Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Screenshot der Beurteilungsliste

Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Schnelle Ergebnisse für eine mathematische Aufgaben – wer will das nicht? Als Lehrender habe ich in den Schulstufen 5-8 oft meine Probleme zu schnellen Ergebnissen zu kommen. Es gibt zwar für vieles Einzellösungen aber ich wollte alles auf einem Platz haben. Thematisch sortiert habe ich mir also einfach eine Google Tabelle zusammengestellt, die natürlich auch in Excel funktioniert. Dort trage ich Angaben ein und erhalte direkt die passende Lösung. Beispielsweise soll das Volumen und die Oberfläche eines Zylinders berechnet werden – nach Eingabe von Radius und Höhe erhalte ich direkt G, U, M, O und V. 

Kannst du nicht selbst rechnen?

Die Frage sollte eher lauten: „warum rechnest du nicht selbst?“. Im Unterrichtsalltag habe ich direkt viele Beispiele aus Büchern und auch selbst ausgedachte. Das Problem ist natürlich immer die Zeit. Ich hätte also gerne die Lösung sofort, sodass ich bei Schwierigkeiten individueller auf einzelne Lernende eingehen kann. Außerdem habe ich in meinem „Epischen Rechner“ auch Zwischenergebnisse, sodass ich Rechenwege schneller auf Fehler überprüfen kann – es zählt nicht nur das Endergebnis, sondern der gesamte Weg bis dorthin.

Im Dokument – das hier auch frei zur Verfügung steht – werden die orangen Felder befüllt, die grünen werden automatisch berechnet. In Schulbüchern ist oft von „gegeben“ und „gesucht“ die Rede, weshalb auch in der Tabelle diese Wortwahl verbaut ist. Die Tabelle kann natürlich grafisch und inhaltlich angepasst werden, mir passt sie aktuell so. Nur die Schuldenrechnung ist noch in Arbeit. Ich habe einfach über die Schuljahre immer wieder etwas dazugenommen und kann damit sehr schnell agieren.

Benefit für Lernende

Tatsächlich dürfen meine Schülerinnen und Schüler den Rechner auch verwenden. Ich habe das Dokument über unser Lernmanagement-System virtuell ausgeteilt, damit Hausübungen selbst kontrolliert werden. Dabei ist für mich, wie schon immer, nicht das Ergebnis am Schluss entscheidend, sondern der Weg dorthin. Ohne Rechenweg, also mit reinen Ergebnissen gibt es keine Beurteilung. Dafür hat die Klasse aber ein Tool zur Hand, das auch Zwischenergebnisse liefert. Beispielsweise könnte bereits der Umfang der Grundfläche beim Zylinder fehlerhaft sein – das würde dann auch zur fehlerhaften Berechnung der Oberfläche führen. 

Download

Ja – du darfst das gerne haben. Wie fast alles, was ich so baue, gebe ich auch das gerne weiter. Der erste Button führt dich direkt zum Epischen Rechner – dort kannst du dir die kleine Liste ansehen. Ganz unten sind die Reiter für verschiedene Themengebiete – dort kannst du auch über „Datei -> Herunterladen“ eine Excel-Version herunterladen. Möchtest du direkt eine Kopie dieser Liste in deinem Google-Drive haben, dann nimm den zweiten Button.

GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

Screenshot der Beurteilungsliste

GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

Digitale Schrift in allen Lebenslagen kann nicht nur privat, sondern auch im Unterricht vorteilhaft eingesetzt werden. Die App GoodNotes bietet viele Möglichkeiten um zu schreiben und zu skizzieren und noch viele weitere, die im Klassenzimmer Anwendung finden. Auch für Mathematik eignet sich das Tool meiner Wahl – mehr dazu und einige give-aways gibt es hier.

Bevor wir starten

Im aktuellen Schuljahr bin ich in mehreren Klassen Mathematiklehrer und auch Biologiestunden zählen zu meiner Lehrfächerverteilung. Natürlich gibt es da noch mehr, GoodNotes lässt sich hierbei aber am Besten einsetzen. Meine Mitschrift erfolgt live am Tablet in der Stunde, die Lernenden sehen auf dem projizierten Bild, was ich mache – eine Art digitale Tafel. Sie sehen aber keine Einstellungen, Benachrichtigungen, sondern nur das reine, digitale Tafelbild. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • kein Löschen der Tafel mehr
  • besserer Kontrast (z.B. schwarz auf weiß) und gute Lesbarkeit
  • vielfältige Möglichkeiten durch den Einsatz von Farben, Formen, Skizzen, Markierungen, u.v.m.
  • Lernende können das Layout besser in das Heft übertragen (A4 bei mir, A4 bei den Schülerinnen und Schülern)
  • einfaches Vergrößern und Verkleinern und auch zoomen
  • leichtes Zurückscrollen (z.B. zur letzten Stunde)
  • schnelles einfügen von Inhalten wie etwa Bildern
  • Blickkontakt mit den Schülerinnen und Schülern
  • schnelle Hinweise durch den digitalen Laserpointer

In vielen Bereichen eignet sich der Gedanke, zuerst an das Ziel zu denken. In meinem Fall half mir das, GoodNotes zu entdecken und effizient zu nutzen. Ich benötige einerseits einen Ersatz für die Kreidetafel, der es möglich macht während Unterrichtsstunden in die vergangenen Aufzeichnungen zu blicken und andererseits eine Möglichkeit auch meine mathematischen Kritzeleien unterzubringen. Konstruktionen von Formen und Körpern führe ich jedoch nach wie vor offline bzw. analog mit Stift, Geodreieck, Zirkel und Papier durch. Zum Schluss möchte ich aber noch die Möglichkeit haben, dass Schülerinnen und Schüler nur das sehen, was sie sehen sollen und via Exportfunktion auch meine Mitschrift sehen können.

