Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

Screenshot der Beurteilungsliste

Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

Manchmal kann Software zweckentfremdet werden – das ist auch bei PowerPoint so. Bildbearbeitung, Flyer-Design oder Filmschnitt-Programm – die Grenze liegt bei der eigenen Kreativität. In diesem Beitrag geht es aber um die Entwicklung von Spielen. Von der Idee über Tipps und Tricks bis hin zur Umsetzung!

PowerPoint – wirklich?

Die kurze Antwort lautet: ja. Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten, PowerPoint ist meiner Meinung nach deshalb sinnvoll, weil es leicht zu bedienen ist. Außerdem wird hier auch der Gedanke gefördert, logische Verknüpfungen und Wege anzulegen. Darüberhinaus eignet sich PowerPoint aktuell, weil multimediale Inhalte unterstützt werden und die vorgefertigten Designs schnell und einfach angepasst werden können.

Ein Spiel auf der Basis einer Präsentation zu gestalten ist eigentlich keine Herausforderung – auf die Feinheiten kommt es dann aber an. Wer sich hier austobt, kann hinterher auf ein fertigs Spiel zurückgreifen, das ohne viel Zutun einsatzfähig ist.

Schritt für Schritt

Die leere Präsentation

Zum Beginn wird mit einer leeren Präsentation gestartet, für jedes neue „Spielbild“ wird eine Folie benötigt. Im einfachsten Fall benötigt ein Maze-Game vier Folien:

  1. Startfolie
  2. Spiel (Level)
  3. Game-Over-Folie
  4. Win-Folie

Darüber hinaus kann einfach ein neues Level hinzukommen – es wird als Duplikat des vorherigen Levels angelegt.

Die sogenannten interaktiven Schaltflächen (Einfügen ➝ Formen ➝ einteraktive Schlatflächen ➝ Benutzerdefiniert/Leer) helfen bei der Umsetzung. Damit können Buttons oder Regionen geschaffen werden, die via Klick oder Mouse-Over eine Interaktion, wie etwa einen Folienwechsel, hervorrufen. Auf der ersten Folie kann so ein „Start-Button“ angelegt werden, der zum ersten Level führt. Die Wände des Levels dürfen vom Mauszeiger nicht berührt werden (interaktive Schaltfläche) – wenn doch, dann gibt es einen Link zur Game-Over-Folie. Beim positiven Absolvieren des Levels gelangen die Benutzer_innen entweder auf die Win-Folie oder direkt zum nächsten Level.

Tipps und Tricks

Die Präsentation muss angepasst werden, sonst können Spieler_innen mit den Maustasen einfach Levels überspringen – und das soll ja eben nicht der Fall sein.

Nächste Folie

Die nächste Folie darf ausschließlich über das Labyrinth angezeigt werden. Unter „Übergänge“ gibt es ein Kontrollkästchen bei „Bei Mausklick“, das deaktiviert werden muss.

Navigation mit der Tastatur

Um die Tastatur bis auf zwei Ausnahmen (ESC, F1) zu deaktivieren, navigiert man zum Reiter „Bildschirmpräsentation“ und klickt auf „Bildschirmpräsentation einrichten“. Dort wird die Ansicht auf „Ansicht an einem Kiosk (volle Bildschirmgröße)“ verändert. In diesem Modus funktionieren die Tasten der Tastatur nicht mehr.

Navigationsleiste

Wird eine Präsentation ausgeführt, gibt es am unteren Bildschirmrand eine Navigations- und Steuerungsleiste. Diese kann über das Menü deaktiviert werden.

Über Datei ➝ Optionen ➝ Erweitert scrollt man nach unten zum Bereich der Bildschirmpräsentation und deaktiviert das Kontrollkästchen „Popupsymbolleiste anzeigen“.

Videos und andere Medien

In das Spiel lassen sich nicht nur Formen, Bilder und Texte integrieren, sondern auch Videos oder Audio-Inhalte. Sind bspw. Videos in der Präsentation eingebettet, sollte keine „Navigationsmöglichkeit“ hinzukommen. Standardgemäß gibt es für Videos und Audio-Inhalte jedoch im Präsentationsmodus eine solche Leiste. Über den Reiter „Bildschirmpräsentation“ kann die Checkbox bei „Mediensteuerelemente anzeigen“ deaktiviert werden.

Hat man die oben angeführten Tipps und Tricks hinter sich, ist das Spiel für Nutzer_innen nicht mehr ganz so einfach manipulierbar. 

Bewegung bei den Elementen

Innerhalb eines Levels könnten sich die Wände bewegen oder gar ein Objekt, das nicht berührt werden darf den Weg versperren. Die Animationen, die PowerPoint mitliefert lassen dies zu – ist eine Animation ausgewählt muss nur noch eine unendliche Anzahl von Wiederholungen eingesetzt werden und schon ist das Hindernis fertig.

