines Arbeitsauftrags an der FH-Burgenland wieder, der durch das Zweierteam CB und KH durchgeführt wurde (Master, AWM)

      Cookie Consent mit Real Cookie Banner