Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Screenshot der Beurteilungsliste

Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Schnelle Ergebnisse für eine mathematische Aufgaben – wer will das nicht? Als Lehrender habe ich in den Schulstufen 5-8 oft meine Probleme zu schnellen Ergebnissen zu kommen. Es gibt zwar für vieles Einzellösungen aber ich wollte alles auf einem Platz haben. Thematisch sortiert habe ich mir also einfach eine Google Tabelle zusammengestellt, die natürlich auch in Excel funktioniert. Dort trage ich Angaben ein und erhalte direkt die passende Lösung. Beispielsweise soll das Volumen und die Oberfläche eines Zylinders berechnet werden – nach Eingabe von Radius und Höhe erhalte ich direkt G, U, M, O und V. 

Kannst du nicht selbst rechnen?

Die Frage sollte eher lauten: „warum rechnest du nicht selbst?“. Im Unterrichtsalltag habe ich direkt viele Beispiele aus Büchern und auch selbst ausgedachte. Das Problem ist natürlich immer die Zeit. Ich hätte also gerne die Lösung sofort, sodass ich bei Schwierigkeiten individueller auf einzelne Lernende eingehen kann. Außerdem habe ich in meinem „Epischen Rechner“ auch Zwischenergebnisse, sodass ich Rechenwege schneller auf Fehler überprüfen kann – es zählt nicht nur das Endergebnis, sondern der gesamte Weg bis dorthin.

Im Dokument – das hier auch frei zur Verfügung steht – werden die orangen Felder befüllt, die grünen werden automatisch berechnet. In Schulbüchern ist oft von „gegeben“ und „gesucht“ die Rede, weshalb auch in der Tabelle diese Wortwahl verbaut ist. Die Tabelle kann natürlich grafisch und inhaltlich angepasst werden, mir passt sie aktuell so. Nur die Schuldenrechnung ist noch in Arbeit. Ich habe einfach über die Schuljahre immer wieder etwas dazugenommen und kann damit sehr schnell agieren.

Benefit für Lernende

Tatsächlich dürfen meine Schülerinnen und Schüler den Rechner auch verwenden. Ich habe das Dokument über unser Lernmanagement-System virtuell ausgeteilt, damit Hausübungen selbst kontrolliert werden. Dabei ist für mich, wie schon immer, nicht das Ergebnis am Schluss entscheidend, sondern der Weg dorthin. Ohne Rechenweg, also mit reinen Ergebnissen gibt es keine Beurteilung. Dafür hat die Klasse aber ein Tool zur Hand, das auch Zwischenergebnisse liefert. Beispielsweise könnte bereits der Umfang der Grundfläche beim Zylinder fehlerhaft sein – das würde dann auch zur fehlerhaften Berechnung der Oberfläche führen. 

Download

Ja – du darfst das gerne haben. Wie fast alles, was ich so baue, gebe ich auch das gerne weiter. Der erste Button führt dich direkt zum Epischen Rechner – dort kannst du dir die kleine Liste ansehen. Ganz unten sind die Reiter für verschiedene Themengebiete – dort kannst du auch über „Datei -> Herunterladen“ eine Excel-Version herunterladen. Möchtest du direkt eine Kopie dieser Liste in deinem Google-Drive haben, dann nimm den zweiten Button.

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

gather.town – Videokonferenzen in virtuellen Welten, die verbinden

Videokonferenzen halten seit 2020 Einzug in der Bildungswelt und natürlich auch weit darüber hinaus. Schon fast genervt wirken manche TeilnehmerInnen vom immer selben Anblick: Kacheln mit Webcambildern, ein paar Interaktive Tools und der Chat als Austauschformat. Ja, Break-Out-Rooms sind für viele auch nichts Neues mehr. Dabei gibt doch noch ganz andere Wege, wie man sich austauschen kann.

What?

Ja! Neben klassischen Videokonferenz-Tools, die ich selbst auch nutze, gibt es einige Vertreter die ganz anders an die Sache herangehen. Was brauchbar wäre, sind Lösungen, die ein freies Bewegen im Raum zulassen, gleichzeitig muss es aber auch „Vortrags-Settings“ geben, die es ermöglichen, dass ein Sprecher oder eine Sprecherin alle erreicht. Klug wäre es auch, wenn man mit jenen in Kontakt treten kann, die man aktuell sehen und hören will/sollte. Nicht nur Gruppenarbeiten sondern auch Freizeitmöglichkeiten erstrecken sich dadurch. Zum Glück für mich gibt es das bereits.

Dieses nette Tool erzeugt eine virtuelle Welt, die dem Design nach Game-Boy-Spielen aus den 1990er Jahren ähnelt. Nach dem Betreten des Raumes nimmt man in Gestalt einer verpixelten Figur am Geschehen teil. Mit den Pfeiltasten auf der Tastatur navigiert man durch den Raum und kann sich so anderen Personen (Pixel-Character) nähern. In einem gewissen Radius um sich herum, kann man dann andere nicht nur auf der Karte des Raumes sehen, sondern auch das Webcambild. Zusätzlich hört man sich dann noch über das Mikrofon. Im Verhältnis zu einem klassischen Videokonferenz-Tool bietet gather.town also die Möglichkeit der Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung. Damit können sich jene Gruppieren, die etwas zu Besprechen haben. Die Möglichkeit der Bildschirmfreigabe und der Chat sind ebenso Funktionen des Tools. Letzteres kann sogar in zwei Bereiche untergliedert werden. Einerseits kann man mit seiner direkten Umgebung chatten, so erhalten nicht alle im Raum eine Nachricht, das kann aber mit „everyone“ ebenso erzielt werden.