Diese Funktionen bietet mir GoodNotes und kann sogar noch über Umwege ein klein wenig mehr.

Was braucht man?

Neben Apples iPad ist ein Stift voraussetzung, um GoodNotes effizient zu nutzen. Da der originale Apple Pencil manchen doch zu teuer erscheint, gebe ich hier ein paar Gedanken mit: Der originale Stift ist zu 100% auf das iPad zugeschnitten. In der ersten Version wird dieser über den Lightning-Port direkt am iPad geladen, in der zweiten Generation klappt dies induktiv. Je nach iPad ist entweder jener der ersten Generation oder eben der andere kompatibel. Neben reinem Schreiben eignet sich dieser aber auch hervorragend zum Zeichnen – dabei unterstützt der Apple Pencil auch im abgeschrägten Zustand die Eingabe und verhält sich dabei ähnlich wie ein Bleistift oder Buntstift.

Sollte das iPad in Kombination mit dem Stift überwiegend zum Schreiben genutzt werden, dann gibt es von Adonit oder Logitech passende und günstigere Alternativen:

Diese Stifte bieten vielleicht nicht den gleichen Komfort beim Laden und Verwalten, sind für Schrift aber eine absolute Empfehlung. Soll es doch der Apple Pencil werden, könnte es auch sein, dass man diesen gebraucht gut und günstig findet – es gibt doch einige Leute, die den falschen Stift gekauft haben und diesen dann über diverse Plattformen wieder loswerden möchten.

Weit über die Grundfunktionen hinaus

GoodNotes bietet in der fünften Version nicht nur die Möglichkeit Notizbücher zu befüllen, sondern auch einen eigenen Modus der bei einer Beamer- oder Monitor-Verbindung aktiv wird. In meinem Umfeld  ist das iPad über einen HDMI-Adapter mit dem Beamer verbunden, sodass die Schülerinnen und Schüler das sehen, was ich schreibe. Der Präsentationsmodus, dessen automatische Aktivierung eingestellt werden kann, lässt Menüpunkte und Auswahlwerkzeuge beim Beamer-Bild verschwinden. So sehe ich die übliche GoodNotes-Ansicht, andere sehen jedoch nur das Hintergrundbild und meine Schrift. So werden ganze Seiten im Hochformat angezeigt, während beispielsweise Ausschnitte im Querformat dargestellt sind. Die Ablenkung ist dann nicht gegeben. In meinem Fall sehen die Schülerinnen und Schüler nicht, wenn ich zwischen Radiergummi und Stift wechsle. Seit dem Update auf iPadOS 13 steht in GoodNotes 5 auch die Funktion zur Verfügung, zwei Dokumente nebeneinander geöffnet zu haben. Über einen Button wird ausgewählt, welches Dokument über den Beamer angezeigt wird. Ich habe damit das digitale Schulbuch oder PDF-Dokumente mit Vorbereitungen und mein digitales Schulübungsheft nebeneinander, projiziert wird aber immer nur eines von beiden. 

Neben diversen Stiften und Tools um Formen zu zeichnen, gibt es auch Markier-Werkzeuge, eine automatische Handschrifterkennung und die Möglichkeit Bilder einzufügen. Dabei kann auch über Bilder geschrieben werden und schönere Skizzen gelingen schnell und einfach – es ist wie digitales Abpausen. Dabei können Linien auch im Nachhinein farblich angepasst oder direkt gelöscht werden das gilt auch für Linien und Formen, die dann noch eine Größenanpassung zulassen.

Ein Notizbuch richtig erstellen

Natürlich wollte ich nach dem Download sofort loslegen und merkte erst einige Zeit später, dass die Ein oder Andere Möglichkeit vorher bedacht werden sollte. Notizbücher bestehen aus einem Deckblatt, dass einfach die erste Seite des Notizbuches darstellt. Dahingehend kann neben den Vorlagen auch ein eigenes Bild dafür verwendet werden. Bei der Erstellung eines neuen Notizbuches fragt GoodNotes nach dem gewünschten Hintergrund. Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten in verschiedenen Formaten – auch linierte und karierte Templates gibt es dort.