Weitere Spiele sind möglich

Neben dem Maze-Game lässt sich natürlich auch ein Quiz abbilden. Dabei werden die interaktiven Schaltflächen einfach für verschiedenen Antworten verwendet. Ähnlich wie bei „Wer wird Millionär“ können vier Antwortmöglichkeiten bei einer Frage eingeblendet werden. Dabei verweisen die drei falschen Antworten auf die Game-Over-Folie, die richtige Antwort ist mit der nächsten Frage verlinkt. Für jede neue Frage gibt es dahingehend eine neue Folie und so kann bunt gemixt oder zu einem Themengebiet ein Quiz gestaltet werden. Durch Design-Anpassungen könnten noch zusätzliche Features wie etwa Punkte eingeblendet werden.

Materialien

Hier kann ein fertiges Maze-Game heruntergeladen werden. Die Inhalte stammen entweder aus der in PowerPoint integrierten Bing-Bildersuche oder von PixaBay. Das Maze-Game hat fast 70MB, weshalb der Download doch ein paar Sekunden dauern kann.

Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

Screenshot der Beurteilungsliste

Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

Lehrende der Sekundarstufe 1, also auch jene der Mittelschule oder der AHS-Unterstufe sind von der EDL (ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung) betroffen. Meiner Erfahrung nach hilft eine Vorlage bei der Administration und vor allem auch bei der Transparenz. Es gibt bspw. von der Bildungsdirektion Niederösterreich oder jener in Wien auch Vorlagen, die mehr oder weniger hilfreich sind. Was Vorlagen oft vereint ist entweder die Komplexität für Schülerinnen und Schüler oder der immense Aufwand für Lehrende/Klassenvorstände. Mit diesem Beitrag soll auch eine Vorlage für alle angeboten werden – wer will, darf sich bedienen.

Muss die edL gemacht werden?

Die kurze Antwort lautet ja. Bei der Begründung für die längere Antwort halte ich mich an Informationen des Bildungsministeriums und auch an geltende Gesetze. So steht etwa im §22 (1a) des Schulunterrichtsgesetzes (SchuG):

Der Schülerin oder dem Schüler der Mittelschule ist für jede erfolgreich absolvierte Schulstufe mit Ausnahme der 8. Schulstufe zusätzlich zum Jahreszeugnis eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung auszustellen, die in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie Lernfortschritte der Schülerin oder des Schülers ausweist.

Ebenso findet sich im Dokument „Die Mittelschule – Änderungen ab dem Schuljahr 2020/21 im Überblick“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf Seite 11 dieser Vermerk:

Als schriftliche Erläuterungen sind in der Mittelschule sowohl die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (EDL) als auch die schriftliche Erläuterung der Ziffernnoten gemäß § 18 Abs. 2 SchUG zu verstehen.

Zuletzt ist auf der Website des Bildungsministeriums folgendes zu lesen:

Die Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung hält in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie die Lernfortschritte der Schülerin bzw. des Schülers fest. Sie wird in der 5. bis 7. Schulstufe zusammen mit dem Jahreszeugnis, in der 8. Schulstufe gemeinsam mit der Schulnachricht ausgehändigt.

Da in den diversen Texten nur von einer Ausstellung der edL an Schülerinnen und Schüler die Rede ist, nicht aber genau geregelt wird in welcher Form dies erfolgen soll, kann dies auch teilautomatisiert gemacht werden [meine Interpretation].

Was soll in dem Dokument stehen?

Ein solches Dokument sollte natürlich die „harten Daten“ der Schule beherbergen. Neben dem Namen, einem Datum kann auch die Klasse und das Schuljahr angeführt werden. Darüber hinaus ist das Dokument durch den Namen des/der Schülers/Schülerin individualisiert.

Welche Kompetenzen im Dokument aufscheinen ist natürliche Sache der Lehrenden, der Lernenden, der Schule und vielleicht auch übergeordneten Institutionen. Im „Fall“ Wien gibt es eine ausgearbeitete Vorlage, die kostenlos online abgerufen werden kann. Dabei stützt sich das System auf ein PDF-Formular, an dem meine Schülerinnen und Schüler gescheitert sind. Das soll keinesfalls bedeuten, dass die Vorgehensweise schlecht durchdacht ist sondern einzig und allein die Komplexität unterstreichen.

Am Beispiel aus Wien wurde in fünf verschiedene Bereiche untergliedert:

  • Computerkompetenz
  • Lernkompetenz
  • Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
  • Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
  • Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit

Dabei sind eben genau fünf verschiedene Dokumente Dokumente entstanden, wobei für die Ausgabe der edL im Laufe der vier Schuljahre (1. – 4. Klasse) jedes Jahr ein Dokument bearbeitet werden kann, in der letzten Klasse dann aber zwei. Damit erfüllt man alle Bereiche. Es bleibt natürlich freigestellt, wann welcher Bereich durchgeführt wird und vor allem auch welche Kompetenzen in den Dokumenten vermerkt sind.