Grundsätzlich gibt es aber auch spezielle Bereiche, wie die „private-spaces“. Das sind spezielle Punkte oder Orte, wo sich dann alle sehen und hören, die anwesend sind. Das könnte bspw. rund um einen Tisch sein. Damit werden dann die Webcams sichtbar und man kann sich auch akustisch austauschen. Der Spotlight-Place bietet dafür die Möglichkeit mit einem ganzen Raum zu kommunizieren, ohne das die örtliche Nähe eine Rolle spielt. Wie im Titelbild ganz oben kann dann auch ein „Vorlesungs-Szenario“ in gather.town abgehalten werden.

Ein Punkt der noch dazugehört ist der Preis. Ich nutze gather.town in der vollkommen kostenlosen Variante und kann damit 25 Personen gleichzeitig in einem Raum unterbringen. Das ist für eine Schulklasse oder auch eine Gruppe von Studierenden oder für die Freizeit eigentlich ganz in Ordnung. Dann wird es jedoch kostspieliger. Die Preise richten sich nach einem pay-per-use Modell – dabei ist mit $1/user für zwei Stunden Nutzung auch eine günstige online-Party möglich. Dabei gebe ich folgende Gedanken mit: 

  • Für Personen ist die Teilnahme sehr einfach
  • Die Kosten sind meiner Meinung nach in Ordnung, wenn man Kosten für einen realen Seminarraum bedenkt, der angemietet wird

    So ist die virtuelle Welt aufgebaut

    Grundsätzlich beschreibe ich gather.town mit einem 3-Ebenen-Prinzip. Die Grundlage, also die hinterste Ebene bildet ein Bild. Dieses kann aus einer Vorlagengalerie gewählt oder auch selbst gestaltet werden. Auf diesem Bild wird auch die grundlegende Richtung sichtbar. Damit kann das Bild die Grundlage für einen Seminarraum oder auch eine Dachterrasse bieten.

    Auf diese Ebene folgt dann der Teil, der von gather.town direkt eingespielt wird. Dazu zählen spezielle Bereiche, wie „private-Spaces“, die nicht direkt sichtbar sind, aber auch Möbelstücke, Pflanzen, Dekoration und interaktive Inhalte. Damit ist es möglich virtuelle Pinnwände, Bildschirme oder Infotafeln zu platzieren. Diese interaktiven Elemente können allerlei Dinge, wie Websites, Videos oder Bilder beherbergen. Bei „embedded Pages“ können natürlich auch Padlets oder Spiele eingebunden werden. So hat man einen Bereich, der eben solche interaktive Elemente bereitstellt und diese werden wiederum nur ab einem gewissen Radius, also räumlicher Nähe aktivierbar.

    Die dritte und oberste Ebene bildet wiederum ein Bild. Dieses ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Damit gelingt es bei der Rooftop-Bar das gewisse Etwas mit Hilfe von Lichtern, die teilweise transparent über dem Geschehen liegen zu erzeugen.

    Das ist mir zuviel

    Natürlich wird man auf den ersten Blick ein wenig von den vielen Möglichkeiten erschlagen. Wer auf die Virtuelle Welt dennoch nicht komplett verzichten will, dem sagt vielleicht wonder.me zu. Dort gibt es ebenso die Möglichkeit durch örtliche Nähe in Kontakt zu treten – die Oberfläche bietet jedoch nur wenig Vielfalt.

    Wenn gather.town dennoch sinnvoll erscheint, dann könnten dir meine Videos beim Kennenlernen und Einrichten vielleicht helfen. Ich habe auch einen Raum eingerichtet, den man einfach betreten kann – unten ist der Link dazu. Dabei kann gather.town kurz aus Teilnehmendensicht ausprobiert werden (kostenlos). Mir hat es auf jene Fall sehr viel Spaß bereitet diese virtuelle Welt einzurichten und ganz kurz im Zuge der #digiPH4 zu präsentieren und mit einigen Hochschullehrenden ein bisschen Zeit beim informellen Austausch zu verbringen.

    Update – 14.02.2021

    In gather.town gab es nun ein Update, das die Map-Maker-Eigenschaften weiter vorantreibt. Dahingehend gibt es auch ein Update-Video.

      Linkliste

      Lernvideos, Streaming und Videokonferenzen – so macht man es sich leicht – Anleitung (OBS)

      Lernvideos, Streaming und Videokonferenzen – so macht man es sich leicht – Anleitung (OBS)

      Screenshot der Beurteilungsliste

      Lernvideos, Streaming und Videokonferenzen – so macht man es sich leicht – Anleitung (OBS)

      Bildschirmfreigabe, Webcam, Mikrofon: Lernvideos und Videokonferenzen haben doch einige Gemeinsamkeiten. Im Lernvideo wird oft Schritt für Schritt produziert, während bei Videokonferenzen dafür natürlich keine Zeit bleibt. Deshalb geht es in diesem Beitrag um eine schnelle und kostenlose Option die Tricks aus beiden Welten zu verbinden – und zwar einfach!