Seit der fünften Version ist es nun möglich eine Ordnerstruktur aufzubauen – Drag & Drop wird auch unterstützt. Neben Ordnern und Dokumenten können auch Bilder aufgenommen oder Dokumente gescannt werden. Dazu dient dann die eingebaute Kamera. Ebenso kann von anderen Quellen, wie USB-Sticks oder Cloud-Speichern importiert werden. Bei der Erstellung eines neuen Dokuments wird aus einer Vielzahl an Titelblättern und Seitenlayouts ausgewählt. Neben den Vorlagen DINA7 bis DINA3 kann auch zwischen Letter oder Tabloid-Formaten ausgewählt werden. Weiterer Parameter ist die Hintergrundfarbe. Einige Auswahlmöglichkeiten der Papiersorte sind liniert, kariert, dotted, leer, cornell, Notenzeilen oder Tabulator.

Diese haben aber einen entscheidenden Nachteil: Die Abstände der Kästchen bzw. Linien stimmen nicht mit üblichen Heftformaten überein. Ich habe mir also eine PDF-Vorlage erstellt und diese in GoodNotes eingefügt. Damit ist die Mitschrift meines Mathematikunterrichts noch realistischer, da auch die Schülerinnen und Schüler auf dem gleichen kariertem Papier arbeiten. Nebenbei wäre das Ergebnis auch beim Ausdrucken deutlich übersichtlicher.

Zwei Kästchen entsprechen bei meiner Vorlage dem üblichen Zentimeter und auch beim linierten Papier habe ich die Größe entsprechen angepasst. Damit auch du davon profitieren kannst, gibt es den Download der PDF-Vorlagen ganz unten. Am Besten kann man diesen Beitrag direkt am iPad öffnen, dann muss die Vorlage nicht noch extra transferiert werden (dazu gibt es die jeweiligen QR-Codes zum Scannen). Hinweise zur Verwendung der Vorlagen befinden sich am Ende diesen Beitrags.

Vorlage: kariert

Vorlage: liniert

Sonst noch was?

Für private Zwecke würde eigentlich auch Apples Notizen-App dienen, GoodNotes bietet im Schulkontext aber die Möglichkeit, aufwändige Tafelbilder für die Ewigkeit zu speichern und bereits im Vorfeld zu produzieren. Außerdem gelingt das Richtigstellen bzw. Korrigieren von Fehlern deutlich einfacher. Mein absolutes Lieblingsfeature ist aber der Sichtkontakt zu den Lernenden. Natürlich gibt es vielerlei Sozialformen und nicht nur Frontalunterricht, jedoch habe ich bspw. bei letzterem die Schülerinnen und Schüler nun direkt im Blick. Das ist meiner Meinung nach sehr vorteilhaft, da ich während meiner Arbeit sehr gerne auch spreche und dabei die Gruppe auch gerne ansehe. Der Nachteil ist jedoch, dass ich mehr sitze, als wenn ich an der Tafel arbeite – das muss ich dann anders ausgleichen.

GoodNotes unterstützt in der aktuellsten Version auch das gemeinsame Arbeiten an einem Notizbuch – die iCloud-Freigabe macht es möglich. Bei Backups kann aber auch auf andere Dienste, wie etwa Google Drive zurückgegriffen werden.

Tafelbilder, Vorbereitungen, Protokolle und andere Mitschriften bringen auch die Anwendung in Elterngesprächen mit sich. Dabei kann für eine Klasse ein Administrations-Notizbuch angelegt werden. Dabei greife ich persönlich doch lieber zu anderen Diensten und Listen führe ich auch vollkommen digital ohne Handschrift.

 

Download

Die App ist ausschließlich in Apples „App Store“ für etwa 9 € erhältlich. Ich finde den in letzter Zeit gestiegenen Preis, in Anbetracht der Funktionalität, immer noch mehr als angemessen. Das entspricht etwa den Ausgaben von drei bis vier Collageblöcken.

Neben den Papiervorlagen dient mir auch ein passendes Bild eines Geo-Dreiecks im Mathematikunterricht. Die Handhabung ist zwar nicht perfekt, jedoch für meine Zwecke vollkommen ausreichend: dabei das Dreieck als Bild einfügen und durch die Größenanpassung auf der Seite platzieren. (Link zum Dreieck)

Für die Papiervorlagen habe ich noch einen Hinweis: Nach dem Herunterladen sollte das PDF-Dokument direkt in GoodNotes importiert werden. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Dokument, in welches die Vorlage gelangen soll, bereits vorher geöffnet ist. GoodNotes fragt mein Importieren nach, ob das PDF-Dokument in das aktuelle Notizbuch importiert werden soll. Ist die Volage importiert wird jede nächste Seite direkt mit der Vorlage hinterlegt. Ich importiere daher entweder direkt nach der Erstellung eines Notizbuches die Vorlage oder nehme die Vorlage direkt als neues Notizbuch und passe die erste Seite an (diese stellt dann auch das Thumbnail in der Übersicht dar). 

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

Videokonferenzen halten seit 2020 Einzug in der Bildungswelt und natürlich auch weit darüber hinaus. Schon fast genervt wirken manche TeilnehmerInnen vom immer selben Anblick: Kacheln mit Webcambildern, ein paar Interaktive Tools und der Chat als Austauschformat. Ja, Break-Out-Rooms sind für viele auch nichts Neues mehr. Dabei gibt doch noch ganz andere Wege, wie man sich austauschen kann.

