Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

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Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

Manchmal kann Software zweckentfremdet werden – das ist auch bei PowerPoint so. Bildbearbeitung, Flyer-Design oder Filmschnitt-Programm – die Grenze liegt bei der eigenen Kreativität. In diesem Beitrag geht es aber um die Entwicklung von Spielen. Von der Idee über Tipps und Tricks bis hin zur Umsetzung!

PowerPoint – wirklich?

Die kurze Antwort lautet: ja. Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten, PowerPoint ist meiner Meinung nach deshalb sinnvoll, weil es leicht zu bedienen ist. Außerdem wird hier auch der Gedanke gefördert, logische Verknüpfungen und Wege anzulegen. Darüberhinaus eignet sich PowerPoint aktuell, weil multimediale Inhalte unterstützt werden und die vorgefertigten Designs schnell und einfach angepasst werden können.

Ein Spiel auf der Basis einer Präsentation zu gestalten ist eigentlich keine Herausforderung – auf die Feinheiten kommt es dann aber an. Wer sich hier austobt, kann hinterher auf ein fertigs Spiel zurückgreifen, das ohne viel Zutun einsatzfähig ist.

Schritt für Schritt

Die leere Präsentation

Zum Beginn wird mit einer leeren Präsentation gestartet, für jedes neue „Spielbild“ wird eine Folie benötigt. Im einfachsten Fall benötigt ein Maze-Game vier Folien:

  1. Startfolie
  2. Spiel (Level)
  3. Game-Over-Folie
  4. Win-Folie

Darüber hinaus kann einfach ein neues Level hinzukommen – es wird als Duplikat des vorherigen Levels angelegt.

Die sogenannten interaktiven Schaltflächen (Einfügen ➝ Formen ➝ einteraktive Schlatflächen ➝ Benutzerdefiniert/Leer) helfen bei der Umsetzung. Damit können Buttons oder Regionen geschaffen werden, die via Klick oder Mouse-Over eine Interaktion, wie etwa einen Folienwechsel, hervorrufen. Auf der ersten Folie kann so ein „Start-Button“ angelegt werden, der zum ersten Level führt. Die Wände des Levels dürfen vom Mauszeiger nicht berührt werden (interaktive Schaltfläche) – wenn doch, dann gibt es einen Link zur Game-Over-Folie. Beim positiven Absolvieren des Levels gelangen die Benutzer_innen entweder auf die Win-Folie oder direkt zum nächsten Level.

Tipps und Tricks

Die Präsentation muss angepasst werden, sonst können Spieler_innen mit den Maustasen einfach Levels überspringen – und das soll ja eben nicht der Fall sein.

Nächste Folie

Die nächste Folie darf ausschließlich über das Labyrinth angezeigt werden. Unter „Übergänge“ gibt es ein Kontrollkästchen bei „Bei Mausklick“, das deaktiviert werden muss.

Navigation mit der Tastatur

Um die Tastatur bis auf zwei Ausnahmen (ESC, F1) zu deaktivieren, navigiert man zum Reiter „Bildschirmpräsentation“ und klickt auf „Bildschirmpräsentation einrichten“. Dort wird die Ansicht auf „Ansicht an einem Kiosk (volle Bildschirmgröße)“ verändert. In diesem Modus funktionieren die Tasten der Tastatur nicht mehr.

Navigationsleiste

Wird eine Präsentation ausgeführt, gibt es am unteren Bildschirmrand eine Navigations- und Steuerungsleiste. Diese kann über das Menü deaktiviert werden.

Über Datei ➝ Optionen ➝ Erweitert scrollt man nach unten zum Bereich der Bildschirmpräsentation und deaktiviert das Kontrollkästchen „Popupsymbolleiste anzeigen“.

Videos und andere Medien

In das Spiel lassen sich nicht nur Formen, Bilder und Texte integrieren, sondern auch Videos oder Audio-Inhalte. Sind bspw. Videos in der Präsentation eingebettet, sollte keine „Navigationsmöglichkeit“ hinzukommen. Standardgemäß gibt es für Videos und Audio-Inhalte jedoch im Präsentationsmodus eine solche Leiste. Über den Reiter „Bildschirmpräsentation“ kann die Checkbox bei „Mediensteuerelemente anzeigen“ deaktiviert werden.

Hat man die oben angeführten Tipps und Tricks hinter sich, ist das Spiel für Nutzer_innen nicht mehr ganz so einfach manipulierbar. 

Bewegung bei den Elementen

Innerhalb eines Levels könnten sich die Wände bewegen oder gar ein Objekt, das nicht berührt werden darf den Weg versperren. Die Animationen, die PowerPoint mitliefert lassen dies zu – ist eine Animation ausgewählt muss nur noch eine unendliche Anzahl von Wiederholungen eingesetzt werden und schon ist das Hindernis fertig.

Weitere Spiele sind möglich

Neben dem Maze-Game lässt sich natürlich auch ein Quiz abbilden. Dabei werden die interaktiven Schaltflächen einfach für verschiedenen Antworten verwendet. Ähnlich wie bei „Wer wird Millionär“ können vier Antwortmöglichkeiten bei einer Frage eingeblendet werden. Dabei verweisen die drei falschen Antworten auf die Game-Over-Folie, die richtige Antwort ist mit der nächsten Frage verlinkt. Für jede neue Frage gibt es dahingehend eine neue Folie und so kann bunt gemixt oder zu einem Themengebiet ein Quiz gestaltet werden. Durch Design-Anpassungen könnten noch zusätzliche Features wie etwa Punkte eingeblendet werden.

Materialien

Hier kann ein fertiges Maze-Game heruntergeladen werden. Die Inhalte stammen entweder aus der in PowerPoint integrierten Bing-Bildersuche oder von PixaBay. Das Maze-Game hat fast 70MB, weshalb der Download doch ein paar Sekunden dauern kann.

Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

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Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

Lehrende der Sekundarstufe 1, also auch jene der Mittelschule oder der AHS-Unterstufe sind von der EDL (ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung) betroffen. Meiner Erfahrung nach hilft eine Vorlage bei der Administration und vor allem auch bei der Transparenz. Es gibt bspw. von der Bildungsdirektion Niederösterreich oder jener in Wien auch Vorlagen, die mehr oder weniger hilfreich sind. Was Vorlagen oft vereint ist entweder die Komplexität für Schülerinnen und Schüler oder der immense Aufwand für Lehrende/Klassenvorstände. Mit diesem Beitrag soll auch eine Vorlage für alle angeboten werden – wer will, darf sich bedienen.

Muss die edL gemacht werden?

Die kurze Antwort lautet ja. Bei der Begründung für die längere Antwort halte ich mich an Informationen des Bildungsministeriums und auch an geltende Gesetze. So steht etwa im §22 (1a) des Schulunterrichtsgesetzes (SchuG):

Der Schülerin oder dem Schüler der Mittelschule ist für jede erfolgreich absolvierte Schulstufe mit Ausnahme der 8. Schulstufe zusätzlich zum Jahreszeugnis eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung auszustellen, die in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie Lernfortschritte der Schülerin oder des Schülers ausweist.

Ebenso findet sich im Dokument „Die Mittelschule – Änderungen ab dem Schuljahr 2020/21 im Überblick“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf Seite 11 dieser Vermerk:

Als schriftliche Erläuterungen sind in der Mittelschule sowohl die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (EDL) als auch die schriftliche Erläuterung der Ziffernnoten gemäß § 18 Abs. 2 SchUG zu verstehen.

Zuletzt ist auf der Website des Bildungsministeriums folgendes zu lesen:

Die Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung hält in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie die Lernfortschritte der Schülerin bzw. des Schülers fest. Sie wird in der 5. bis 7. Schulstufe zusammen mit dem Jahreszeugnis, in der 8. Schulstufe gemeinsam mit der Schulnachricht ausgehändigt.

Da in den diversen Texten nur von einer Ausstellung der edL an Schülerinnen und Schüler die Rede ist, nicht aber genau geregelt wird in welcher Form dies erfolgen soll, kann dies auch teilautomatisiert gemacht werden [meine Interpretation].

Was soll in dem Dokument stehen?

Ein solches Dokument sollte natürlich die „harten Daten“ der Schule beherbergen. Neben dem Namen, einem Datum kann auch die Klasse und das Schuljahr angeführt werden. Darüber hinaus ist das Dokument durch den Namen des/der Schülers/Schülerin individualisiert.

Welche Kompetenzen im Dokument aufscheinen ist natürliche Sache der Lehrenden, der Lernenden, der Schule und vielleicht auch übergeordneten Institutionen. Im „Fall“ Wien gibt es eine ausgearbeitete Vorlage, die kostenlos online abgerufen werden kann. Dabei stützt sich das System auf ein PDF-Formular, an dem meine Schülerinnen und Schüler gescheitert sind. Das soll keinesfalls bedeuten, dass die Vorgehensweise schlecht durchdacht ist sondern einzig und allein die Komplexität unterstreichen.

Am Beispiel aus Wien wurde in fünf verschiedene Bereiche untergliedert:

  • Computerkompetenz
  • Lernkompetenz
  • Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
  • Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
  • Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit

Dabei sind eben genau fünf verschiedene Dokumente Dokumente entstanden, wobei für die Ausgabe der edL im Laufe der vier Schuljahre (1. – 4. Klasse) jedes Jahr ein Dokument bearbeitet werden kann, in der letzten Klasse dann aber zwei. Damit erfüllt man alle Bereiche. Es bleibt natürlich freigestellt, wann welcher Bereich durchgeführt wird und vor allem auch welche Kompetenzen in den Dokumenten vermerkt sind.

Vorlagen machen mir das Leben einfacher

Als Betroffener wurde ich gebeten für eine Schule ein Konzept zu erwarbeiten, dass es meinen Kolleginnen und Kollegen am dortigen Schulstandort erleichtert die edL „durchzuführen“.

Probleme die bestanden:

  • PDF-Formular für manche Schülerinnen und Schüler zu komplex
  • Verschiedene Versionen führten zu Datenverlust
  • Alternative: PDF-Dokumente ausdrucken (min. 2 Seiten pro Kind)
  • Viel Tipp-Arbeit und Administration für Lehrende/Klassenvorstände

Aktueller Stand der Dinge:

  • teilautomatisierte Vorlage, die über das hausinterne Lernmanagement-System ausgegeben wird
  • Einmaliger Ausdruck pro Schüler bzw. pro Schülern für die Unterschrift und ggf. den Stempel

Realisiert wurde alles mit Hilfe von Google-Tabellen, das virtuelle Austeilen gelang via Google Classroom (Kopie für jeden). Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Tabellenblatt befüllen, wobei die betreffenden Kompetenzen sichtbar sind und eine Punktezahl von eins (trifft nicht zu) bis vier (trifft voll zu) vergeben werden kann. Aus diesen und den Angaben der Lehrperson heraus wird ein zweites Tabellenblatt generiert, das ausgedruckt werden kann. Es beherbergt die Kompetenz, sowie auch zu wie viel Prozent diese eingeschätzt wurde.