      Damals, als noch …

      Vor allem vor 2020 waren meine Lernvideos überwiegend Screencasts, die vor überwiegend mit Laptop oder iPad produziert wurden. Dabei sind die hauseigenen Funktionen ausreichend um Bildschirm und Ton (sogar via externem Mikrofon) gleichzeitig aufzunehmen. Was eigentlich nie vorkam, war das eigene Bild – also eine Einblendung der „Webcam“. Was Gaming-Streamer schon seit Jahren nutzen, um die Zuschauerbindung zu erhöhen habe ich wohl total verpasst. Ich liefere aber auch nur fünfminütige Häppchen mit Erklärungen in einfacher Form und nicht stundenlange Live-Streams.

      YouTuber zu sein ist kein richtiger Beruf

      Lehrer vor 2020

      Seit März 2020 bin ich zum Teil auf Videokonferenzen angewiesen und unterrichte in meinen Mathematikstunden auch mit freigegebenem iPad-Bildschirm. Praktischerweise kann ich das mit dem Tablet umsetzen und in GoodNotes schreiben. Gleich zu Beginn störte natürlich das Aufsetzen des Stiftes am Display, denn das interne Mikrofon übertrug auch dieses Klackern. Weiteres Glück hatte ich dann, da ich mein USB-Mikrofon auch direkt am iPad nutzen konnte. Was jedoch weiterhin problematisch ist: Ich sehe niemanden, solange ich meinen Bildschirm freigebe – da blieb nur die Option, ein zweites Mal in die Session einzusteigen.

      Das geht noch etwas besser

      Nach einiger Zeit fand ich meinen Workflow mit Bildschirmübertragung iPad -> MacBook, sodass ich schnell zwischen Klasse und Bildschirmfreigabe wechseln konnte. Die Lösung war für viele Wochen praktikabel, jedoch aufwändig. Der Supergau war erreicht, als ich Konstruktionen in der Videokonferenz vorzeigen wollte, denn dabei helfen digitale Tools meiner Meinung nach nicht.

      So hätte ich es gerne

      Meine Anforderungen, was in der Videokonferenz zeitgleich sichtbar sein soll:

      • Mein Webcambild (da bin ich selbst zu sehen)
      • Meine Schülerinnen und Schüler
      • meinen iPad-Bildschirm, wo ich mitschreibe oder
      • das Kamerabild meines Tablets/Smartphones, dass von oben auf das Heft filmt

      Die Herangehensweise war mir jedoch nicht bekannt, auch das Kamerabild des Smartphones in die Videokonferenz zu bekommen war nicht einfach aber möglich. Der Aufbau wurde immer komplexer und gleichzeitig immer weniger praktikabel. Außerdem möchte ich gerne anderen meine Lösungen empfehlen können. Zu dem Zeitpunkt wäre eine Umsetzung für Kolleginnen und Kollegen fast unmöglich.

      Das ist meine Lösung

      Vorerst: vor Kurzem bin ich auf EpocCam gestoßen, das mein Smartphone in eine externe Webcam verwandelt – das ist jedoch im Beitrag Videokonferenz/Meeting: Warum man keine neue Webcam braucht bereits gut beschrieben.

      Mein Retter für fast sämtliche Probleme war die bei Streamern aus dem Gaming-Bereich beliebte Software OBS Studio. Dieses open-source Programm bietet für Windows, Mac und Linux die Möglichkeit viele unterschiedliche Video- und Audioquellen zugleich zu bündeln. Das entstehende Bild/Signal kann direkt aufgenommen werden, was eine erhebliche Arbeitserleichterung für den Videoschnitt darstellt. Keine Mühsame Audiosynchronisation mehr und auch der Bild-in-Bild-Schnitt fällt komplett weg. OBS ist nach ein paar Einrichtungsschritten direkt startbereit und zeigt mein Webcambild, das Bild meiner Smartphonelinse und den Inhalt meines iPad-Bildschirms auf einmal. Hier ein Screenshot aus einem aufgenommenen Video:

        Das praktische dabei ist, dass alle drei Bildquellen und meine Stimme zeitlich aufgenommen werden. Im Anschluss muss ich eigentlich keine Nachbesserungen mehr vornehmen, außer den Anfang und das Ende wegzuschneiden, wenn dabei zu viel Zeit vergangen ist (Einschalten/Ausschalten der Aufnahme-Funktion)

        Ein absoluter Vorteil ist aber nicht nur die Aufnahme-Funktion, sondern die virtuelle Webcam. Vereinfacht gesagt kann das in OBS zurecht gerichtete Bild als Webcam in Videokonferenzen ausgewählt werden. OBS gaukelt also dem Computer vor, dass es eine Webcam sei. Das Bild ist sozusagen zusammengesetzt aus mehreren Videoquellen und läuft in Echtzeit. Auch das Anpassen von Positionen der einzelnen Bilder ist problemlos möglich.