What?

Ja! Neben klassischen Videokonferenz-Tools, die ich selbst auch nutze, gibt es einige Vertreter die ganz anders an die Sache herangehen. Was brauchbar wäre, sind Lösungen, die ein freies Bewegen im Raum zulassen, gleichzeitig muss es aber auch „Vortrags-Settings“ geben, die es ermöglichen, dass ein Sprecher oder eine Sprecherin alle erreicht. Klug wäre es auch, wenn man mit jenen in Kontakt treten kann, die man aktuell sehen und hören will/sollte. Nicht nur Gruppenarbeiten sondern auch Freizeitmöglichkeiten erstrecken sich dadurch. Zum Glück für mich gibt es das bereits.

Dieses nette Tool erzeugt eine virtuelle Welt, die dem Design nach Game-Boy-Spielen aus den 1990er Jahren ähnelt. Nach dem Betreten des Raumes nimmt man in Gestalt einer verpixelten Figur am Geschehen teil. Mit den Pfeiltasten auf der Tastatur navigiert man durch den Raum und kann sich so anderen Personen (Pixel-Character) nähern. In einem gewissen Radius um sich herum, kann man dann andere nicht nur auf der Karte des Raumes sehen, sondern auch das Webcambild. Zusätzlich hört man sich dann noch über das Mikrofon. Im Verhältnis zu einem klassischen Videokonferenz-Tool bietet gather.town also die Möglichkeit der Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung. Damit können sich jene Gruppieren, die etwas zu Besprechen haben. Die Möglichkeit der Bildschirmfreigabe und der Chat sind ebenso Funktionen des Tools. Letzteres kann sogar in zwei Bereiche untergliedert werden. Einerseits kann man mit seiner direkten Umgebung chatten, so erhalten nicht alle im Raum eine Nachricht, das kann aber mit „everyone“ ebenso erzielt werden.

Grundsätzlich gibt es aber auch spezielle Bereiche, wie die „private-spaces“. Das sind spezielle Punkte oder Orte, wo sich dann alle sehen und hören, die anwesend sind. Das könnte bspw. rund um einen Tisch sein. Damit werden dann die Webcams sichtbar und man kann sich auch akustisch austauschen. Der Spotlight-Place bietet dafür die Möglichkeit mit einem ganzen Raum zu kommunizieren, ohne das die örtliche Nähe eine Rolle spielt. Wie im Titelbild ganz oben kann dann auch ein „Vorlesungs-Szenario“ in gather.town abgehalten werden.

Ein Punkt der noch dazugehört ist der Preis. Ich nutze gather.town in der vollkommen kostenlosen Variante und kann damit 25 Personen gleichzeitig in einem Raum unterbringen. Das ist für eine Schulklasse oder auch eine Gruppe von Studierenden oder für die Freizeit eigentlich ganz in Ordnung. Dann wird es jedoch kostspieliger. Die Preise richten sich nach einem pay-per-use Modell – dabei ist mit $1/user für zwei Stunden Nutzung auch eine günstige online-Party möglich. Dabei gebe ich folgende Gedanken mit: 

  • Für Personen ist die Teilnahme sehr einfach
  • Die Kosten sind meiner Meinung nach in Ordnung, wenn man Kosten für einen realen Seminarraum bedenkt, der angemietet wird

    So ist die virtuelle Welt aufgebaut

    Grundsätzlich beschreibe ich gather.town mit einem 3-Ebenen-Prinzip. Die Grundlage, also die hinterste Ebene bildet ein Bild. Dieses kann aus einer Vorlagengalerie gewählt oder auch selbst gestaltet werden. Auf diesem Bild wird auch die grundlegende Richtung sichtbar. Damit kann das Bild die Grundlage für einen Seminarraum oder auch eine Dachterrasse bieten.

    Auf diese Ebene folgt dann der Teil, der von gather.town direkt eingespielt wird. Dazu zählen spezielle Bereiche, wie „private-Spaces“, die nicht direkt sichtbar sind, aber auch Möbelstücke, Pflanzen, Dekoration und interaktive Inhalte. Damit ist es möglich virtuelle Pinnwände, Bildschirme oder Infotafeln zu platzieren. Diese interaktiven Elemente können allerlei Dinge, wie Websites, Videos oder Bilder beherbergen. Bei „embedded Pages“ können natürlich auch Padlets oder Spiele eingebunden werden. So hat man einen Bereich, der eben solche interaktive Elemente bereitstellt und diese werden wiederum nur ab einem gewissen Radius, also räumlicher Nähe aktivierbar.

    Die dritte und oberste Ebene bildet wiederum ein Bild. Dieses ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Damit gelingt es bei der Rooftop-Bar das gewisse Etwas mit Hilfe von Lichtern, die teilweise transparent über dem Geschehen liegen zu erzeugen.