Beispiel: Schülerinnen und Schüler müssen sich bei drei Einzelkompetenzen zum Thema „Dokumente bearbeiten“ einschätzen. Aus den drei Einzelkompetenzen leitet sich ein Prozentwert ab, also zu wie viel Prozent erfüllt der Schüler oder die Schülerin die Kompetenz „Dokumente bearbeiten“. Als zweiten Schritt folgt noch die Einschätzung der Lehrperson, die hellgrau daneben abgedruckt ist.

Vorgehensweise und good practice

Direkt von „best practice“ zu schreiben maße ich mir nicht an, eine gute Herangehensweise könnte aber das hier sein:

  • Konferenz mit Lehrenden, wobei sich diese über die einzelenen Kompetenzen austauschen. Das sorgt schulintern für Einheitlichkeit und gleichzeitig führt eine Aufteilung der Aufgaben zu keiner Mehrbelastung Weniger.
  •  Jetzt steht fest, welche Lehrenden für welche Bereiche der edL zuständig sind. Diese haben auch die passenden Kompetenzen ausgewählt und die unpassenden herausgelöscht.

Ein kleiner Einwurf: Eine Informatiklehrerin, der in der 1. Klasse unterrichtet könnte die Einschätzung zur Computerkompetenz durchführen, ein Musiklehrer eventuell jene zum Kulturbewusstsein und der kulturellen Ausdrucksfähigkeit.

  • Über das Lernmanagementsystem der Schule wird nun digital das jeweilige Dokument ausgeteilt (z.B. Computerkompetenz inder 1. Klasse und Lernkompetenz in der 2. Klasse). Dieser Schritt erfolgt entweder über den Klassenvorstand oder direkt über die betreffenden Lehrenden.
  • Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Dokument erhalten haben, tragen diese die Zahlen eins bis vier in die Vorlage ein und geben das Dokument ab.
  • Im Anschluss schätzen nun die betreffenden Lehrpersonen ein – die edL ist fertig.

Nun kann das „Ergebnisblatt“ ausgedruckt und unterfertigt werden – das Dokument wird den Schülerinnen und Schülern mitgegeben (1. – 3. Klasse: Jahreszeugnis; 4. Klasse: Schulnachricht).

 

Hilfe! Ich bin Lehrerin oder Lehrer. Wie funktioniert diese Vorlage?

Unten in diesem Beitrag gibt es die jeweiligen Formate (Excel oder Google Tabelle). Die Vorlage kann angepasst werden, Kompetenzen können verändert oder gelöscht werden. Die fünf Dokumente sind gleich aufgebaut, manuell muss Klasse, Schulname, Logo usw. angepasst werden. Danach wird das Dokument gespeichert, digital ausgeteilt (Google Classroom/MS-Teams; Kopie für jeden) und von Schülerinnen und Schülern befüllt.

Natürlich muss man zur Vorbereitung ein wenig Zeit investieren – damit gibt es dann aber eine einheitliche Regelung für eine gesamte Schule. Wenn ein Klassenvorstand das nur für die eigene Klasse verwendet bieten die Vorlagen trotzdem eine Zeitersparnis.

HINWEIS: Das zweite Tabellenblatt sollte geschützt werden, damit Schülerinnen und Schüler nicht versehentlich Formeln löschen. Ausgedruckt wird nur das zweite Blatt (bei Google Tabelle auf „Hochformat“ beim Drucken achten).

Materialien

Die Vorlagen stützden sich auf die Kompetenzen der Bildungsdirektion Wien und auch das Dokument sieht ähnlich aus. Ich stelle meine Werke hier kostenfrei zur Verfügung, du kannst diese verwenden und auch anpassen.

GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

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GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

Digitale Schrift in allen Lebenslagen kann nicht nur privat, sondern auch im Unterricht vorteilhaft eingesetzt werden. Die App GoodNotes bietet viele Möglichkeiten um zu schreiben und zu skizzieren und noch viele weitere, die im Klassenzimmer Anwendung finden. Auch für Mathematik eignet sich das Tool meiner Wahl – mehr dazu und einige give-aways gibt es hier.

Bevor wir starten

Im aktuellen Schuljahr bin ich in mehreren Klassen Mathematiklehrer und auch Biologiestunden zählen zu meiner Lehrfächerverteilung. Natürlich gibt es da noch mehr, GoodNotes lässt sich hierbei aber am Besten einsetzen. Meine Mitschrift erfolgt live am Tablet in der Stunde, die Lernenden sehen auf dem projizierten Bild, was ich mache – eine Art digitale Tafel. Sie sehen aber keine Einstellungen, Benachrichtigungen, sondern nur das reine, digitale Tafelbild. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • kein Löschen der Tafel mehr
  • besserer Kontrast (z.B. schwarz auf weiß) und gute Lesbarkeit
  • vielfältige Möglichkeiten durch den Einsatz von Farben, Formen, Skizzen, Markierungen, u.v.m.
  • Lernende können das Layout besser in das Heft übertragen (A4 bei mir, A4 bei den Schülerinnen und Schülern)
  • einfaches Vergrößern und Verkleinern und auch zoomen
  • leichtes Zurückscrollen (z.B. zur letzten Stunde)
  • schnelles einfügen von Inhalten wie etwa Bildern
  • Blickkontakt mit den Schülerinnen und Schülern
  • schnelle Hinweise durch den digitalen Laserpointer

In vielen Bereichen eignet sich der Gedanke, zuerst an das Ziel zu denken. In meinem Fall half mir das, GoodNotes zu entdecken und effizient zu nutzen. Ich benötige einerseits einen Ersatz für die Kreidetafel, der es möglich macht während Unterrichtsstunden in die vergangenen Aufzeichnungen zu blicken und andererseits eine Möglichkeit auch meine mathematischen Kritzeleien unterzubringen. Konstruktionen von Formen und Körpern führe ich jedoch nach wie vor offline bzw. analog mit Stift, Geodreieck, Zirkel und Papier durch. Zum Schluss möchte ich aber noch die Möglichkeit haben, dass Schülerinnen und Schüler nur das sehen, was sie sehen sollen und via Exportfunktion auch meine Mitschrift sehen können.