Vorlagen machen mir das Leben einfacher

Als Betroffener wurde ich gebeten für eine Schule ein Konzept zu erwarbeiten, dass es meinen Kolleginnen und Kollegen am dortigen Schulstandort erleichtert die edL „durchzuführen“.

Probleme die bestanden:

  • PDF-Formular für manche Schülerinnen und Schüler zu komplex
  • Verschiedene Versionen führten zu Datenverlust
  • Alternative: PDF-Dokumente ausdrucken (min. 2 Seiten pro Kind)
  • Viel Tipp-Arbeit und Administration für Lehrende/Klassenvorstände

Aktueller Stand der Dinge:

  • teilautomatisierte Vorlage, die über das hausinterne Lernmanagement-System ausgegeben wird
  • Einmaliger Ausdruck pro Schüler bzw. pro Schülern für die Unterschrift und ggf. den Stempel

Realisiert wurde alles mit Hilfe von Google-Tabellen, das virtuelle Austeilen gelang via Google Classroom (Kopie für jeden). Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Tabellenblatt befüllen, wobei die betreffenden Kompetenzen sichtbar sind und eine Punktezahl von eins (trifft nicht zu) bis vier (trifft voll zu) vergeben werden kann. Aus diesen und den Angaben der Lehrperson heraus wird ein zweites Tabellenblatt generiert, das ausgedruckt werden kann. Es beherbergt die Kompetenz, sowie auch zu wie viel Prozent diese eingeschätzt wurde.

Beispiel: Schülerinnen und Schüler müssen sich bei drei Einzelkompetenzen zum Thema „Dokumente bearbeiten“ einschätzen. Aus den drei Einzelkompetenzen leitet sich ein Prozentwert ab, also zu wie viel Prozent erfüllt der Schüler oder die Schülerin die Kompetenz „Dokumente bearbeiten“. Als zweiten Schritt folgt noch die Einschätzung der Lehrperson, die hellgrau daneben abgedruckt ist.

Vorgehensweise und good practice

Direkt von „best practice“ zu schreiben maße ich mir nicht an, eine gute Herangehensweise könnte aber das hier sein:

  • Konferenz mit Lehrenden, wobei sich diese über die einzelenen Kompetenzen austauschen. Das sorgt schulintern für Einheitlichkeit und gleichzeitig führt eine Aufteilung der Aufgaben zu keiner Mehrbelastung Weniger.
  •  Jetzt steht fest, welche Lehrenden für welche Bereiche der edL zuständig sind. Diese haben auch die passenden Kompetenzen ausgewählt und die unpassenden herausgelöscht.

Ein kleiner Einwurf: Eine Informatiklehrerin, der in der 1. Klasse unterrichtet könnte die Einschätzung zur Computerkompetenz durchführen, ein Musiklehrer eventuell jene zum Kulturbewusstsein und der kulturellen Ausdrucksfähigkeit.

  • Über das Lernmanagementsystem der Schule wird nun digital das jeweilige Dokument ausgeteilt (z.B. Computerkompetenz inder 1. Klasse und Lernkompetenz in der 2. Klasse). Dieser Schritt erfolgt entweder über den Klassenvorstand oder direkt über die betreffenden Lehrenden.
  • Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Dokument erhalten haben, tragen diese die Zahlen eins bis vier in die Vorlage ein und geben das Dokument ab.
  • Im Anschluss schätzen nun die betreffenden Lehrpersonen ein – die edL ist fertig.

Nun kann das „Ergebnisblatt“ ausgedruckt und unterfertigt werden – das Dokument wird den Schülerinnen und Schülern mitgegeben (1. – 3. Klasse: Jahreszeugnis; 4. Klasse: Schulnachricht).

 

Hilfe! Ich bin Lehrerin oder Lehrer. Wie funktioniert diese Vorlage?

Unten in diesem Beitrag gibt es die jeweiligen Formate (Excel oder Google Tabelle). Die Vorlage kann angepasst werden, Kompetenzen können verändert oder gelöscht werden. Die fünf Dokumente sind gleich aufgebaut, manuell muss Klasse, Schulname, Logo usw. angepasst werden. Danach wird das Dokument gespeichert, digital ausgeteilt (Google Classroom/MS-Teams; Kopie für jeden) und von Schülerinnen und Schülern befüllt.

Natürlich muss man zur Vorbereitung ein wenig Zeit investieren – damit gibt es dann aber eine einheitliche Regelung für eine gesamte Schule. Wenn ein Klassenvorstand das nur für die eigene Klasse verwendet bieten die Vorlagen trotzdem eine Zeitersparnis.

HINWEIS: Das zweite Tabellenblatt sollte geschützt werden, damit Schülerinnen und Schüler nicht versehentlich Formeln löschen. Ausgedruckt wird nur das zweite Blatt (bei Google Tabelle auf „Hochformat“ beim Drucken achten).