    Das ist mir zuviel

    Natürlich wird man auf den ersten Blick ein wenig von den vielen Möglichkeiten erschlagen. Wer auf die Virtuelle Welt dennoch nicht komplett verzichten will, dem sagt vielleicht wonder.me zu. Dort gibt es ebenso die Möglichkeit durch örtliche Nähe in Kontakt zu treten – die Oberfläche bietet jedoch nur wenig Vielfalt.

    Wenn gather.town dennoch sinnvoll erscheint, dann könnten dir meine Videos beim Kennenlernen und Einrichten vielleicht helfen. Ich habe auch einen Raum eingerichtet, den man einfach betreten kann – unten ist der Link dazu. Dabei kann gather.town kurz aus Teilnehmendensicht ausprobiert werden (kostenlos). Mir hat es auf jene Fall sehr viel Spaß bereitet diese virtuelle Welt einzurichten und ganz kurz im Zuge der #digiPH4 zu präsentieren und mit einigen Hochschullehrenden ein bisschen Zeit beim informellen Austausch zu verbringen.

    Update – 14.02.2021

    In gather.town gab es nun ein Update, das die Map-Maker-Eigenschaften weiter vorantreibt. Dahingehend gibt es auch ein Update-Video.

      Linkliste

      Kooperative Online-Seminare an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

      Kooperative Online-Seminare an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

      Moodle kann eine mächtige Lernplattform sein. Doch durch den großen Funktionsumfang werden auch einige abgeschreckt und Nutzen daher Kurse als Dokumentenablage. Um den professionellen Einsatz von Moodle als Lernplattform bei der Abhaltung von LehrerInnenfort- und -weiterbildungen an der PH Niederösterreich (PH-NÖ) zu fördern, gab die Hochschule die Erstellung von Best-Practice-Moodlekursen in Auftrag. Ziel war die Erstellung einer Masterkurs-Vorlage, die zeigt, was mit Moodle in der Hochschullehre möglich ist, und die von LektorInnen an der PH Niederösterreich für ihre Lehrveranstaltungen genutzt und nach ihren Bedarfen befüllt werden kann.

      Beatrice Kogler und Kai Hebein, beide ausgebildete Lehrende, studieren berufsbegleitend E-Learning und Wissensmanagement an der Fachhochschule Burgenland. Ein Teil des Studiums besteht aus der Durchführung eines Praxisprojekts. Als Projektauftraggeber vermerkte die PH-NÖ den Bedarf an einer Art Vorlage für Lehrende, die den Einstieg in das Lernmanagement-System Moodle erleichtern soll.

      https://www.youtube.com/watch?v=8bE6uqh7xYI

      Mag. Robert Schrenk, Bakk. betreute uns seitens der FH im Laufe des Projekts mit Besprechungen, Rat und Tat.

      An die Arbeit

      Gemeinsam mit Prof. Mag. (FH) Walter Fikisz, MA, BEd von der PH-NÖ gab es im August 2020 ein Kick-off-Meeting um den Projektauftrag zu vervollständigen. Dabei wurde ebenso ein Zugang für das hauseigene Moodle hinterlegt, sodass das Projektteam Zugriff hatte und Kurse gestalten konnte. Was am Anfang schon klar ist: Es gibt keine dezidierte Projektleitung, was bei zwei Personen auch nur wenig Sinn macht. Die PH-NÖ legte bereits im Vorfeld ein Dokument mit vielen hilfreichen Informationen an, sodass die Thematik bzw. viel eher die Probleme mit Moodle klar wurden. Moodle ist vielfältig und dadurch nicht ganz so einfach zu bedienen. Nicht nur im Zuge des Masterstudiums sondern auch privat und beruflich hat sich das Projektteam bereits mit Moodle auseinandergesetzt und dadurch erkannt, welche Möglichkeiten gut funktionieren.

      Projektziele

      Zwei Kurse sollten erstellt werden. Einerseits ein Prototyp, der bereits im Wintersemester 2020 eingesetzt werden sollte. Dabei ging es um die Lehrveranstaltung „Gesellschaftliche Auswirkungen der Mediennutzung“, die ein Teil des Hochschullehrgangs „Lehrer/in für Digitale Grundbildung“ ist. Zuvor wurde diese von Walter Fikisz offline abgehalten und einige Informationen, Übungen und Beispiele mit Hilfe von Moodle transferiert. Unsere Aufgabe bestand darin, diese Lehrveranstaltung in ein Kooperatives Online-Seminar umzuwandeln. Dabei geht es nicht nur darum, Lerninhalte in Moodle hochzuladen, sondern Interaktivität zu erzeugen. Auch ein „Miteinander“ soll ein egozentrisches Arbeiten teilweise ersetzen. Der zweite Kurs bildet eine Vorlage für Lehrende der Institution.