Diese Funktionen bietet mir GoodNotes und kann sogar noch über Umwege ein klein wenig mehr.

Was braucht man?

Neben Apples iPad ist ein Stift voraussetzung, um GoodNotes effizient zu nutzen. Da der originale Apple Pencil manchen doch zu teuer erscheint, gebe ich hier ein paar Gedanken mit: Der originale Stift ist zu 100% auf das iPad zugeschnitten. In der ersten Version wird dieser über den Lightning-Port direkt am iPad geladen, in der zweiten Generation klappt dies induktiv. Je nach iPad ist entweder jener der ersten Generation oder eben der andere kompatibel. Neben reinem Schreiben eignet sich dieser aber auch hervorragend zum Zeichnen – dabei unterstützt der Apple Pencil auch im abgeschrägten Zustand die Eingabe und verhält sich dabei ähnlich wie ein Bleistift oder Buntstift.

Sollte das iPad in Kombination mit dem Stift überwiegend zum Schreiben genutzt werden, dann gibt es von Adonit oder Logitech passende und günstigere Alternativen:

Diese Stifte bieten vielleicht nicht den gleichen Komfort beim Laden und Verwalten, sind für Schrift aber eine absolute Empfehlung. Soll es doch der Apple Pencil werden, könnte es auch sein, dass man diesen gebraucht gut und günstig findet – es gibt doch einige Leute, die den falschen Stift gekauft haben und diesen dann über diverse Plattformen wieder loswerden möchten.

Weit über die Grundfunktionen hinaus

GoodNotes bietet in der fünften Version nicht nur die Möglichkeit Notizbücher zu befüllen, sondern auch einen eigenen Modus der bei einer Beamer- oder Monitor-Verbindung aktiv wird. In meinem Umfeld ist das iPad über einen HDMI-Adapter mit dem Beamer verbunden, sodass die Schülerinnen und Schüler das sehen, was ich schreibe. Der Präsentationsmodus, dessen automatische Aktivierung eingestellt werden kann, lässt Menüpunkte und Auswahlwerkzeuge beim Beamer-Bild verschwinden. So sehe ich die übliche GoodNotes-Ansicht, andere sehen jedoch nur das Hintergrundbild und meine Schrift. So werden ganze Seiten im Hochformat angezeigt, während beispielsweise Ausschnitte im Querformat dargestellt sind. Die Ablenkung ist dann nicht gegeben. In meinem Fall sehen die Schülerinnen und Schüler nicht, wenn ich zwischen Radiergummi und Stift wechsle. Seit dem Update auf iPadOS 13 steht in GoodNotes 5 auch die Funktion zur Verfügung, zwei Dokumente nebeneinander geöffnet zu haben. Über einen Button wird ausgewählt, welches Dokument über den Beamer angezeigt wird. Ich habe damit das digitale Schulbuch oder PDF-Dokumente mit Vorbereitungen und mein digitales Schulübungsheft nebeneinander, projiziert wird aber immer nur eines von beiden.

Neben diversen Stiften und Tools um Formen zu zeichnen, gibt es auch Markier-Werkzeuge, eine automatische Handschrifterkennung und die Möglichkeit Bilder einzufügen. Dabei kann auch über Bilder geschrieben werden und schönere Skizzen gelingen schnell und einfach – es ist wie digitales Abpausen. Dabei können Linien auch im Nachhinein farblich angepasst oder direkt gelöscht werden das gilt auch für Linien und Formen, die dann noch eine Größenanpassung zulassen.

Ein Notizbuch richtig erstellen

Natürlich wollte ich nach dem Download sofort loslegen und merkte erst einige Zeit später, dass die Ein oder Andere Möglichkeit vorher bedacht werden sollte. Notizbücher bestehen aus einem Deckblatt, dass einfach die erste Seite des Notizbuches darstellt. Dahingehend kann neben den Vorlagen auch ein eigenes Bild dafür verwendet werden. Bei der Erstellung eines neuen Notizbuches fragt GoodNotes nach dem gewünschten Hintergrund. Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten in verschiedenen Formaten – auch linierte und karierte Templates gibt es dort.

Seit der fünften Version ist es nun möglich eine Ordnerstruktur aufzubauen – Drag & Drop wird auch unterstützt. Neben Ordnern und Dokumenten können auch Bilder aufgenommen oder Dokumente gescannt werden. Dazu dient dann die eingebaute Kamera. Ebenso kann von anderen Quellen, wie USB-Sticks oder Cloud-Speichern importiert werden. Bei der Erstellung eines neuen Dokuments wird aus einer Vielzahl an Titelblättern und Seitenlayouts ausgewählt. Neben den Vorlagen DINA7 bis DINA3 kann auch zwischen Letter oder Tabloid-Formaten ausgewählt werden. Weiterer Parameter ist die Hintergrundfarbe. Einige Auswahlmöglichkeiten der Papiersorte sind liniert, kariert, dotted, leer, cornell, Notenzeilen oder Tabulator.

Diese haben aber einen entscheidenden Nachteil: Die Abstände der Kästchen bzw. Linien stimmen nicht mit üblichen Heftformaten überein. Ich habe mir also eine PDF-Vorlage erstellt und diese in GoodNotes eingefügt. Damit ist die Mitschrift meines Mathematikunterrichts noch realistischer, da auch die Schülerinnen und Schüler auf dem gleichen kariertem Papier arbeiten. Nebenbei wäre das Ergebnis auch beim Ausdrucken deutlich übersichtlicher.