Materialien

Die Vorlagen stützden sich auf die Kompetenzen der Bildungsdirektion Wien und auch das Dokument sieht ähnlich aus. Ich stelle meine Werke hier kostenfrei zur Verfügung, du kannst diese verwenden und auch anpassen.

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

Videokonferenzen halten seit 2020 Einzug in der Bildungswelt und natürlich auch weit darüber hinaus. Schon fast genervt wirken manche TeilnehmerInnen vom immer selben Anblick: Kacheln mit Webcambildern, ein paar Interaktive Tools und der Chat als Austauschformat. Ja, Break-Out-Rooms sind für viele auch nichts Neues mehr. Dabei gibt doch noch ganz andere Wege, wie man sich austauschen kann.

What?

Ja! Neben klassischen Videokonferenz-Tools, die ich selbst auch nutze, gibt es einige Vertreter die ganz anders an die Sache herangehen. Was brauchbar wäre, sind Lösungen, die ein freies Bewegen im Raum zulassen, gleichzeitig muss es aber auch „Vortrags-Settings“ geben, die es ermöglichen, dass ein Sprecher oder eine Sprecherin alle erreicht. Klug wäre es auch, wenn man mit jenen in Kontakt treten kann, die man aktuell sehen und hören will/sollte. Nicht nur Gruppenarbeiten sondern auch Freizeitmöglichkeiten erstrecken sich dadurch. Zum Glück für mich gibt es das bereits.

Dieses nette Tool erzeugt eine virtuelle Welt, die dem Design nach Game-Boy-Spielen aus den 1990er Jahren ähnelt. Nach dem Betreten des Raumes nimmt man in Gestalt einer verpixelten Figur am Geschehen teil. Mit den Pfeiltasten auf der Tastatur navigiert man durch den Raum und kann sich so anderen Personen (Pixel-Character) nähern. In einem gewissen Radius um sich herum, kann man dann andere nicht nur auf der Karte des Raumes sehen, sondern auch das Webcambild. Zusätzlich hört man sich dann noch über das Mikrofon. Im Verhältnis zu einem klassischen Videokonferenz-Tool bietet gather.town also die Möglichkeit der Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung. Damit können sich jene Gruppieren, die etwas zu Besprechen haben. Die Möglichkeit der Bildschirmfreigabe und der Chat sind ebenso Funktionen des Tools. Letzteres kann sogar in zwei Bereiche untergliedert werden. Einerseits kann man mit seiner direkten Umgebung chatten, so erhalten nicht alle im Raum eine Nachricht, das kann aber mit „everyone“ ebenso erzielt werden.

Grundsätzlich gibt es aber auch spezielle Bereiche, wie die „private-spaces“. Das sind spezielle Punkte oder Orte, wo sich dann alle sehen und hören, die anwesend sind. Das könnte bspw. rund um einen Tisch sein. Damit werden dann die Webcams sichtbar und man kann sich auch akustisch austauschen. Der Spotlight-Place bietet dafür die Möglichkeit mit einem ganzen Raum zu kommunizieren, ohne das die örtliche Nähe eine Rolle spielt. Wie im Titelbild ganz oben kann dann auch ein „Vorlesungs-Szenario“ in gather.town abgehalten werden.

Ein Punkt der noch dazugehört ist der Preis. Ich nutze gather.town in der vollkommen kostenlosen Variante und kann damit 25 Personen gleichzeitig in einem Raum unterbringen. Das ist für eine Schulklasse oder auch eine Gruppe von Studierenden oder für die Freizeit eigentlich ganz in Ordnung. Dann wird es jedoch kostspieliger. Die Preise richten sich nach einem pay-per-use Modell – dabei ist mit $1/user für zwei Stunden Nutzung auch eine günstige online-Party möglich. Dabei gebe ich folgende Gedanken mit:

  • Für Personen ist die Teilnahme sehr einfach
  • Die Kosten sind meiner Meinung nach in Ordnung, wenn man Kosten für einen realen Seminarraum bedenkt, der angemietet wird

    So ist die virtuelle Welt aufgebaut

    Grundsätzlich beschreibe ich gather.town mit einem 3-Ebenen-Prinzip. Die Grundlage, also die hinterste Ebene bildet ein Bild. Dieses kann aus einer Vorlagengalerie gewählt oder auch selbst gestaltet werden. Auf diesem Bild wird auch die grundlegende Richtung sichtbar. Damit kann das Bild die Grundlage für einen Seminarraum oder auch eine Dachterrasse bieten.

    Auf diese Ebene folgt dann der Teil, der von gather.town direkt eingespielt wird. Dazu zählen spezielle Bereiche, wie „private-Spaces“, die nicht direkt sichtbar sind, aber auch Möbelstücke, Pflanzen, Dekoration und interaktive Inhalte. Damit ist es möglich virtuelle Pinnwände, Bildschirme oder Infotafeln zu platzieren. Diese interaktiven Elemente können allerlei Dinge, wie Websites, Videos oder Bilder beherbergen. Bei „embedded Pages“ können natürlich auch Padlets oder Spiele eingebunden werden. So hat man einen Bereich, der eben solche interaktive Elemente bereitstellt und diese werden wiederum nur ab einem gewissen Radius, also räumlicher Nähe aktivierbar.