      Masterkurs – Moodle Vorlage

      Nachdem der Prototyp fertig war, ging es darum, einen Moodle-Kurs zu bauen, der auf den ersten Blick wie ein aktiver Kurs einer Lehrveranstaltung aussieht. Der Unterschied besteht aber vor allem im Inhalt. Statt reale Inhalte einer Lehrveranstaltung einzubauen wurden im Masterkurs Demoinhalte eingefügt, die die einzelnen Bestandteile, Möglichkeiten, Inhalte und Aktivitäten von Moodle erklären. So gibt es beispielsweise eine Textseite, die sich selbst erklärt oder ein Forum im dem steht, wofür ein Forum gut geeignet ist. Auch interaktive Elemente sind ein großer Bestandteil des Kurses – diese wurden mit dem kostenlosen Moodle-PlugIn H5P erzeugt. Diese Beispiele zeigen dann ein interaktives Element und eine schnelle Einführung. Die Vorlage sollte aber nicht überfordern, weshalb nur eine Auswahl an Aktivitäten eingebaut wurden.

      Grafische Aufbereitung

      Moodle ist von Haus aus nicht immer besonders benutzerfreundlich aufgebaut. Bei der Vorlage geht es nicht nur um die Inhalte, sondern auch um die grafische Aufbereitung der einzelnen Elemente. Deshalb gibt es neben den Kursabschnitten auch einen „Kursheader“, der fixierte Inhalte zu jeder Zeit anzeigt. Wir erachten diese Dinge als wichtig bzw. hilfreich für Kursteilnehmende:

      • Name des Referenten/der Referentin
      • Kursdauer
      • Online-Präsenz bzw. synchrone Phasen
      • Allgemeine Informationen zum jeweiligen Kurs (1-2 Sätze)

      Unterhalb dieser Textelemente befinden sich Icons (Quelle: Pixabay), die zu interessanten Seiten, dem Forum oder Beurteilungskriterien führen. Der „Home-Button“ stellt ebenso ein Element dar, dass bei vielen Moodle-Kursen hilfreich sein könnte. Moodle bietet zwar die Möglichkeit über die Kursnavigation mit wenigen Mausklicks wieder auf die Startseite de Kurses zurückzukehren, mit dem „Home-Button“ gelingt dies jedoch mit einem einzigen Klick.

      Anleitung statt Dokumentation

      Damit sich Lehrende schnell zurechtfinden oder einfach nach wenigen Minuten entscheiden können, ob dieser Kurs zum Einsatz kommt, gibt es ein Einführungsvideo. In diesem erhalten potentielle NutzerInnen nicht nur einen Überblick über die Struktur, sondern auch hilfreiche Informationen zur Bearbeitung. Diese Fragen werden beispielsweise direkt geklärt:

      • Was muss ich tun?
      • Welche Möglichkeiten habe ich?
      • Was sind Abschnitte und wie kann ich diese ändern?

      Unser Favorit: Das Grid-Format

      Moodle bietet natürlich nicht nur eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten und Möglichkeiten der Erweiterung durch PlugIns, sondern auch einige Kursformate. Damit ist die Anordnung von Inhalten und die grobe Gliederung dieser gemeint. In der aktuellen Instanz der PH-NÖ befinden sich Themen- und Zeitgliederungen. Wir wollten die UX (User Experience) erhöhen, damit nicht nur die Leitung der Lehrveranstaltung schnell und einfach navigieren kann, sondern auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine gute Übersicht erhalten.

      Das Grid-Format erlaubt es Inhalte in Blöcken zu organisieren. Dadurch kann entweder in Themengebieten oder zeitlichen Abschnitten gegliedert werden. Im Prototyp haben wir uns für Themengebiete entschieden, da die Lehrveranstaltung über eine kurze Zeitdauer abgehalten wird. Es wäre aber auch möglich in Wochen zu unterteilen – das ist je nach Anwendungszweck unterschiedlich. Die einzelnen Kacheln können mit Titel und Bild hinterlegt werden, wodurch der Kurs insgesamt schöner gestaltet ist.

      So ist die Vorlage zu nutzen

      Unter der Annahme, dass die Lehrveranstaltungen ohnehin geplant sind, kann die Master-Vorlage einfach kopiert werden. Im nächsten Schritt folgt die Befüllung mit Inhalten und das Erstellen von interaktiven Elementen, falls dies gewünscht ist.

      1. Kurs kopieren
      2. Beschreibung, Titel und Header-Informationen ändern
      3. Entscheidung: Kacheln themen- oder zeitbasiert verwenden
      4. Kacheln beschriften und die Demoinhalte entfernen oder anpassen

      Vor allem dieser letzte Schritt wird durch die Vorlage stark unterstützt. Die Demoinhalte bieten bereits eine kurze Beschreibung und können dahingehend einfach verschoben/umplatziert werden.