Zwei Kästchen entsprechen bei meiner Vorlage dem üblichen Zentimeter und auch beim linierten Papier habe ich die Größe entsprechen angepasst. Damit auch du davon profitieren kannst, gibt es den Download der PDF-Vorlagen ganz unten. Am Besten kann man diesen Beitrag direkt am iPad öffnen, dann muss die Vorlage nicht noch extra transferiert werden (dazu gibt es die jeweiligen QR-Codes zum Scannen). Hinweise zur Verwendung der Vorlagen befinden sich am Ende diesen Beitrags.

Vorlage: kariert

Vorlage: liniert

Sonst noch was?

Für private Zwecke würde eigentlich auch Apples Notizen-App dienen, GoodNotes bietet im Schulkontext aber die Möglichkeit, aufwändige Tafelbilder für die Ewigkeit zu speichern und bereits im Vorfeld zu produzieren. Außerdem gelingt das Richtigstellen bzw. Korrigieren von Fehlern deutlich einfacher. Mein absolutes Lieblingsfeature ist aber der Sichtkontakt zu den Lernenden. Natürlich gibt es vielerlei Sozialformen und nicht nur Frontalunterricht, jedoch habe ich bspw. bei letzterem die Schülerinnen und Schüler nun direkt im Blick. Das ist meiner Meinung nach sehr vorteilhaft, da ich während meiner Arbeit sehr gerne auch spreche und dabei die Gruppe auch gerne ansehe. Der Nachteil ist jedoch, dass ich mehr sitze, als wenn ich an der Tafel arbeite – das muss ich dann anders ausgleichen.

GoodNotes unterstützt in der aktuellsten Version auch das gemeinsame Arbeiten an einem Notizbuch – die iCloud-Freigabe macht es möglich. Bei Backups kann aber auch auf andere Dienste, wie etwa Google Drive zurückgegriffen werden.

Tafelbilder, Vorbereitungen, Protokolle und andere Mitschriften bringen auch die Anwendung in Elterngesprächen mit sich. Dabei kann für eine Klasse ein Administrations-Notizbuch angelegt werden. Dabei greife ich persönlich doch lieber zu anderen Diensten und Listen führe ich auch vollkommen digital ohne Handschrift.

 

Download

Die App ist ausschließlich in Apples „App Store“ für etwa 9 € erhältlich. Ich finde den in letzter Zeit gestiegenen Preis, in Anbetracht der Funktionalität, immer noch mehr als angemessen. Das entspricht etwa den Ausgaben von drei bis vier Collageblöcken.

Neben den Papiervorlagen dient mir auch ein passendes Bild eines Geo-Dreiecks im Mathematikunterricht. Die Handhabung ist zwar nicht perfekt, jedoch für meine Zwecke vollkommen ausreichend: dabei das Dreieck als Bild einfügen und durch die Größenanpassung auf der Seite platzieren. (Link zum Dreieck)

Für die Papiervorlagen habe ich noch einen Hinweis: Nach dem Herunterladen sollte das PDF-Dokument direkt in GoodNotes importiert werden. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Dokument, in welches die Vorlage gelangen soll, bereits vorher geöffnet ist. GoodNotes fragt mein Importieren nach, ob das PDF-Dokument in das aktuelle Notizbuch importiert werden soll. Ist die Volage importiert wird jede nächste Seite direkt mit der Vorlage hinterlegt. Ich importiere daher entweder direkt nach der Erstellung eines Notizbuches die Vorlage oder nehme die Vorlage direkt als neues Notizbuch und passe die erste Seite an (diese stellt dann auch das Thumbnail in der Übersicht dar).

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

Videokonferenzen halten seit 2020 Einzug in der Bildungswelt und natürlich auch weit darüber hinaus. Schon fast genervt wirken manche TeilnehmerInnen vom immer selben Anblick: Kacheln mit Webcambildern, ein paar Interaktive Tools und der Chat als Austauschformat. Ja, Break-Out-Rooms sind für viele auch nichts Neues mehr. Dabei gibt doch noch ganz andere Wege, wie man sich austauschen kann.

What?

Ja! Neben klassischen Videokonferenz-Tools, die ich selbst auch nutze, gibt es einige Vertreter die ganz anders an die Sache herangehen. Was brauchbar wäre, sind Lösungen, die ein freies Bewegen im Raum zulassen, gleichzeitig muss es aber auch „Vortrags-Settings“ geben, die es ermöglichen, dass ein Sprecher oder eine Sprecherin alle erreicht. Klug wäre es auch, wenn man mit jenen in Kontakt treten kann, die man aktuell sehen und hören will/sollte. Nicht nur Gruppenarbeiten sondern auch Freizeitmöglichkeiten erstrecken sich dadurch. Zum Glück für mich gibt es das bereits.

Dieses nette Tool erzeugt eine virtuelle Welt, die dem Design nach Game-Boy-Spielen aus den 1990er Jahren ähnelt. Nach dem Betreten des Raumes nimmt man in Gestalt einer verpixelten Figur am Geschehen teil. Mit den Pfeiltasten auf der Tastatur navigiert man durch den Raum und kann sich so anderen Personen (Pixel-Character) nähern. In einem gewissen Radius um sich herum, kann man dann andere nicht nur auf der Karte des Raumes sehen, sondern auch das Webcambild. Zusätzlich hört man sich dann noch über das Mikrofon. Im Verhältnis zu einem klassischen Videokonferenz-Tool bietet gather.town also die Möglichkeit der Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung. Damit können sich jene Gruppieren, die etwas zu Besprechen haben. Die Möglichkeit der Bildschirmfreigabe und der Chat sind ebenso Funktionen des Tools. Letzteres kann sogar in zwei Bereiche untergliedert werden. Einerseits kann man mit seiner direkten Umgebung chatten, so erhalten nicht alle im Raum eine Nachricht, das kann aber mit „everyone“ ebenso erzielt werden.