        So baue ich Lernvideos und virtuelle Webcam auf

        In OBS selbst habe ich mir einige sogenannte Szenen hergerichtet. In jeder Szene ist das Bild ein wenig anders. Es gibt welche, die nur ein Webcambild zeigen oder auch welche, wo iPad-Bildschirm mit Webcam-Bild-Einblendung zu sehen sind. Alle Eingaben können frei verschoben und in der Größe angepasst werden. Ebenso habe ich ein drei-Perspektiven-Bild zusammengebastelt, das folgendes zur gleichen Zeit zeigt:

        • mein Webcambild, auf dem ich zu sehen bin
        • den iPad-Bildschirm, wo ich vorrechnen kann
        • ein Kamerabild, das meinen Taschenrechner zeigt (damit ersichtlich ist, wie Eingaben erfolgen)

        Schema meiner Top 3 Szenen

        So baue ich Lernvideos und virtuelle Webcam auf

        Ja, klar. OBS ist kostenlos, EpocCam kann auch mit der kostenlosen Variante hier genutzt werden. Wer andere Geräte verwendet oder gar einen zweiten Computer mit in das System bringen will, der ist mit  der Software Mirroring360 gut beraten. Wer statt iPhone ein Android-Smartphone verwendet, kann statt EpocCam DroidCam verwenden. Damit schnell klar wird, wie das funktioniert, gibt es direkt eine kurze Anleitung, OBS ist aber auch ausreichend auf YouTube dokumentiert. Um die Szenen zu bestücken gibt es die Möglichkeit diverse Quellen hinzuzufügen:

        Audioquellen
        interne und externe Mikrofone

        Bildschirmaufnahme
        Bei der Fensteraufnahme wird nur das in der Quelle definierte Fenster aufgenommen. Dieses Fenster muss dabei nicht durchgehend aktiv sien.

        Videoaufnahmegerät
        Die integrierte Webcam aber auch externe Kameras, die via USB verbunden sind. Ebenso gibt es hier EpocCam (Smartphone als Webcam)

        Fernbedienung: Schneller Wechsel und live-Einblendungen

        Elgatos Streamdeck ist dafür eine Lösung, aber schau dir die nächsten Zeilen genau an, denn damit kannst du unter Umständen sehr viel Geld sparen.

        Das angesprochene Streamdeck ist ein Hardwareprodukt, dass über einige Knöpfe verfügt und an den Computer angeschlossen wird. Heruntergebrochen handelt es sich hierbei um eine Art Tastatur, die Gewisse Befehle an den Computer sendet um beispielsweise OBS fernzusteuern. Damit gelingt ein Wechsel zwischen Szenen schnell und einfach per Knopfdruck. Natürlich können auch Bilder, Text u.v.m. ein- und wieder ausgeblendet werden. Simple Befehle wie das Starten der Software OBS oder das Beenden einer Videoaufnahme zählen ebenso zu den Grundfunktionen. Da es sich hierbei um Hardware handelt, die mit spezieller Software ausgestattet ist, hat das seinen Preis.

        In meinem Fall hat ein iPad Mini der ersten Generation hier Abhilfe geschaffen: Die kostenlose Software Touch Portal läuft auf Windows, MacOS, Android, iOS und iPadOS und ist damit auch quer durch den Betriebssystem-Garten verfügbar. Ich empfehle einfach ein altes Smartphone oder Tablet, das nicht mehr in regelmäßiger Verwendung ist. Am Computer wird die Software installiert und eingerichtet, am Tablet/Smartphone gibt es dann die App, die jene grafische Übersicht bietet, die am Computer eingestellt wird. So wird in meinem Fall ein altes iPad zur Fernsteuerung für meinen Computer – ich nutze es vor allem für OBS. Dabei kann ich zwischen Szenen wechseln, die Aufnahme starten oder auch Einblendungen zu meinem Stream hinzufügen. Ein „Thumbs-Up-Emoji“ wird auf Knopfdruck eingeblendet und via virtueller Webcam für Teilnehmende in der Videokonferenz sichtbar.

        Aber ich verwende Windows und Android

        Ich bin davon überzeugt, dass auch das einige betreffen wird. Da Windows und Android nicht aus dem gleichen Haus stammen gibt es dabei nur mangelnde Integrität. Trotzdem haben einige Entwicklerinnen und Entwickler zahlreiche Lösungen. Viele Davon sind kostenpflichtig, manche sogar sehr kostspielig oder nur über ein komplexes Abo-System nutzbar. Eine Lösung, die sogar open-source ist, kann ich jedenfalls empfehlen. Auch wenn die Einrichtung auf den ersten Blick etwas komplexer erscheint, läuft auch das gut und ist bereits in diesem Video ausgezeichnet dokumentiert. Die Software scrcpy (screencopy) ist über GitHub verfügbar aber mehr dazu gibts wirklich im Video.

        Fazit kurz und knapp

        Ich spare mir nun nicht nur sehr viel Zeit bei der Videoproduktion, sondern kann effizient Videokonferenzen gestalten. Da ich fast ausschließlich im Browser arbeite funktioniert OBS auch bei allen gängigen Tools. Zoom wird bspw. auch in der Desktop-Variante unterstützt, Webex jedoch nicht, bei MS Teams ist es bei der Desktop-Version scheinbar eine Glückssache, ob OBS als Webcam erlaubt ist oder nicht – im Browser läuft es gut.