    Die dritte und oberste Ebene bildet wiederum ein Bild. Dieses ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Damit gelingt es bei der Rooftop-Bar das gewisse Etwas mit Hilfe von Lichtern, die teilweise transparent über dem Geschehen liegen zu erzeugen.

    Das ist mir zuviel

    Natürlich wird man auf den ersten Blick ein wenig von den vielen Möglichkeiten erschlagen. Wer auf die Virtuelle Welt dennoch nicht komplett verzichten will, dem sagt vielleicht wonder.me zu. Dort gibt es ebenso die Möglichkeit durch örtliche Nähe in Kontakt zu treten – die Oberfläche bietet jedoch nur wenig Vielfalt.

    Wenn gather.town dennoch sinnvoll erscheint, dann könnten dir meine Videos beim Kennenlernen und Einrichten vielleicht helfen. Ich habe auch einen Raum eingerichtet, den man einfach betreten kann – unten ist der Link dazu. Dabei kann gather.town kurz aus Teilnehmendensicht ausprobiert werden (kostenlos). Mir hat es auf jene Fall sehr viel Spaß bereitet diese virtuelle Welt einzurichten und ganz kurz im Zuge der #digiPH4 zu präsentieren und mit einigen Hochschullehrenden ein bisschen Zeit beim informellen Austausch zu verbringen.

    Update – 14.02.2021

    In gather.town gab es nun ein Update, das die Map-Maker-Eigenschaften weiter vorantreibt. Dahingehend gibt es auch ein Update-Video.

      Linkliste

      Mathematik online – Formeln innerhalb von Google Formularen und auch dem Quiz

      Mathematik online – Formeln innerhalb von Google Formularen und auch dem Quiz

      Für mich war heute ein „Aha“ gleich vor dem „Wow“. Ich verwende innerhalb von Google Classroom sehr gerne das Quiz. Das bringt natürlich ein Problem mit sich – ich als Mathematiker liebe ja Formeln. Leider können nur sehr wenige Programme mit Formeln direkt umgehen – der Formeleditor wird dabei zum wichtigsten Werkzeug, wenn man nicht mit LaTeX arbeiten möchte. Und auch LaTeX wird nicht von allem unterstützt. Bei Google Formularen bzw. Quizzes ist es möglich sowohl Angabe als auch Antwortmöglichkeiten mit einem Bild zu versehen. Auch ohne Google Classroom ist der Einsatz sinnvoll möglich.

      Ausführlichere Vorgeschichte

      Ich verwende Google Classroom als E-Learning Plattform für meine Schülerinnen und Schüler. Das führt natürlich dazu, dass das ein oder andere Quiz erstellt wird. Nützlich ist es in jedem Fall, denn ich kann damit schnell und einfach Wissen oder Informationen überprüfen. Ebenso stellt es eine Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht dar und passt zu meinem Gedanken „der Unterricht lebt von der Vielfalt“. Multimediales Lernen kann man nicht schönreden, ich weiß um die Probleme bescheid. Nichtsdestotrotz biete ich mit dem Quiz die Möglichkeit, dass Lerner individuell positive Punkte sammeln können. Immer wieder passiert es, dass ich am Anfang der Stunde Fragen stelle – dabei kommen nicht alle zu Wort. Wen nehme ich nun dran? Jene, die gut sind, um einen guten Eindruck zu hinterlassen oder jene die schlecht sind, um ihnen die Chance zu geben, sich zu verbessern. Was ist aber wenn … Naja.

      Nun aber weg vom Thema Leistung und Probleme und hin zum Quiz. Im Google-Quiz ist es möglich Fragen zu stellen und Antwortmöglichkeiten bereitzustellen. Offene Fragen verwende ich grundsätzlich nicht, da diese einen erheblichen Mehraufwand bei der Begutachtung verursachen. Je kreativer man dabei ist, desto mächtiger wird dieses kostenlose Tool. Und auch außerhalb von Google Workspace (früher: GSuite) ist eine Anwendung denkbar. Ich stehe vor der Frage, wie ich meine Quiz-Fragen und Antworten mit Formeln versehen kann.

      Bisherige Arbeitsweise

      Bislang arbeite ich mit Bildern. Diese können nämlich sowohl zur Frage, als auch zu den verschiedenen Antworten hinzugefügt werden. Für Formeln öffne ich den Formeleditor in Word oder Google Docs, schreibe dort die Formel hinein und erstellen eine Screenshot. Diese Bildschirmaufnahme wird gesammelt (z.B. am Desktop) und dann an die jeweilige Stelle im Quiz platziert.