      Die Herausforderungen des Projekts

      Das Projekt ist weitestgehend problemlos abgelaufen. Vor allem mit Walter Fikisz pflegten wir eine regen, wertschätzenden und produktiven Kontakt während des Projektablaufs. Nach dem virtuellen Kick-off folgten noch weitere virtuelle Treffen, ansonsten verwendeten wir Mails bei der Kommunikation. Intern haben wir unser Projekt mit Microsoft Teams und dem Planner (Tasks) gestaltet. Dabei stellten wir schon die ersten Probleme fest:

      • Teams ist an ein Microsoft-Konto gebunden
      • Die online-Varianten von Word, Excel und PowerPoint liefern nur einen sehr kleinen Funktionsumfang und haben große Probleme mit Formatierungen

      Da wir beide auch beruflich MS Teams verwenden und zusätzlich einen Zugang über die Fachhochschule nutzen, gibt es oft Probleme beim Wechseln von Konten. Da der Start aber bereits abgewickelt war, die Ordnerstruktur schon aufgebaut und die Aufgaben im Planner organisiert waren, machte ein Wechsel auf ein anderes Tool keinen Sinn mehr. Unsere Organisation ist wohl als hybrides Projektmanagement zu verstehen. Die Arbeitspakete, Aufgaben und Workflows wurden im Kanban-Board-Style dargestellt, was sich aber als Problem für die Fachhochschule herausstellte, denn dort wurde ein Balkenplan gefordert – wir besserten also nach.

      Zeit ist ein entscheidender Faktor

      Direkt nach dem Start des Projekts waren wir voller Euphorie und investierten viel Zeit um das Projekt zu planen und den Start schnell hinter uns zu lassen. Dann kam der Schulbeginn und einige Veränderungen im Job-Leben des Teams. Neuer Job, Distance Learning und zusätzliche Aufgaben, später noch der Start des Semesters an der FH und damit verbunden auch diverse projektbezogene Aufgaben machten uns das Leben schwer. Das Projekt wurde durch eine sprichwörtliche Armada an weiteren Arbeitsaufträgen begleitet. Projektauftrag, Handbuch, wissenschaftliche Artikel, Stand der Forschung, Publikation, Projekt-Rahmenbedingungen und Präsentation waren einige Abgaben der begleitenden Lehrveranstaltung. 

      Learning

      Das Projekt war im Zweierteam gut durchführbar, hätte aber von weiteren Projektteammitgliedern profitiert. Wir konnten unsere Kenntnisse in Bezug auf Moodle weiter vertiefen und uns Wissen zu Instructional Design von kooperativen Moodlekursen aneignen. Danke sagen wir hiermit auch Walter Fikisz für die angenehme Zusammenarbeit während des Projekts und hoffen, dass die entstandenen Moodlekurse den Lehrenden an der PH Niederösterreich hilfreich sein werden.

      Projektpräsentation an der FH-Burgenland am 15.01.2021 (virtuell)
      Warum ich in die Kreidezeit beame: leicht, einfach, effizient und anschaulich unterrichten.

      Warum ich in die Kreidezeit beame: leicht, einfach, effizient und anschaulich unterrichten.

      Immer noch kaum zu glauben ist der digitale Stand der Schule im Jahr 2020. Tafeln mit Kreide zu akzeptieren muss nicht heißen, dass digitale Helferlein abgelehnt werden müssen. Bis zu einem gewissen Grad kann hier Kompromissbereitschaft sinnvoll sein, doch ganz analog mag ich es dann doch nicht.

      Bereits in meinem ersten Dienstjahr fand ich es unzulässig, Schulen mit »rudimental-only-Ausstattung« zu belassen. Zwar hat sich die Kreidetafel bewährt und gezeigt, dass es damit auch möglich ist. In einer Zeit, wo bereits Kinder mit Smartphones aufwachsen, die soziale Schere weit geöffnet ist, die Generation Z die Klassenzimmerseite wechselt und auf den „Lehrersessel“ klettert müssen auch zeitgemäße Technologien verfügbar sein. Das Gegenteil hielt mich nicht ab, etwas zu ändern – wenn auch auf meine eigenen Kosten, dafür aber zum Nutzen vieler, vor allem der Schülerinnen und Schüler.

      Ich unterrichte mit Tablet und Projektor (Beamer). Was ich auf meinem iPad schreibe, sehen die Schülerinnen und Schüler direkt an der Leinwand. Mein Beamer projiziert das Bild der App GoodNotes 5 an die analoge Tafel. Die Vorteile liegen für mich klar auf der Hand:

      • Was war letzte Stunde -> einfach zurück scrollen
      • Multimediale Inhalte zeigen
      • Abstimmungen, Gruppenspiele oder Lärmampel in Freiarbeitsphasen
      • Mathematische Konstruktionen einfach mit der Kamera direkt herzeigen (Ich-Perspektive für die Kinder)

      Deshalb machte ich mich auf die Suche nach Lösungen, von öffentlicher Hand war leider nichts zu erwarten – überall bekam ich eine Absage, wenn es um die Frage nach dem Beamer ging. Niemand will zahlen, niemand will verantwortlich sein. Ich fing also an, ein wenig zu experimentieren. Ich nahm meinen alten RasperryPi (Mini-PC), eine Lampe von Ikea, meinen mini-Beamer und einen alten Alu-Koffer. Der Schwanenhals der zweckentfremdeten Lampe wurde im Koffer verschraubt, der RaspberryPi mit dem Beamer verbunden und eine passende Webcam angeschlossen. Ein einfaches Raspbian-Betriebssystem lieferte die Grundlage, damit mein Experiment klappen könnte.