Grundsätzlich gibt es aber auch spezielle Bereiche, wie die „private-spaces“. Das sind spezielle Punkte oder Orte, wo sich dann alle sehen und hören, die anwesend sind. Das könnte bspw. rund um einen Tisch sein. Damit werden dann die Webcams sichtbar und man kann sich auch akustisch austauschen. Der Spotlight-Place bietet dafür die Möglichkeit mit einem ganzen Raum zu kommunizieren, ohne das die örtliche Nähe eine Rolle spielt. Wie im Titelbild ganz oben kann dann auch ein „Vorlesungs-Szenario“ in gather.town abgehalten werden.

Ein Punkt der noch dazugehört ist der Preis. Ich nutze gather.town in der vollkommen kostenlosen Variante und kann damit 25 Personen gleichzeitig in einem Raum unterbringen. Das ist für eine Schulklasse oder auch eine Gruppe von Studierenden oder für die Freizeit eigentlich ganz in Ordnung. Dann wird es jedoch kostspieliger. Die Preise richten sich nach einem pay-per-use Modell – dabei ist mit $1/user für zwei Stunden Nutzung auch eine günstige online-Party möglich. Dabei gebe ich folgende Gedanken mit:

  • Für Personen ist die Teilnahme sehr einfach
  • Die Kosten sind meiner Meinung nach in Ordnung, wenn man Kosten für einen realen Seminarraum bedenkt, der angemietet wird

    So ist die virtuelle Welt aufgebaut

    Grundsätzlich beschreibe ich gather.town mit einem 3-Ebenen-Prinzip. Die Grundlage, also die hinterste Ebene bildet ein Bild. Dieses kann aus einer Vorlagengalerie gewählt oder auch selbst gestaltet werden. Auf diesem Bild wird auch die grundlegende Richtung sichtbar. Damit kann das Bild die Grundlage für einen Seminarraum oder auch eine Dachterrasse bieten.

    Auf diese Ebene folgt dann der Teil, der von gather.town direkt eingespielt wird. Dazu zählen spezielle Bereiche, wie „private-Spaces“, die nicht direkt sichtbar sind, aber auch Möbelstücke, Pflanzen, Dekoration und interaktive Inhalte. Damit ist es möglich virtuelle Pinnwände, Bildschirme oder Infotafeln zu platzieren. Diese interaktiven Elemente können allerlei Dinge, wie Websites, Videos oder Bilder beherbergen. Bei „embedded Pages“ können natürlich auch Padlets oder Spiele eingebunden werden. So hat man einen Bereich, der eben solche interaktive Elemente bereitstellt und diese werden wiederum nur ab einem gewissen Radius, also räumlicher Nähe aktivierbar.

    Die dritte und oberste Ebene bildet wiederum ein Bild. Dieses ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Damit gelingt es bei der Rooftop-Bar das gewisse Etwas mit Hilfe von Lichtern, die teilweise transparent über dem Geschehen liegen zu erzeugen.

    Das ist mir zuviel

    Natürlich wird man auf den ersten Blick ein wenig von den vielen Möglichkeiten erschlagen. Wer auf die Virtuelle Welt dennoch nicht komplett verzichten will, dem sagt vielleicht wonder.me zu. Dort gibt es ebenso die Möglichkeit durch örtliche Nähe in Kontakt zu treten – die Oberfläche bietet jedoch nur wenig Vielfalt.

    Wenn gather.town dennoch sinnvoll erscheint, dann könnten dir meine Videos beim Kennenlernen und Einrichten vielleicht helfen. Ich habe auch einen Raum eingerichtet, den man einfach betreten kann – unten ist der Link dazu. Dabei kann gather.town kurz aus Teilnehmendensicht ausprobiert werden (kostenlos). Mir hat es auf jene Fall sehr viel Spaß bereitet diese virtuelle Welt einzurichten und ganz kurz im Zuge der #digiPH4 zu präsentieren und mit einigen Hochschullehrenden ein bisschen Zeit beim informellen Austausch zu verbringen.

    Update – 14.02.2021

    In gather.town gab es nun ein Update, das die Map-Maker-Eigenschaften weiter vorantreibt. Dahingehend gibt es auch ein Update-Video.

      Linkliste

      Videokonferenz/Meeting: Warum man keine neue Webcam braucht.

      Videokonferenz/Meeting: Warum man keine neue Webcam braucht.

      Viele Stunden pro Woche vor dem Bildschirm? Videokonferenzen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen? Produktive Meetings und Arbeitsbesprechungen? Für diese Fälle eignen sich natürlich Videokonferenz-Tools, die wir bereits kennen. Was prinzipiell alle gemeinsam haben ist die Möglichkeit das Bild der Webcam einzublenden. Eine hohe Qualität ist da nicht immer vorhanden. Was taugt also für die Webkonferenz, was verwende ich?

      Tipps für die interne Webcam

      Grundsätzlich haben die allermeisten Laptops und auch einige All-in-one-Rechner eine Webcam im Display integriert. Dabei ist nicht nur die Linse, sondern der lichteinfangende Sensor wahnsinnig klein. Je kleiner der Sensor ist, desto schlimmer wird die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen. Deshalb habe ich in der Vergangenheit sehr oft „hell=gut“ transferiert. Je heller die eigene Umgebung ist, desto besser wird die Bildqualität in Videokonferenzen. Einige machten mich darauf aufmerksam, dass sie bessere Webcams als externes Gerät nutzen. Dabei kommen wir schnell in eine Preisregion von über 50 €. Auch ich bin betroffener und fand eine super Lösung.

      Jeder hat schon eine gute Webcam – aber nicht jeder hat sie schon entdeckt

      In vielen Beiträgen mache ich auf die Macht des eigenen Smartphones aufmerksam. Als täglicher Begleiter bietet es mir viele Möglichkeiten – doch auch als Webcam? Das muss man erst mal richtig verstehen.

      Eine Webcam, egal ob eingebaut oder als USB-Gerät, liefert dem Computer Bildinformationen. Dadurch kann die Information auch in den Videokonferenzen eingesetzt werden. Welches Gerät das Bild liefert ist in vielen Fällen egal. Da mein Smartphone eine deutlich bessere Kamera besitzt als mein Laptop, verwende ich nun diese einfach als Webcam. Einerseits habe ich damit nicht nur Geld gespart sondern auch deutlich bessere Bildergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen. Ich kann also auch mit „normalen“ Zimmerlampen oder bewölktem Himmel leben. Doch wie funktioniert das?

      Auf dem Smartphone installiert man sich eine App und auf dem betreffenden Computer einen passenden Treiber. Dieser sorgt dafür, dass das Smartphone-Bild an den Computer übertragen wird und der Computer das als „Webcam“ einstuft. Dadurch ist die Verwendung in diversen Videokonferenz-Systemen möglich.

      EpocCam von Elgato (iOS)

      Dieses Tool verwende ich, nachdem ich einige andere auch ausprobiert habe. Die kostenlose Version reichte für einen Test, ich investierte dann aber doch etwa 8€ für die Pro-Version. Im Verhältnis zu einer eigenen Webcam ist das immer noch fast nichts. Damit habe ich dann folgende Vorteile lieben gelernt:

      • Webcam-Position unabhängig vom Bildschirm (Verbindung auch via WLAN möglich)
      • Smartphone auch als Mikrofon nutzen
      • Smartphone als Dokumentenkamera in Videokonferenzen verwenden

      Gerade der letzte Punkt hat bei mir einige Sorgen gelöst. Im Mathematik Unterricht habe ich mein iPad in Verwendung. Das klappt eigentlich sehr gut, solange es nicht sehr geometrisch wird. Zehnjährigen die Handhabe mit Zirkel und Geo-Dreieck remote über Videokonferenzen beizubringen erfordert einiges an Geschick. Ich habe zwar eine gut funktionierende Lösung für mich gefunden (zwei Geräte in einer Videokonferenz), jedoch ist der Aufbau sehr komplex. EpocCam übernimmt jetzt für mich diesen Teil, denn mein Smartphone filmt dann einfach Papier und Stift, wenn ich etwas vorzeigen möchte. In 5 Sekunden gelingt es dann aber auch wieder so umzubauen, dass ich mit meinem Bild zu sehen bin. Mein Smartphone (iPhone) beherbergt die EpocCam-App, mein Laptop erkennt diese App als Webcam und so funktioniert das dann:

      1. EpocCam auf dem Smartphone installieren (Hier geht es zur App: Pro Version, Free Version)
      2. EpocCam Treiber auf dem Computer installieren (Windows | Mac)
      3. App am Smartphone starten und am Computer im Videokonferenz-Tool „EpocCam“ als Webcam auswählen

      Nicht nur das Bild, sondern auch der Mikrofon-Ton kann ausgewählt werden. Dadurch gibt es gleich eine vollwertige externe Webcam mit gutem Bild und in vielen Fällen auch gutem Ton. Die Bild- und Tonqualität von iPhones ist für diese Zwecke super. Und zum Abschluss: Ich habe ein iPhone mit drei verschiedenen Kameralinsen, die ich jeweils auch in EpocCam nutzen kann. Vor allem mit dem Weitwinkel-Objektiv des Smartphones schaffe ich viel Platz zwischen Linse und mir.

      Android kann das nicht?

      Kurz gesagt: doch! Für EpocCam gibt es auch eine Alternative für Android-Smartphone. DroidCam (Playstore-Link) bietet ähnliche Möglichkeiten und der passende „Treiber“ wird von dev47apps für Windows/Linux mitgeliefert (Download).

      Diese Lösung habe ich jedoch nicht ausprobiert, sondern nur recherchiert.

      Mein Setup mit Vor- und Nachteilen

      Ich kann natürlich nur für meinen Fall sprechen, der zahlt sich jedoch nur aus, wenn alles sehr häufig verwendet wird:

      • Laptop
      • Smartphone als Webcam (EpocCam)
      • externes Großmembran-Mikrofon (USB)
      • LED-Licht
      • Tablet mit Stift

      Mein Mikrofon ist nicht mehr wegzudenken. Vor allem bei Video- und Voice-Over-Produktion greife ich darauf sehr gerne zurück. Das LED-Licht, ein Weihnachtsgeschenk bettet sich seit kurzer Zeit hervorragend ein. Da es auch akkubetrieben eine starke Leistung aufweist gibt es zahlreiche Einsatzszenarien, auch außerhalb von Videokonferenzen. Laptop, Smartphone und Tablet sind ohnehin die täglichen Instrumente. So in etwa kann das dann aussehen, wenn ich nicht gerade beim Schreibtisch sitze:

      ür Licht und Smartphone nutze ich mein altes Kamerastativ, das Smartphone dient als Webcam, das Licht hellt die Situation nochmals auf und das Mikrofon daneben zeichnet meine Stimme auf. Mit dem Tablet und der Bildschirmaufnahme gelingen so auch schnell und einfach Videos mit Bild-in-Bild.

      Wenn ich nun mein Heft/Buch während einer Online-Unterrichtsstunde zeigen möchte, kann ich das Smartphone einfach umpositionieren. Dafür eigenen sich aber andere Stative. Ähnlich wie bei allem sollte man vor einem Kauf festlegen, was man eigentlich machen möchte.

      Zur besseren Übersicht gibt es hier die einzelnen Produkte (ein Kauf zahlt sich aber auch auf anderen Plattformen aus; ansonsten gibt es noch die „gebraucht-wie neu“ Option):

      Es gibt natürlich auch viele weitere Optionen, verschiedene Hersteller und für jeden wird etwas anderes passen. Ich möchte weder Marken noch Produkte empfehlen, die ich nicht selbst im Einsatz habe.

      Mathematik online – Formeln innerhalb von Google Formularen und auch dem Quiz

      Mathematik online – Formeln innerhalb von Google Formularen und auch dem Quiz

      Für mich war heute ein „Aha“ gleich vor dem „Wow“. Ich verwende innerhalb von Google Classroom sehr gerne das Quiz. Das bringt natürlich ein Problem mit sich – ich als Mathematiker liebe ja Formeln. Leider können nur sehr wenige Programme mit Formeln direkt umgehen – der Formeleditor wird dabei zum wichtigsten Werkzeug, wenn man nicht mit LaTeX arbeiten möchte. Und auch LaTeX wird nicht von allem unterstützt. Bei Google Formularen bzw. Quizzes ist es möglich sowohl Angabe als auch Antwortmöglichkeiten mit einem Bild zu versehen. Auch ohne Google Classroom ist der Einsatz sinnvoll möglich.

      Ausführlichere Vorgeschichte

      Ich verwende Google Classroom als E-Learning Plattform für meine Schülerinnen und Schüler. Das führt natürlich dazu, dass das ein oder andere Quiz erstellt wird. Nützlich ist es in jedem Fall, denn ich kann damit schnell und einfach Wissen oder Informationen überprüfen. Ebenso stellt es eine Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht dar und passt zu meinem Gedanken „der Unterricht lebt von der Vielfalt“. Multimediales Lernen kann man nicht schönreden, ich weiß um die Probleme bescheid. Nichtsdestotrotz biete ich mit dem Quiz die Möglichkeit, dass Lerner individuell positive Punkte sammeln können. Immer wieder passiert es, dass ich am Anfang der Stunde Fragen stelle – dabei kommen nicht alle zu Wort. Wen nehme ich nun dran? Jene, die gut sind, um einen guten Eindruck zu hinterlassen oder jene die schlecht sind, um ihnen die Chance zu geben, sich zu verbessern. Was ist aber wenn … Naja.

      Nun aber weg vom Thema Leistung und Probleme und hin zum Quiz. Im Google-Quiz ist es möglich Fragen zu stellen und Antwortmöglichkeiten bereitzustellen. Offene Fragen verwende ich grundsätzlich nicht, da diese einen erheblichen Mehraufwand bei der Begutachtung verursachen. Je kreativer man dabei ist, desto mächtiger wird dieses kostenlose Tool. Und auch außerhalb von Google Workspace (früher: GSuite) ist eine Anwendung denkbar. Ich stehe vor der Frage, wie ich meine Quiz-Fragen und Antworten mit Formeln versehen kann.

      Bisherige Arbeitsweise

      Bislang arbeite ich mit Bildern. Diese können nämlich sowohl zur Frage, als auch zu den verschiedenen Antworten hinzugefügt werden. Für Formeln öffne ich den Formeleditor in Word oder Google Docs, schreibe dort die Formel hinein und erstellen eine Screenshot. Diese Bildschirmaufnahme wird gesammelt (z.B. am Desktop) und dann an die jeweilige Stelle im Quiz platziert.

      Neben der Frage und auch neben den Antwortmöglichkeiten entsteht beim Maus-Over ein Bildsymbol. Ein klick darauf öffnet die Möglichkeit den vorher angefertigten Screenshot hochzuladen. Das funktioniert zwar, ist jedoch mühsam und langwierig. Nicht zu letzt gibt es auch ein Problem mit der Skalierung. Die eingefügten Bilder sind nämlich unterschiedlich groß und müssen daher manuell angepasst werden. Doch Hilfe ist in SIcht.

      EquatIO – Math made digital

      Equatio ist eine Browser-Erweiterung für den Chrome Browser. Diese macht es direkt möglich innerhalb eines Formulars eine Formel einzufügen.

      Nach der Installation fügt es kleine, blaue Symbole neben den jeweiligen Zeilen im Quiz/Formular ein. Ein Klick auf diese öffnet einen Formeleditor innerhalb des Browsers. Dort kann direkt mit der Tastatur, via LaTeX oder sogar mittels Handschrift Mathematisches eingegeben werden.

      Über das Handschreib-Symbol (Stift, links unten) gelangt man zu dieser Option. Links kann man mit der Maus oder dem Touchpad Eingaben tätigen, die im rechten Bereich als Formel ausgegeben werden. „Insert Math“ fügt diese Formel automatisch als Bild in mein Quiz ein. Damit kann einerseits eine Aufgabenstellung mit einer Formel versehen werden und andererseits auch die Antwortmöglichkeiten. Die Vielfalt wird nur durch die eigene Kreativität begrenzt.

      Grundsätzlich ist das eine solide Lösung, um ein Google-Quiz mit Formeln zu versehen – es erleichtert meine umständliche Herangehensweise stark und hilft mir deshalb.

      https://www.youtube.com/watch?v=6rdKg9mpXP8&list=PLh-ciEEMWTETvMa7MQBU5xnkHDAoJynTu&index=23

      EquatIO – Math made digital

      Diese Erweiterung funktioniert nur mit dem Chrome Browser von Google und Lehrende erhalten den kostenlosen Zugriff.


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