      Neben der Frage und auch neben den Antwortmöglichkeiten entsteht beim Maus-Over ein Bildsymbol. Ein klick darauf öffnet die Möglichkeit den vorher angefertigten Screenshot hochzuladen. Das funktioniert zwar, ist jedoch mühsam und langwierig. Nicht zu letzt gibt es auch ein Problem mit der Skalierung. Die eingefügten Bilder sind nämlich unterschiedlich groß und müssen daher manuell angepasst werden. Doch Hilfe ist in SIcht.

      EquatIO – Math made digital

      Equatio ist eine Browser-Erweiterung für den Chrome Browser. Diese macht es direkt möglich innerhalb eines Formulars eine Formel einzufügen.

      Nach der Installation fügt es kleine, blaue Symbole neben den jeweiligen Zeilen im Quiz/Formular ein. Ein Klick auf diese öffnet einen Formeleditor innerhalb des Browsers. Dort kann direkt mit der Tastatur, via LaTeX oder sogar mittels Handschrift Mathematisches eingegeben werden.

      Über das Handschreib-Symbol (Stift, links unten) gelangt man zu dieser Option. Links kann man mit der Maus oder dem Touchpad Eingaben tätigen, die im rechten Bereich als Formel ausgegeben werden. „Insert Math“ fügt diese Formel automatisch als Bild in mein Quiz ein. Damit kann einerseits eine Aufgabenstellung mit einer Formel versehen werden und andererseits auch die Antwortmöglichkeiten. Die Vielfalt wird nur durch die eigene Kreativität begrenzt.

      Grundsätzlich ist das eine solide Lösung, um ein Google-Quiz mit Formeln zu versehen – es erleichtert meine umständliche Herangehensweise stark und hilft mir deshalb.

      https://www.youtube.com/watch?v=6rdKg9mpXP8&list=PLh-ciEEMWTETvMa7MQBU5xnkHDAoJynTu&index=23

      EquatIO – Math made digital

      Diese Erweiterung funktioniert nur mit dem Chrome Browser von Google und Lehrende erhalten den kostenlosen Zugriff.


      TEACHER FOR FREE

      Schularbeiten schnell und effizient – von der Zusammenstellung bis zur Beurteilung

      Schularbeiten schnell und effizient – von der Zusammenstellung bis zur Beurteilung

      Ich beobachte meine Kolleginnen und Kollegen im Lehrerzimmer, wenn diese Schularbeiten korrigieren. Viele benötigen dafür sehr viel Zeit und oft erscheint es mir, dass eine Schularbeit aus willkürlichen Abfragen besteht. Dabei ist das kein Vorwurf, manchmal fällt das Zusammenstellungen von solchen Überprüfungen doch sehr schwer. Um eine Schularbeit zusammenzustellen muss man vorerst Gedanken haben, was das eigentlich genau ist.

      Im §3 LBVO sind Schularbeiten als Formen der Leistungsfeststellung aufgelistet. Über 40 mal kommt „Schularbeit“ jedoch im §7 vor, demnach ist dort auch genau geregelt, was genau eine Schularbeit eigentlich ist und wie diese stattfinden. Dabei gelten genaue formale Kriterien und Abläufe. Grundsätze und Fachliche Aspekte befinden sich in §15 und §16. Im Lehrplan (Mittelschullehrplan) finden sich neben der Anzahl der Schularbeiten noch weitere Informationen. 

      „Schularbeiten sind so zu erstellen, dass sie dem individuellen Sprachstand der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Die Verwendung von zweisprachigen Wörterbüchern ist zu ermöglichen.“ 

      Da jetzt klar ist, dass eine Schularbeit eine schriftliche Überprüfung innerhalb einer Unterrichtsstunde (Abweichungen durch den Lehrplan möglich) ist, können wir den Sinn näher beleuchten.

      Schularbeiten sind punktuelle Einzelleistungen

      In meiner eigenen Schulzeit stellten die Schularbeiten das zentrale Notengebungsinstrument dar. Von den vier Schularbeiten wurde einfach der Mittelwert gebildet, das war die Jahresnote. In manchen Fällen wurden für die Jahresnote auch nur die im Sommersemester verfassten Schularbeiten herangezogen. Beide Ansätze sind jedoch nur wenig zielführend.

      Da die Schularbeit an sich nur eine punktuelle Einzelleistung darstellt kann nicht davon alleine eine Beurteilung gebildet werden. Viel mehr sind alle im Jahresverlauf erbrachten Leistungen einzubeziehen. Für meinen Unterricht habe ich beschlossen, dass vor allem die Mitarbeit im Unterricht ein zentrales Thema spielen muss. Die aktive Mitgestaltung des Unterrichts durch Lernende fördert die Individualität und gleicht „schlechte Tage“ aus. Nur weil ich bei einer Schularbeit schlecht war heißt das nicht, dass die Note im Zeugnis schlecht sein muss – es gibt auch schlechte Tage. 25% der Gesamtnote in meinem Mathematikunterricht bilden alle Schularbeiten zusammen. Mit 35% liegt die Mitarbeit im Unterricht deutlich darüber, das ist jedoch ein ganz anderes Thema.