      1. Koffer in der Klasse auf den Lehrertisch stellen
      2. Stromkabel einstecken
      3. Beamer und RaspberryPi starten automatisch
      4. das Webcam Bild (Live-Bild vom Lehrertisch) wird an die Tafel projiziert
      5. Die Kinder sehen mein Heft/Buch

      Leider finde ich kein Bild von meiner Umsetzung, jedoch war das Konzept so in etwa aufgebaut. (Grundriss des Koffers)

      In den ersten zwei, drei Monaten als NMS-Lehrer in Wien hatte ich es nicht leicht. Klassenvorstand einer neuen, vierten Klasse, neue Umgebung und der erste Lohn kam erst im Oktober und November. Das Startkapital für meine Verbesserungen musste also noch gesammelt werden, denn meine Konstruktion funktionierte zwar, jedoch war der Beamer viel zu dunkel und alles sehr wackelig. Am Ende des ersten Schuljahrs zog ich mich im Sommer in meine Werkstatt in Kärnten zurück und bastelte eine neue Lösung, damit ich nicht nur eine Dokumentenkamera zur Verfügung habe. Dieses Kästchen habe ich entworfen, gebaut und nach Wien transportiert – nun steht es in meiner Klasse.













      Trailer: Multimedia Rollcontainer

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      Ausstattung der „Version 1“ 

      • Beamer
      • Verlängerungskabel
      • Steckdosen
      • HDMI und AUX Anschlüsse
      • 2.1 Soundsystem
      • Kabel für alles Mögliche

      Vorerst war dort noch der schwache Beamer, bald folgte ein neuer, Leistungsstarker Beamer, der auch in einer hellen Umgebung gute Bilder liefert. Die Auflösung muss nicht 4K sein, aber scharf genug, damit man von jedem Punkt in der Klasse ein ordentliches Bild hat. In der zweiten Version hatte der Beamer keinen Platz im Kasten und wurde deshalb einfach auf den Deckel montiert. Inzwischen habe ich sogar eine Soundbar an der Leinwand angebracht – defekt, geschenkt, Willhaben, repariert, montiert. Meine Klasse kennt eigentlich gar keinen herkömmlichen Mathematikunterricht. Das Bild meines iPads landet an der Leinwand, Videos können direkt abgespielt werden und für Konstruktionen dient das ganze als Dokumentenkamera. Damit sehen die Schülerinnen und Schüler alles aus der Ich-Perspektive, was die Arbeit mit Geo-Dreieck und Zirkel deutlich vereinfacht. 

      Die Gesamtkosten für das „Beamer-Kasten-Projekt“ belaufen sich auf etwa 1.000€. Ich habe das aus meiner eigenen Brieftasche finanziert – gerne sogar. Mir brachte das viel Zeit ein, die ich wiederum für andere, schulische Themen verwenden konnte und noch immer kann. Inzwischen hat sich das Kästchen etabliert, obwohl es wahrscheinlich vom Schulerhalter nicht gern gesehen ist (das ist natürlich nur reine Spekulation).






      Was bleibt ist die Frage, warum das nicht schon vorher da war. Ich frage mich weiterhin, warum der Schulerhalter nicht in der Schule nachfragt, was denn eigentlich gebraucht wird. Ich möchte niemanden verpflichten, den Beamer einzusetzen – aber wenn jemand damit gut arbeitet, warum verweigert man dann. Zu teuer? Das kann nicht die Antwort sein, da wird an der falschen Stelle gespart!

      Was wünsche ich mir also?

      Ich würde es begrüßen, wenn aus den Schulen Leute, die vom Kollegium oder der Direktion ausgewählt werden, die mitbestimmen können, was wie eingesetzt wird. Konkret wäre es schön, wenn ich als IT-Kustode in den Auswahlprozess der digitalen Ausstattung eingebunden wäre – immerhin bin ich auch großteils die Person, die dann interne Schulungen abhält und für Fragen da ist.

      An zweiter Stelle wünsche ich mir auch in der Lehrenden(aus)bildung realistische, digitale Lehrveranstaltungen, die wirklich vorbereiten.

      Was macht man mit Schulen, die hierbei keine Expertise haben?

      Die einfache Lösung heißt Vernetzung. Es muss ein Rahmen geschaffen werden, damit andere von meinem Wissen profitieren. In jeder Mittelschule Wiens gibt es einen IT-Kustoden. Diese könnten sich noch viel besser vernetzen, wenn das auch in einem ausreichenden Maß toleriert und honoriert würde. Wer kann was und wer kann wie helfen – das sind Punkte, um die wir uns kümmern, wenn das passende Setting erlaubt ist. Woher weiß denn der Schulerhalter, die Bildungsdirektion oder gar das Bundesministerium davon, dass sich jemand auskennt? Ich stelle die Gegenfrage: Woher würde man wissen, dass sich jemand nicht auskennt?

      Abschließend möchte ich auch noch sagen: sei mutig und probiere neues aus. Im schlimmsten Fall geht was daneben, die Tafel hast du ja noch. Im besten Fall hast du eine gute Lösung und kannst Schülerinnen und Schüler besser unterstützen. Multimediales lernen und lehren darf nicht erst in zehn Jahren stattfinden.