        Links aus diesem Beitrag

        Weitere Nützliche Informationen

        Am 18.04.2021 wurde dieser Beitrag um ein Paar Punkte und Möglichkeiten ergänzt. Im Zuge der Planung für eine eLecture (Online Fortbildung) wurden noch einige Details ans Tageslicht befördert, die ebenso in den Beitrag geflossen sind.

        In der eLecture wird ein „Tool“ erwähnt, dass es ermöglicht unter MacOS Desktopsymbole mit einem Klick zu verstecken – dies ist eine Applikation, die mit Hilfe von kurzen Terminal-Befehlen ausgeführt wird. Von außen sieht es nach einem eigenständigen Programm aus. Möchtest du wissen, was sich innerhalb des Programms befindet, dann öffne die Datei einfach mit der Software „Automator“ und schau hinein. Hier gibt es jedenfalls den Download:

        Die Möglichkeit der virtuellen Webcam in OBS und Microsoft Teams unter MacOS (Apple) sind nicht immer Freunde. Dieser Befehl kann dazu beitragen, dass virtuelle Webcams in der Teams-Desktop-App angezeigt werden. Einfach das Programm „Terminal“ öffnen, den folgenden Befehl dort einfügen und mit „Enter“ bestätigen:

        sudo codesign – remove-signature "/Applications/Microsoft Teams.app/Contents/Frameworks/Microsoft Teams Helper (Renderer).app"

         

        Am 19.04.2021 fand eine eLecture an der Virtuellen Pädagogischen Hochschule statt, die Aufzeichnung ist nun online, einfach den Button unten anklicken.

         

         

        Videokonferenz/Meeting: Warum man keine neue Webcam braucht.

        Videokonferenz/Meeting: Warum man keine neue Webcam braucht.

        Viele Stunden pro Woche vor dem Bildschirm? Videokonferenzen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen? Produktive Meetings und Arbeitsbesprechungen? Für diese Fälle eignen sich natürlich Videokonferenz-Tools, die wir bereits kennen. Was prinzipiell alle gemeinsam haben ist die Möglichkeit das Bild der Webcam einzublenden. Eine hohe Qualität ist da nicht immer vorhanden. Was taugt also für die Webkonferenz, was verwende ich?

        Tipps für die interne Webcam

        Grundsätzlich haben die allermeisten Laptops und auch einige All-in-one-Rechner eine Webcam im Display integriert. Dabei ist nicht nur die Linse, sondern der lichteinfangende Sensor wahnsinnig klein. Je kleiner der Sensor ist, desto schlimmer wird die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen. Deshalb habe ich in der Vergangenheit sehr oft „hell=gut“ transferiert. Je heller die eigene Umgebung ist, desto besser wird die Bildqualität in Videokonferenzen. Einige machten mich darauf aufmerksam, dass sie bessere Webcams als externes Gerät nutzen. Dabei kommen wir schnell in eine Preisregion von über 50 €. Auch ich bin betroffener und fand eine super Lösung.

        Jeder hat schon eine gute Webcam – aber nicht jeder hat sie schon entdeckt

        In vielen Beiträgen mache ich auf die Macht des eigenen Smartphones aufmerksam. Als täglicher Begleiter bietet es mir viele Möglichkeiten – doch auch als Webcam? Das muss man erst mal richtig verstehen.

        Eine Webcam, egal ob eingebaut oder als USB-Gerät, liefert dem Computer Bildinformationen. Dadurch kann die Information auch in den Videokonferenzen eingesetzt werden. Welches Gerät das Bild liefert ist in vielen Fällen egal. Da mein Smartphone eine deutlich bessere Kamera besitzt als mein Laptop, verwende ich nun diese einfach als Webcam. Einerseits habe ich damit nicht nur Geld gespart sondern auch deutlich bessere Bildergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen. Ich kann also auch mit „normalen“ Zimmerlampen oder bewölktem Himmel leben. Doch wie funktioniert das?

        Auf dem Smartphone installiert man sich eine App und auf dem betreffenden Computer einen passenden Treiber. Dieser sorgt dafür, dass das Smartphone-Bild an den Computer übertragen wird und der Computer das als „Webcam“ einstuft. Dadurch ist die Verwendung in diversen Videokonferenz-Systemen möglich.

        EpocCam von Elgato (iOS)

        Dieses Tool verwende ich, nachdem ich einige andere auch ausprobiert habe. Die kostenlose Version reichte für einen Test, ich investierte dann aber doch etwa 8€ für die Pro-Version. Im Verhältnis zu einer eigenen Webcam ist das immer noch fast nichts. Damit habe ich dann folgende Vorteile lieben gelernt:

        • Webcam-Position unabhängig vom Bildschirm (Verbindung auch via WLAN möglich)
        • Smartphone auch als Mikrofon nutzen
        • Smartphone als Dokumentenkamera in Videokonferenzen verwenden

        Gerade der letzte Punkt hat bei mir einige Sorgen gelöst. Im Mathematik Unterricht habe ich mein iPad in Verwendung. Das klappt eigentlich sehr gut, solange es nicht sehr geometrisch wird. Zehnjährigen die Handhabe mit Zirkel und Geo-Dreieck remote über Videokonferenzen beizubringen erfordert einiges an Geschick. Ich habe zwar eine gut funktionierende Lösung für mich gefunden (zwei Geräte in einer Videokonferenz), jedoch ist der Aufbau sehr komplex. EpocCam übernimmt jetzt für mich diesen Teil, denn mein Smartphone filmt dann einfach Papier und Stift, wenn ich etwas vorzeigen möchte. In 5 Sekunden gelingt es dann aber auch wieder so umzubauen, dass ich mit meinem Bild zu sehen bin. Mein Smartphone (iPhone) beherbergt die EpocCam-App, mein Laptop erkennt diese App als Webcam und so funktioniert das dann:

        1. EpocCam auf dem Smartphone installieren (Hier geht es zur App: Pro VersionFree Version)
        2. EpocCam Treiber auf dem Computer installieren (Windows | Mac)
        3. App am Smartphone starten und am Computer im Videokonferenz-Tool „EpocCam“ als Webcam auswählen

        Nicht nur das Bild, sondern auch der Mikrofon-Ton kann ausgewählt werden. Dadurch gibt es gleich eine vollwertige externe Webcam mit gutem Bild und in vielen Fällen auch gutem Ton. Die Bild- und Tonqualität von iPhones ist für diese Zwecke super. Und zum Abschluss: Ich habe ein iPhone mit drei verschiedenen Kameralinsen, die ich jeweils auch in EpocCam nutzen kann. Vor allem mit dem Weitwinkel-Objektiv des Smartphones schaffe ich viel Platz zwischen Linse und mir. 

        Android kann das nicht?

        Kurz gesagt: doch! Für EpocCam gibt es auch eine Alternative für Android-Smartphone. DroidCam (Playstore-Link) bietet ähnliche Möglichkeiten und der passende „Treiber“ wird von dev47apps für Windows/Linux mitgeliefert (Download).

        Diese Lösung habe ich jedoch nicht ausprobiert, sondern nur recherchiert.

        Mein Setup mit Vor- und Nachteilen

        Ich kann natürlich nur für meinen Fall sprechen, der zahlt sich jedoch nur aus, wenn alles sehr häufig verwendet wird:

        • Laptop
        • Smartphone als Webcam (EpocCam)
        • externes Großmembran-Mikrofon (USB)
        • LED-Licht
        • Tablet mit Stift

        Mein Mikrofon ist nicht mehr wegzudenken. Vor allem bei Video- und Voice-Over-Produktion greife ich darauf sehr gerne zurück. Das LED-Licht, ein Weihnachtsgeschenk bettet sich seit kurzer Zeit hervorragend ein. Da es auch akkubetrieben eine starke Leistung aufweist gibt es zahlreiche Einsatzszenarien, auch außerhalb von Videokonferenzen. Laptop, Smartphone und Tablet sind ohnehin die täglichen Instrumente. So in etwa kann das dann aussehen, wenn ich nicht gerade beim Schreibtisch sitze:

        ür Licht und Smartphone nutze ich mein altes Kamerastativ, das Smartphone dient als Webcam, das Licht hellt die Situation nochmals auf und das Mikrofon daneben zeichnet meine Stimme auf. Mit dem Tablet und der Bildschirmaufnahme gelingen so auch schnell und einfach Videos mit Bild-in-Bild.

        Wenn ich nun mein Heft/Buch während einer Online-Unterrichtsstunde zeigen möchte, kann ich das Smartphone einfach umpositionieren. Dafür eigenen sich aber andere Stative. Ähnlich wie bei allem sollte man vor einem Kauf festlegen, was man eigentlich machen möchte.

        Zur besseren Übersicht gibt es hier die einzelnen Produkte (ein Kauf zahlt sich aber auch auf anderen Plattformen aus; ansonsten gibt es noch die „gebraucht-wie neu“ Option):

        Es gibt natürlich auch viele weitere Optionen, verschiedene Hersteller und für jeden wird etwas anderes passen. Ich möchte weder Marken noch Produkte empfehlen, die ich nicht selbst im Einsatz habe.

        Kooperative Online-Seminare an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

        Kooperative Online-Seminare an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

        Moodle kann eine mächtige Lernplattform sein. Doch durch den großen Funktionsumfang werden auch einige abgeschreckt und Nutzen daher Kurse als Dokumentenablage. Um den professionellen Einsatz von Moodle als Lernplattform bei der Abhaltung von LehrerInnenfort- und -weiterbildungen an der PH Niederösterreich (PH-NÖ) zu fördern, gab die Hochschule die Erstellung von Best-Practice-Moodlekursen in Auftrag. Ziel war die Erstellung einer Masterkurs-Vorlage, die zeigt, was mit Moodle in der Hochschullehre möglich ist, und die von LektorInnen an der PH Niederösterreich für ihre Lehrveranstaltungen genutzt und nach ihren Bedarfen befüllt werden kann.

        Beatrice Kogler und Kai Hebein, beide ausgebildete Lehrende, studieren berufsbegleitend E-Learning und Wissensmanagement an der Fachhochschule Burgenland. Ein Teil des Studiums besteht aus der Durchführung eines Praxisprojekts. Als Projektauftraggeber vermerkte die PH-NÖ den Bedarf an einer Art Vorlage für Lehrende, die den Einstieg in das Lernmanagement-System Moodle erleichtern soll.

        https://www.youtube.com/watch?v=8bE6uqh7xYI

        Mag. Robert Schrenk, Bakk. betreute uns seitens der FH im Laufe des Projekts mit Besprechungen, Rat und Tat.

        An die Arbeit

        Gemeinsam mit Prof. Mag. (FH) Walter Fikisz, MA, BEd von der PH-NÖ gab es im August 2020 ein Kick-off-Meeting um den Projektauftrag zu vervollständigen. Dabei wurde ebenso ein Zugang für das hauseigene Moodle hinterlegt, sodass das Projektteam Zugriff hatte und Kurse gestalten konnte. Was am Anfang schon klar ist: Es gibt keine dezidierte Projektleitung, was bei zwei Personen auch nur wenig Sinn macht. Die PH-NÖ legte bereits im Vorfeld ein Dokument mit vielen hilfreichen Informationen an, sodass die Thematik bzw. viel eher die Probleme mit Moodle klar wurden. Moodle ist vielfältig und dadurch nicht ganz so einfach zu bedienen. Nicht nur im Zuge des Masterstudiums sondern auch privat und beruflich hat sich das Projektteam bereits mit Moodle auseinandergesetzt und dadurch erkannt, welche Möglichkeiten gut funktionieren.

        Projektziele

        Zwei Kurse sollten erstellt werden. Einerseits ein Prototyp, der bereits im Wintersemester 2020 eingesetzt werden sollte. Dabei ging es um die Lehrveranstaltung „Gesellschaftliche Auswirkungen der Mediennutzung“, die ein Teil des Hochschullehrgangs „Lehrer/in für Digitale Grundbildung“ ist. Zuvor wurde diese von Walter Fikisz offline abgehalten und einige Informationen, Übungen und Beispiele mit Hilfe von Moodle transferiert. Unsere Aufgabe bestand darin, diese Lehrveranstaltung in ein Kooperatives Online-Seminar umzuwandeln. Dabei geht es nicht nur darum, Lerninhalte in Moodle hochzuladen, sondern Interaktivität zu erzeugen. Auch ein „Miteinander“ soll ein egozentrisches Arbeiten teilweise ersetzen. Der zweite Kurs bildet eine Vorlage für Lehrende der Institution.

        Masterkurs – Moodle Vorlage

        Nachdem der Prototyp fertig war, ging es darum, einen Moodle-Kurs zu bauen, der auf den ersten Blick wie ein aktiver Kurs einer Lehrveranstaltung aussieht. Der Unterschied besteht aber vor allem im Inhalt. Statt reale Inhalte einer Lehrveranstaltung einzubauen wurden im Masterkurs Demoinhalte eingefügt, die die einzelnen Bestandteile, Möglichkeiten, Inhalte und Aktivitäten von Moodle erklären. So gibt es beispielsweise eine Textseite, die sich selbst erklärt oder ein Forum im dem steht, wofür ein Forum gut geeignet ist. Auch interaktive Elemente sind ein großer Bestandteil des Kurses – diese wurden mit dem kostenlosen Moodle-PlugIn H5P erzeugt. Diese Beispiele zeigen dann ein interaktives Element und eine schnelle Einführung. Die Vorlage sollte aber nicht überfordern, weshalb nur eine Auswahl an Aktivitäten eingebaut wurden.

        Grafische Aufbereitung

        Moodle ist von Haus aus nicht immer besonders benutzerfreundlich aufgebaut. Bei der Vorlage geht es nicht nur um die Inhalte, sondern auch um die grafische Aufbereitung der einzelnen Elemente. Deshalb gibt es neben den Kursabschnitten auch einen „Kursheader“, der fixierte Inhalte zu jeder Zeit anzeigt. Wir erachten diese Dinge als wichtig bzw. hilfreich für Kursteilnehmende:

        • Name des Referenten/der Referentin
        • Kursdauer
        • Online-Präsenz bzw. synchrone Phasen
        • Allgemeine Informationen zum jeweiligen Kurs (1-2 Sätze)

        Unterhalb dieser Textelemente befinden sich Icons (Quelle: Pixabay), die zu interessanten Seiten, dem Forum oder Beurteilungskriterien führen. Der „Home-Button“ stellt ebenso ein Element dar, dass bei vielen Moodle-Kursen hilfreich sein könnte. Moodle bietet zwar die Möglichkeit über die Kursnavigation mit wenigen Mausklicks wieder auf die Startseite de Kurses zurückzukehren, mit dem „Home-Button“ gelingt dies jedoch mit einem einzigen Klick.

        Anleitung statt Dokumentation

        Damit sich Lehrende schnell zurechtfinden oder einfach nach wenigen Minuten entscheiden können, ob dieser Kurs zum Einsatz kommt, gibt es ein Einführungsvideo. In diesem erhalten potentielle NutzerInnen nicht nur einen Überblick über die Struktur, sondern auch hilfreiche Informationen zur Bearbeitung. Diese Fragen werden beispielsweise direkt geklärt:

        • Was muss ich tun?
        • Welche Möglichkeiten habe ich?
        • Was sind Abschnitte und wie kann ich diese ändern?

        Unser Favorit: Das Grid-Format

        Moodle bietet natürlich nicht nur eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten und Möglichkeiten der Erweiterung durch PlugIns, sondern auch einige Kursformate. Damit ist die Anordnung von Inhalten und die grobe Gliederung dieser gemeint. In der aktuellen Instanz der PH-NÖ befinden sich Themen- und Zeitgliederungen. Wir wollten die UX (User Experience) erhöhen, damit nicht nur die Leitung der Lehrveranstaltung schnell und einfach navigieren kann, sondern auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine gute Übersicht erhalten.

        Das Grid-Format erlaubt es Inhalte in Blöcken zu organisieren. Dadurch kann entweder in Themengebieten oder zeitlichen Abschnitten gegliedert werden. Im Prototyp haben wir uns für Themengebiete entschieden, da die Lehrveranstaltung über eine kurze Zeitdauer abgehalten wird. Es wäre aber auch möglich in Wochen zu unterteilen – das ist je nach Anwendungszweck unterschiedlich. Die einzelnen Kacheln können mit Titel und Bild hinterlegt werden, wodurch der Kurs insgesamt schöner gestaltet ist.

        So ist die Vorlage zu nutzen

        Unter der Annahme, dass die Lehrveranstaltungen ohnehin geplant sind, kann die Master-Vorlage einfach kopiert werden. Im nächsten Schritt folgt die Befüllung mit Inhalten und das Erstellen von interaktiven Elementen, falls dies gewünscht ist.

        1. Kurs kopieren
        2. Beschreibung, Titel und Header-Informationen ändern
        3. Entscheidung: Kacheln themen- oder zeitbasiert verwenden
        4. Kacheln beschriften und die Demoinhalte entfernen oder anpassen

        Vor allem dieser letzte Schritt wird durch die Vorlage stark unterstützt. Die Demoinhalte bieten bereits eine kurze Beschreibung und können dahingehend einfach verschoben/umplatziert werden.

        Die Herausforderungen des Projekts

        Das Projekt ist weitestgehend problemlos abgelaufen. Vor allem mit Walter Fikisz pflegten wir eine regen, wertschätzenden und produktiven Kontakt während des Projektablaufs. Nach dem virtuellen Kick-off folgten noch weitere virtuelle Treffen, ansonsten verwendeten wir Mails bei der Kommunikation. Intern haben wir unser Projekt mit Microsoft Teams und dem Planner (Tasks) gestaltet. Dabei stellten wir schon die ersten Probleme fest:

        • Teams ist an ein Microsoft-Konto gebunden
        • Die online-Varianten von Word, Excel und PowerPoint liefern nur einen sehr kleinen Funktionsumfang und haben große Probleme mit Formatierungen

        Da wir beide auch beruflich MS Teams verwenden und zusätzlich einen Zugang über die Fachhochschule nutzen, gibt es oft Probleme beim Wechseln von Konten. Da der Start aber bereits abgewickelt war, die Ordnerstruktur schon aufgebaut und die Aufgaben im Planner organisiert waren, machte ein Wechsel auf ein anderes Tool keinen Sinn mehr. Unsere Organisation ist wohl als hybrides Projektmanagement zu verstehen. Die Arbeitspakete, Aufgaben und Workflows wurden im Kanban-Board-Style dargestellt, was sich aber als Problem für die Fachhochschule herausstellte, denn dort wurde ein Balkenplan gefordert – wir besserten also nach.

        Zeit ist ein entscheidender Faktor

        Direkt nach dem Start des Projekts waren wir voller Euphorie und investierten viel Zeit um das Projekt zu planen und den Start schnell hinter uns zu lassen. Dann kam der Schulbeginn und einige Veränderungen im Job-Leben des Teams. Neuer Job, Distance Learning und zusätzliche Aufgaben, später noch der Start des Semesters an der FH und damit verbunden auch diverse projektbezogene Aufgaben machten uns das Leben schwer. Das Projekt wurde durch eine sprichwörtliche Armada an weiteren Arbeitsaufträgen begleitet. Projektauftrag, Handbuch, wissenschaftliche Artikel, Stand der Forschung, Publikation, Projekt-Rahmenbedingungen und Präsentation waren einige Abgaben der begleitenden Lehrveranstaltung. 

        Learning

        Das Projekt war im Zweierteam gut durchführbar, hätte aber von weiteren Projektteammitgliedern profitiert. Wir konnten unsere Kenntnisse in Bezug auf Moodle weiter vertiefen und uns Wissen zu Instructional Design von kooperativen Moodlekursen aneignen. Danke sagen wir hiermit auch Walter Fikisz für die angenehme Zusammenarbeit während des Projekts und hoffen, dass die entstandenen Moodlekurse den Lehrenden an der PH Niederösterreich hilfreich sein werden.

        Projektpräsentation an der FH-Burgenland am 15.01.2021 (virtuell)