      Mir geht es bei der Schularbeit darum, Wissen abzufragen. Schülerinnen und Schüler müssen im Laufe eines Unterrichts Schularbeiten schreiben, das sehen die o.g. Gesetze eindeutig vor. Ich nutze diese Gelegenheit aber auch für mich, denn nach der Schularbeit ist auch mir klar, welche Themengebiete nicht so gut ausgefallen sind. Nach der ersten Schularbeit kann ich also meine Planung anpassen und damit Themen wiederholen oder neu aufgreifen. Natürlich geht das auch noch anders, mit einer mündlichen oder auch schriftlichen Überprüfung.

      Was will ich denn eigentlich?

      Manche werden mich belächeln, wenn ich sage (schreibe), dass meine Schularbeiten ganz anders aufgebaut sind, als typische Aufgaben in Schulbüchern. Vor allem in der Mathematik macht es nur wenig Sinn „Übungsbeispiele“ bei Schularbeiten abzufragen. Welchen Sinn soll es haben vier Beispiele zur Multiplikation abzufragen, wenn alle sehr ähnlich sind. Es müssen schon tiefergreifende Gedanken gefasst werden, was genau geprüft werden soll. Viel mehr soll eine Schularbeit die Gelegenheit bieten zu zeigen, dass der tiefere Sinn eines Themas verstanden wurde. Ein Beispiel:

      „Summand plus Summand ist gleich Summe“ ist ein typischer Satz der 5. Schulstufe, es sind die einzelnen Fachbegriffe der Addition. Auch ich möchte natürlich, dass meine Schülerinnen und Schüler eingewisses, mathematisches Fachvokabular aufbauen – die Plusrechnung wird durch die Addition ersetzt. Jetzt gäbe es die Möglichkeit bei einer Schularbeit eine Tabelle zu erstellen, die dann mit den Fachvokabeln ausgefüllt wird. Ist das zielführend? Vielleicht! Ein, zwei Dinge müssen dabei jedoch bedacht werden: Achte ich auf die Rechtschreibung? Haben die Lernenden dann auch den Sinn verstanden oder nur stur auswendig gelernt?

      Ich möchte natürlich, dass die Fachbegriffe gelernt werden – aber auch die Anwendung muss trainiert werden. Dahingehend baue ich diese Wörter auch in meinen Unterricht ein, bei einer Schularbeit gibt es dann True/False Aufgaben „Kreuze alle richtigen Aussagen an“. Das reine Ausweniglernen bringt damit nicht immer den gewünschten Erfolg, es stellt die Basis dar.

      Hier gibt es einen Auszug einer aktuellen Schularbeit. Ich wollte überprüfen, ob meine Schülerinnen und Schüler die Fachbegriffe gelernt haben und anwenden können. Positiver Nebeneffekt für mich: das ist auch superschnell korrigierbar.


      Das funktioniert natürlich mit den verschiedensten Themen. In diesem Beispiel geht es darum das Wissen zu Zahlenmengen abzufragen (4. Klasse; Mittelschule). Es bringt dabei nur wenige, wenn man 3-4 Vertreter für einzelne Zahlenmengen lernt, das tiefere Verständnis muss geschult sein.

      Jetzt weiß ich, was ich will!

      Nachdem die Gedanken, was eigentlich abgeprüft werden soll, vollendet sind, kann das Zusammenstellen der Schularbeit beginnen. Dieser Prozess ist zeitintensiv – vor allem wenn man nur wenig Erfahrung damit hat. Jetzt kommt es häufig zu dieser Situation:

      Kurz vor dem Termin der Schularbeit bin ich gezwungen genau diese zusammenzustellen. Da es sehr zeitintensiv ist, suche ich Beispiele aus dem Buch, aus dem Heft oder dem Schularbeiten-Generator, der praktischerweise mit dem Buch mitgeliefert wird. Ich bilde einen bunten Mix an Aufgaben, kopiere alles schön zusammen und drucke alles für die Prüflinge aus. Beim Korrigieren wundert man sich dann häufig, wie komplex so ein Szenario wird. Notenschlüssel, Punktevergabe, Rechenwege u.v.m. wurde nicht im Vorhinein berücksichtigt und führen zu einem langen Korrektur-Prozess.

      Deshalb: Beim Zusammenstellen muss genügend Zeit eingeplant werden. Mir hilft es dabei, meine eigene Planung anzusehen. Diese ist mit Lernzielen ausgestattet und ich kann nach diesen Lernzielen Aufgaben generieren, die eben genau passen. Natürlich ist das aufwändig, ich sagte nicht, dass es leicht wird, aber schnell und effizient. Beim Zusammenstellen erarbeite ich also Aufgaben selbst und nehme nur selten vorgefertigte Aufgaben. Diese passen außerdem nur selten zu meinen Zielen. Meine Ziele orientieren sich am Lehrplan und am Alltag. Neben Zinsrechnung ist mir auch wichtig, dass Schülerinnen und Schüler wissen, was der Unterschied zwischen Kredit- und Bankomatkarte ist. Oder warum uns die Bank Geld schenkt (Zinsen beim Sparen).

      Auf die Aufgaben, fertig, los!

      Soll ich die Schularbeit eigentlich auch selbst lösen? Die klare Antwort lautet: nicht nur einmal, sondern mehrmals. Beim Lösen erhalte ich ein Gefühl für die Schularbeit, auch das Layout spielt eine Rolle. Platzprobleme können zu Verunsicherungen und Fragen während der Schularbeit führen. Außerdem muss die Schularbeit auch beurteilt werden – transparent und nachvollziehbar. Deshalb schreibe ich mir genau auf, bei welchem Teil der Aufgabe es welche Punkte zu holen gibt. Die Aufgaben haben auch eine unterschiedliche Gewichtung, nicht jede Frage kann gleich viel wert sein. Zeit ist ein entscheidender Faktor. In der Unterstufe/Mittelschule ist für eine Schularbeit eine Arbeitszeit von 50 Minuten vorgesehen. Die Schülerinnen und Schüler sollen aber auch Zeit haben um Aufgaben nochmals zu betrachten. Deshalb sind manche schon nach 30-40 Minuten fertig und müssen eben warten. Für die restlichen Minuten gibt es also noch Zeit um einzelne Aufgaben nochmals zu rechnen oder nachzulesen ob die Antwort zur Frage passt.

      In Mathematik ist man schneller als in Sprachen

      Natürlich, das gebe auch ich zu, es gibt jedoch ein „Aber“. Texte zu korrigieren dauert natürlich länger, als kleine Beispiele durchzurechnen, das höre ich von meinen Kolleginnen und Kollegen, die Deutsch unterrichten häufig. Was diese jedoch nicht bedenken ist, dass der Mathematikunterricht für sich gesehen sicherlich etwas aufwändiger ist, als der Deutschunterricht. Einfaches Beispiel gefällig? Ein Buch lesen ist nicht mit dem Lösen von Beispielen im Mathematikunterricht zu vergleichen. Sicherlich muss das Buch gelesen werden, das klappt aber schnell (vor allem, weil die Lektüre für 10-14 jährige einfach ist).

      Ja, mir ist klar, dass das keine Pauschale Aussage ist. Ich denke mir nur, dass der Aufwand sehr wohl ausgeglichen ist, bei manchen ist die Schularbeit aufwändiger beim Zusammenstellen, bei anderen beim Korrigieren und bei mir ist eben der Unterricht vorbereitungsintensiver, die Schularbeit jedoch sehr schnell.

      Multiple Zeitersparnis durch Automation

      Klingt diese Überschrift nicht toll? Ich kann eine Klasse teilweise in ein bis zwei Stunden fertigstellen. Bei mir erhalten Schülerinnen und Schüler oft am selben Tag, manchmal auch am Folgetag die Schularbeiten zurück, obwohl ich eigentlich eine Woche Zeit hätte. Einerseits ist für mich die Arbeit dann gleich getan, ich komme nicht in Zeitbedrängnis und die Lernenden wollen auch schnell Ergebnisse haben. Das gelingt mir nicht nur durch die sorgfältige Planung und einer Reduktion auf das Wesentliche. Vor einiger Zeit habe ich die aktuellste Version meines Beurteilungskonzeptes bereitgestellt.

      Mit der Hilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen habe ich Tabellebrum entwickelt. Dort gebe ich meine Schularbeiten ein – die Liste rechnet mir automatisch die Note aus. Ich bin bei Schularbeiten auch gezwungen die Notenverteilung anzugeben, das ist Teil der transparenz. Bei 23 Exemplaren ist alleine dieser Schritt aufwändig. Stempel können helfen, Drucker noch mehr. Ich verwende kein Schularbeitenheft, das ist auch meine Rücken lieber. Auf der ersten Angabeseite ist ganz oben ein Abstand zwischen Rand und erster Zeile, rechte ist Platz für den Namen. Dorthin druckt mein Drucker automatisch ein Feld, indem Datum, Beurteilung und Notenverteilung zu erkennen sind. Also: Schularbeitenzettel alphabetisch sortieren (dauert etwa eine Minute), Zettel in den Drucker einlegen und aus der Liste direkt die Seiten ausdrucken.


      Lange Rede, kurzer Sinn

      Wer bereits beim Zusammenstellen besonders sorgfältig arbeitet hat hinterher weniger zu tun. Mut zur Lücke, Reduktion auf wesentliche Punkte und die Verknüpfung mit der eigenen Planung machen das Leben in diesem Fall leichter.

      Hier noch die Links zu zwei Schularbeiten aus dem aktuellen Schuljahr: