Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

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Maze Game: Mit PowerPoint Spiele entwickeln (Labyrinth, Quiz, …)

Manchmal kann Software zweckentfremdet werden – das ist auch bei PowerPoint so. Bildbearbeitung, Flyer-Design oder Filmschnitt-Programm – die Grenze liegt bei der eigenen Kreativität. In diesem Beitrag geht es aber um die Entwicklung von Spielen. Von der Idee über Tipps und Tricks bis hin zur Umsetzung!

PowerPoint – wirklich?

Die kurze Antwort lautet: ja. Natürlich gibt es viele andere Möglichkeiten, PowerPoint ist meiner Meinung nach deshalb sinnvoll, weil es leicht zu bedienen ist. Außerdem wird hier auch der Gedanke gefördert, logische Verknüpfungen und Wege anzulegen. Darüberhinaus eignet sich PowerPoint aktuell, weil multimediale Inhalte unterstützt werden und die vorgefertigten Designs schnell und einfach angepasst werden können.

Ein Spiel auf der Basis einer Präsentation zu gestalten ist eigentlich keine Herausforderung – auf die Feinheiten kommt es dann aber an. Wer sich hier austobt, kann hinterher auf ein fertigs Spiel zurückgreifen, das ohne viel Zutun einsatzfähig ist.

Schritt für Schritt

Die leere Präsentation

Zum Beginn wird mit einer leeren Präsentation gestartet, für jedes neue „Spielbild“ wird eine Folie benötigt. Im einfachsten Fall benötigt ein Maze-Game vier Folien:

  1. Startfolie
  2. Spiel (Level)
  3. Game-Over-Folie
  4. Win-Folie

Darüber hinaus kann einfach ein neues Level hinzukommen – es wird als Duplikat des vorherigen Levels angelegt.

Die sogenannten interaktiven Schaltflächen (Einfügen ➝ Formen ➝ einteraktive Schlatflächen ➝ Benutzerdefiniert/Leer) helfen bei der Umsetzung. Damit können Buttons oder Regionen geschaffen werden, die via Klick oder Mouse-Over eine Interaktion, wie etwa einen Folienwechsel, hervorrufen. Auf der ersten Folie kann so ein „Start-Button“ angelegt werden, der zum ersten Level führt. Die Wände des Levels dürfen vom Mauszeiger nicht berührt werden (interaktive Schaltfläche) – wenn doch, dann gibt es einen Link zur Game-Over-Folie. Beim positiven Absolvieren des Levels gelangen die Benutzer_innen entweder auf die Win-Folie oder direkt zum nächsten Level.

Tipps und Tricks

Die Präsentation muss angepasst werden, sonst können Spieler_innen mit den Maustasen einfach Levels überspringen – und das soll ja eben nicht der Fall sein.

Nächste Folie

Die nächste Folie darf ausschließlich über das Labyrinth angezeigt werden. Unter „Übergänge“ gibt es ein Kontrollkästchen bei „Bei Mausklick“, das deaktiviert werden muss.

Navigation mit der Tastatur

Um die Tastatur bis auf zwei Ausnahmen (ESC, F1) zu deaktivieren, navigiert man zum Reiter „Bildschirmpräsentation“ und klickt auf „Bildschirmpräsentation einrichten“. Dort wird die Ansicht auf „Ansicht an einem Kiosk (volle Bildschirmgröße)“ verändert. In diesem Modus funktionieren die Tasten der Tastatur nicht mehr.

Navigationsleiste

Wird eine Präsentation ausgeführt, gibt es am unteren Bildschirmrand eine Navigations- und Steuerungsleiste. Diese kann über das Menü deaktiviert werden.

Über Datei ➝ Optionen ➝ Erweitert scrollt man nach unten zum Bereich der Bildschirmpräsentation und deaktiviert das Kontrollkästchen „Popupsymbolleiste anzeigen“.

Videos und andere Medien

In das Spiel lassen sich nicht nur Formen, Bilder und Texte integrieren, sondern auch Videos oder Audio-Inhalte. Sind bspw. Videos in der Präsentation eingebettet, sollte keine „Navigationsmöglichkeit“ hinzukommen. Standardgemäß gibt es für Videos und Audio-Inhalte jedoch im Präsentationsmodus eine solche Leiste. Über den Reiter „Bildschirmpräsentation“ kann die Checkbox bei „Mediensteuerelemente anzeigen“ deaktiviert werden.

Hat man die oben angeführten Tipps und Tricks hinter sich, ist das Spiel für Nutzer_innen nicht mehr ganz so einfach manipulierbar. 

Bewegung bei den Elementen

Innerhalb eines Levels könnten sich die Wände bewegen oder gar ein Objekt, das nicht berührt werden darf den Weg versperren. Die Animationen, die PowerPoint mitliefert lassen dies zu – ist eine Animation ausgewählt muss nur noch eine unendliche Anzahl von Wiederholungen eingesetzt werden und schon ist das Hindernis fertig.

Weitere Spiele sind möglich

Neben dem Maze-Game lässt sich natürlich auch ein Quiz abbilden. Dabei werden die interaktiven Schaltflächen einfach für verschiedenen Antworten verwendet. Ähnlich wie bei „Wer wird Millionär“ können vier Antwortmöglichkeiten bei einer Frage eingeblendet werden. Dabei verweisen die drei falschen Antworten auf die Game-Over-Folie, die richtige Antwort ist mit der nächsten Frage verlinkt. Für jede neue Frage gibt es dahingehend eine neue Folie und so kann bunt gemixt oder zu einem Themengebiet ein Quiz gestaltet werden. Durch Design-Anpassungen könnten noch zusätzliche Features wie etwa Punkte eingeblendet werden.

Materialien

Hier kann ein fertiges Maze-Game heruntergeladen werden. Die Inhalte stammen entweder aus der in PowerPoint integrierten Bing-Bildersuche oder von PixaBay. Das Maze-Game hat fast 70MB, weshalb der Download doch ein paar Sekunden dauern kann.

Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

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Die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung – Erklärung und Vorlagen

Lehrende der Sekundarstufe 1, also auch jene der Mittelschule oder der AHS-Unterstufe sind von der EDL (ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung) betroffen. Meiner Erfahrung nach hilft eine Vorlage bei der Administration und vor allem auch bei der Transparenz. Es gibt bspw. von der Bildungsdirektion Niederösterreich oder jener in Wien auch Vorlagen, die mehr oder weniger hilfreich sind. Was Vorlagen oft vereint ist entweder die Komplexität für Schülerinnen und Schüler oder der immense Aufwand für Lehrende/Klassenvorstände. Mit diesem Beitrag soll auch eine Vorlage für alle angeboten werden – wer will, darf sich bedienen.

Muss die edL gemacht werden?

Die kurze Antwort lautet ja. Bei der Begründung für die längere Antwort halte ich mich an Informationen des Bildungsministeriums und auch an geltende Gesetze. So steht etwa im §22 (1a) des Schulunterrichtsgesetzes (SchuG):

Der Schülerin oder dem Schüler der Mittelschule ist für jede erfolgreich absolvierte Schulstufe mit Ausnahme der 8. Schulstufe zusätzlich zum Jahreszeugnis eine ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung auszustellen, die in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie Lernfortschritte der Schülerin oder des Schülers ausweist.

Ebenso findet sich im Dokument „Die Mittelschule – Änderungen ab dem Schuljahr 2020/21 im Überblick“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf Seite 11 dieser Vermerk:

Als schriftliche Erläuterungen sind in der Mittelschule sowohl die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (EDL) als auch die schriftliche Erläuterung der Ziffernnoten gemäß § 18 Abs. 2 SchUG zu verstehen.

Zuletzt ist auf der Website des Bildungsministeriums folgendes zu lesen:

Die Ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung hält in schriftlicher Form die Leistungsstärken sowie die Lernfortschritte der Schülerin bzw. des Schülers fest. Sie wird in der 5. bis 7. Schulstufe zusammen mit dem Jahreszeugnis, in der 8. Schulstufe gemeinsam mit der Schulnachricht ausgehändigt.

Da in den diversen Texten nur von einer Ausstellung der edL an Schülerinnen und Schüler die Rede ist, nicht aber genau geregelt wird in welcher Form dies erfolgen soll, kann dies auch teilautomatisiert gemacht werden [meine Interpretation].

Was soll in dem Dokument stehen?

Ein solches Dokument sollte natürlich die „harten Daten“ der Schule beherbergen. Neben dem Namen, einem Datum kann auch die Klasse und das Schuljahr angeführt werden. Darüber hinaus ist das Dokument durch den Namen des/der Schülers/Schülerin individualisiert.

Welche Kompetenzen im Dokument aufscheinen ist natürliche Sache der Lehrenden, der Lernenden, der Schule und vielleicht auch übergeordneten Institutionen. Im „Fall“ Wien gibt es eine ausgearbeitete Vorlage, die kostenlos online abgerufen werden kann. Dabei stützt sich das System auf ein PDF-Formular, an dem meine Schülerinnen und Schüler gescheitert sind. Das soll keinesfalls bedeuten, dass die Vorgehensweise schlecht durchdacht ist sondern einzig und allein die Komplexität unterstreichen.

Am Beispiel aus Wien wurde in fünf verschiedene Bereiche untergliedert:

  • Computerkompetenz
  • Lernkompetenz
  • Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
  • Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
  • Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit

Dabei sind eben genau fünf verschiedene Dokumente Dokumente entstanden, wobei für die Ausgabe der edL im Laufe der vier Schuljahre (1. – 4. Klasse) jedes Jahr ein Dokument bearbeitet werden kann, in der letzten Klasse dann aber zwei. Damit erfüllt man alle Bereiche. Es bleibt natürlich freigestellt, wann welcher Bereich durchgeführt wird und vor allem auch welche Kompetenzen in den Dokumenten vermerkt sind.

Vorlagen machen mir das Leben einfacher

Als Betroffener wurde ich gebeten für eine Schule ein Konzept zu erwarbeiten, dass es meinen Kolleginnen und Kollegen am dortigen Schulstandort erleichtert die edL „durchzuführen“.

Probleme die bestanden:

  • PDF-Formular für manche Schülerinnen und Schüler zu komplex
  • Verschiedene Versionen führten zu Datenverlust
  • Alternative: PDF-Dokumente ausdrucken (min. 2 Seiten pro Kind)
  • Viel Tipp-Arbeit und Administration für Lehrende/Klassenvorstände

Aktueller Stand der Dinge:

  • teilautomatisierte Vorlage, die über das hausinterne Lernmanagement-System ausgegeben wird
  • Einmaliger Ausdruck pro Schüler bzw. pro Schülern für die Unterschrift und ggf. den Stempel

Realisiert wurde alles mit Hilfe von Google-Tabellen, das virtuelle Austeilen gelang via Google Classroom (Kopie für jeden). Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Tabellenblatt befüllen, wobei die betreffenden Kompetenzen sichtbar sind und eine Punktezahl von eins (trifft nicht zu) bis vier (trifft voll zu) vergeben werden kann. Aus diesen und den Angaben der Lehrperson heraus wird ein zweites Tabellenblatt generiert, das ausgedruckt werden kann. Es beherbergt die Kompetenz, sowie auch zu wie viel Prozent diese eingeschätzt wurde.

Beispiel: Schülerinnen und Schüler müssen sich bei drei Einzelkompetenzen zum Thema „Dokumente bearbeiten“ einschätzen. Aus den drei Einzelkompetenzen leitet sich ein Prozentwert ab, also zu wie viel Prozent erfüllt der Schüler oder die Schülerin die Kompetenz „Dokumente bearbeiten“. Als zweiten Schritt folgt noch die Einschätzung der Lehrperson, die hellgrau daneben abgedruckt ist.

Vorgehensweise und good practice

Direkt von „best practice“ zu schreiben maße ich mir nicht an, eine gute Herangehensweise könnte aber das hier sein:

  • Konferenz mit Lehrenden, wobei sich diese über die einzelenen Kompetenzen austauschen. Das sorgt schulintern für Einheitlichkeit und gleichzeitig führt eine Aufteilung der Aufgaben zu keiner Mehrbelastung Weniger.
  •  Jetzt steht fest, welche Lehrenden für welche Bereiche der edL zuständig sind. Diese haben auch die passenden Kompetenzen ausgewählt und die unpassenden herausgelöscht.

Ein kleiner Einwurf: Eine Informatiklehrerin, der in der 1. Klasse unterrichtet könnte die Einschätzung zur Computerkompetenz durchführen, ein Musiklehrer eventuell jene zum Kulturbewusstsein und der kulturellen Ausdrucksfähigkeit.

  • Über das Lernmanagementsystem der Schule wird nun digital das jeweilige Dokument ausgeteilt (z.B. Computerkompetenz inder 1. Klasse und Lernkompetenz in der 2. Klasse). Dieser Schritt erfolgt entweder über den Klassenvorstand oder direkt über die betreffenden Lehrenden.
  • Nachdem die Schülerinnen und Schüler das Dokument erhalten haben, tragen diese die Zahlen eins bis vier in die Vorlage ein und geben das Dokument ab.
  • Im Anschluss schätzen nun die betreffenden Lehrpersonen ein – die edL ist fertig.

Nun kann das „Ergebnisblatt“ ausgedruckt und unterfertigt werden – das Dokument wird den Schülerinnen und Schülern mitgegeben (1. – 3. Klasse: Jahreszeugnis; 4. Klasse: Schulnachricht).

 

Hilfe! Ich bin Lehrerin oder Lehrer. Wie funktioniert diese Vorlage?

Unten in diesem Beitrag gibt es die jeweiligen Formate (Excel oder Google Tabelle). Die Vorlage kann angepasst werden, Kompetenzen können verändert oder gelöscht werden. Die fünf Dokumente sind gleich aufgebaut, manuell muss Klasse, Schulname, Logo usw. angepasst werden. Danach wird das Dokument gespeichert, digital ausgeteilt (Google Classroom/MS-Teams; Kopie für jeden) und von Schülerinnen und Schülern befüllt.

Natürlich muss man zur Vorbereitung ein wenig Zeit investieren – damit gibt es dann aber eine einheitliche Regelung für eine gesamte Schule. Wenn ein Klassenvorstand das nur für die eigene Klasse verwendet bieten die Vorlagen trotzdem eine Zeitersparnis.

HINWEIS: Das zweite Tabellenblatt sollte geschützt werden, damit Schülerinnen und Schüler nicht versehentlich Formeln löschen. Ausgedruckt wird nur das zweite Blatt (bei Google Tabelle auf „Hochformat“ beim Drucken achten).

Materialien

Die Vorlagen stützden sich auf die Kompetenzen der Bildungsdirektion Wien und auch das Dokument sieht ähnlich aus. Ich stelle meine Werke hier kostenfrei zur Verfügung, du kannst diese verwenden und auch anpassen.

Die Bildungswelt von Microsoft – Mit Microsoft Teams und Office in der Schule unterrichten

Die Bildungswelt von Microsoft – Mit Microsoft Teams und Office in der Schule unterrichten

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Die Bildungswelt von Microsoft – Mit Microsoft Teams und Office in der Schule unterrichten

Die Microsoft-Welt hält schon eine ganze Zeit lang Einzug in österreichischen Schulen. Wer kennt die Dienste und Programme rund um das Office-Paket nicht. Texte mit Word verfassen oder Präsentationen mit PowerPoint gestalten – das wird auch in unseren Schulen erledigt. Das Wissen darum wird zwar nicht immer von Lehrenden weitergegeben, trotzdem verlangt das Schülerinnen und Schülern vieles ab. Nach einem krassen Wechsel bin ich nun ebenso in dieser Welt tätig und bestreite meinen Alltag mit Outlook, Teams und OneDrive.

Ist Teams jetzt besser?

Vorab muss ich vielleicht erklären, was damit gemeint ist. Ich bin grundsätzlich Apple-User und habe in letzter Zeit mit den Tools von Google gearbeitet. Allen voran stellt Google Classroom eine exzellente Möglichkeit dar, hybriden Unterricht zu gestalten. Dabei sind die Google Pendants zu Word, Excel und PowerPoint genauso stark. Ich habe mir die Microsoft Welt nicht ausgesucht, aber in meiner aktuellen Situation bin ich Bestandteils einer Gemeinschaft geworden, die bereits auf Microsofts Produktpalette setzt. Außerdem ist die Kombination aus einem Notebook, einer Windows-Landschaft und der vorhandenen personellen Supportstruktur bereits eine gute Grundlage die Office-Tools weiterhin zu verwenden.

Für alle, die an den Details nicht interessiert sind, jedoch mit Teams und Office arbeiten: am Ende des Beitrags gibt es wieder einige Tools, Videos und Goodies – kostenlos.

 

Grundlagen und ein paar Begriffe zum Start

Wer als Lehrerin oder Lehrer aktuell in Schulen tätig ist, der wird im Wirrwarr der Begriffe und Abkürzungen stecken aber hoffentlich nicht versinken. Da im Laufe der nächsten Zeilen so einiges auf dich zukommen wird, vorerst mal, worum es eigentlich geht.

Ich arbeite nach wie vor auch als Lehrer an einer Mittelschule und erledige dort eben nun mit diversen Microsoft Diensten und Programmen den Lehrenden-Alltag. Dazu gehören Word, Excel und PowerPoint genauso wie Outlook, Teams und OneDrive. Die Grundlage bildet ein Microsoft 365 Account, den ich als Lehrer der Schule erhalten habe. Damit habe ich Zugriff auf diverse Microsoft-Dienste, wie etwa Office 365 (also die aktuellste Version der Office-Programme). Zu Office zählen u.a.

  • Microsoft Word (Textverarbeitung)
  • Microsoft Excel (Tabellenkalkulation)
  • Microsoft PowerPoint (Präsentationen)

Darüberhinaus habe ich mit meinem Zugang auch eine vollwertige Mailadresse und anstatt ein Standardprogramm zum Abruf der Mails zu benutzen, verwende ich Microsoft Outlook. Wenn schon Microsoft, dann richtig. Meine Dateien werden im Cloud-Speicherdienst OneDrive gelagert. Damit habe ich für meine schulischen Belange einen eigenen Platz und kann von dort aus im gleichen Software-Ökosystem arbeiten. Für die Kommunikation im Kollegium, die Organisation und das „E“ von E-Learning bietet Microsoft Teams platz. Dieser Zusammenschluss aus allen möglichen Dingen bietet

  • die Möglichkeit Klassen und Gegenstände/Fächer zu organisieren
  • einen Weg der Kommunikation. zwischen Lehrenden und Lernenden.
  • eine Zusammenfassung wichtiger Infos in Kanälen und Threads (ähnlich wie bei WhatsApp und Online-Foren).
  • verschiedene Optionen, wie digitale Aufgaben erstellt, verteilt, eingesammelt und bewertet werden können.
  • eine zentrale Möglichkeit das eigene Wissen, das Wissen des Kollegiums und auch das Wissen der Lernenden zusammenzubringen.
  • beherbegt eine Video-Konferenz-Lösung, die zwar nicht ausgezeichnet ist aber durchaus Stärken in manchen Bereichen mitbringt (z.B. bei der Bildschirmfreigabe).

Die vielen Vokabel und Begriffe fasse ich für dich hier zusammen (einfach aufklappen um mehr zu erfahren).

 

Microsoft 365

Microsoft 365 ist eine kostenpflichtige Abonnement-Möglichkeit von Microsoft. Dazu zählen etwa auch die vollständig installierbare Versionen der Office-Anwendungen: Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Publisher und Access (Publisher und Access sind nur für den PC erhältlich). Die OneNote-App ist in Windows 10 enthalten und steht auf dem Mac kostenlos zur Verfügung.

Der Begriff löste Office 365 ab.

Office und office.com

Microsoft Office fasst „Büro-Software“ zusammen. Dazu zählen etwa auch Word, Excel und PowerPoint. Die einzelenen Programme lassen sich lokal installieren aber auch im Browser aufrufen. Bei Letzterem handelt es sich aber um eine eingeschränkte Version, die nicht den vollen Funktionsumfang bietet. Zentral können die Dienste auch nach einem Login auf www.office.com erreicht werden. Dabei ist auch ein Abruf der E-Mails über Outlook möglich. 

Outlook

Microsoft Outlook ist ein sehr häufig verwendeter E-Mail Client. Mit diesem Programm können nicht nur Mails gelesen und verschickt, sondern auch geordnet werden. Über diese Grenzen hinaus gibt es noch ein sehr mächtiges Kalenderwerkzeug. Dort können einzelne Termine und auch ganze Kalender mit Personen, Gruppen oder ganzen Organisationen geteilt werden. Mit dabei ist auch der Microsoft Planner, der ähnlich wie eine ToDo-Liste funktioniert – im Kanban-Board-Style.
E-Mails aus Outlook können direkt in eine Aufgabe verwandelt werden und Richtlinien können einzelne E-Mails in gewisse Ordner verschieben. ein voller Posteingang wird dadurch vermieden – die Mails werden katalogisiert und in Ordnern innerhalb von Outlook angezeigt.
Neben der Option über office.com auf seine E-Mails zuzugreifen kann auch die Software auf PC, Mac oder Mobilgeräten installiert werden.

OneDrive

OneDrive wird der Cloud-Speicher von Microsoft genannt. Wie auch GoogleDrive, Dropbox oder ähnliche Dienstleister bietet OneDrive eine einfache Möglichkeit Daten online zu speichern. Gesichert sind diese Daten dann mit dem Microsoft-Account und können überall auf der Welt über eine aktive Internetverbindung abgerufen werden.
Nicht nur die eigenen Dateien finden hier Platz – Dokumente, Bilder und auch ganze Ordner können freigegeben werden, sodass auch andere „ansehen“ oder sogar mitarbeiten können. Das gelingt überdies in Echtzeit und gleichzeitig.
Lädt man sich OneDrive auf den Computer herunter hat man auch lokal einen Ordner, der mit dem Internet synchronisiert wird. Dabei kann bspw. im Windows Explorer eine Datei verschoben werden, die dann am anderen Ende der Welt über das Internet abgerufen werden kann.

SharePoint

SharePoint ist ein zentraler Ort, der über den Browser erreicht werden kann. Dabei gibt es aber zwei Möglichkeiten:
Entweder ich erstelle einen „SharePoint“, also bspw. eine Art interne Website, wo Dokumente, Ordner und Informationen abgelegt werden oder ich bin der Konsument des erstellten „SharePoints“.
SharePoint verfügt auch über eine sehr mächtige Suchfunktion, sodass Dokumente im Unternehmen über viele Grenzen hinaus gefunden werden können (sofern diese freigegeben sind). Mehr Infos

Das ist Microsoft Teams und hier möchte ich gleich ein paar Tipps loswerden, wie dieses Tool Nutzen bringend und effizient eingesetzt werden kann.

Die Grundlage bilden hier einzelne Teams, die eigentlich eine art Gruppe sind. Alle Personen, die in einem Team sind können sich dann vernetzen und austauschen. Ein Team kann im Schulumfeld natürlich aus Lehrenden und Lernenden bestehen.

Und hier geht es direkt los mit dem ersten Tipp: Verwende in der Schule ein Team pro Unterrichtsgegenstand bzw. Fach. Damit machst nicht nur du dir das Leben leichter, sondern belästigst auch nicht andere Lehrerinnen und Lehrer mit deinen Inhalten. Außerdem muss auch die Seite der Schülerinnen und Schüler betrachtet werden. Wenn diese viele Gegenstände in nur einem Team haben, dann kann es zu einer Anhäufung von Inhalten, sowie zu Verwirrung kommen. Es ist auch tatsächlich nicht einfach für 10-14-Jährige die gestellten Aufgaben und Postings voneinander zu trennen, wenn alles unter einem großen Namen (Team) zusammenläuft.

Weiter geht es mit den sogenannten Kanälen. Kanäle bieten eine weitere Untergliederung innerhalb eines Teams. Wie die Benennung der Kanäle lautet, ist die Sache der Lehrenden bzw. jenen Personen, die die Eigentümerschaft über das Team haben. Vor allem macht es meiner Erfahrung nach Sinn, die Kanäle thematisch zu trennen. Damit ist auch klar, worum es im Team geht. Manchmal sehe ich auch zeitliche Untergliederungen (z.B. Nach Monaten), das hängt aber tatsächlich von der eigenen Umgebung ab. Ich verwende in Mathematik jedenfalls Themen. Damit können auch Querverbindungen leicht hergestellt werden. In Sprachen könnten das auch die „Units“ aus dem Schulbuch sein.

 

Zum Schuluss empfehle ich neben einer einheitlichen Bennennung der Teams am Schulstandort auch die Grundeinstellungen in Teams durchzugehen. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass festgelegt wird, was Schülerinnen und Schüler in einem gewissen Kanal dürfen. Die eigenen Benachrichtigungseinstellungen sollten dabei keinesfalls zu kurz kommen. Damit hier eine einfachere Übersicht gewonnen werden kann, gibt es direkt ein kleines Video dazu.

Organisation und Management

Neben der Möglichkeit via Chat, Anruf, Videokonferenz oder Posting untereinander in Kontakt zu treten gibt es auch subtilere Wege. Der Kalender bietet sich hierbei an, egal ob in Teams oder in Outlook. Termine erstellen, andere dazu einladen, Informationen hinzufügen oder einen passenden link für eine Videokonferenz anzufügen – alles geht hier. Auch das Teilen von Kalenderinhalten oder gesamen Kalendern ist möglich. Jedes Team und jeder Kanal ist so vernetzt, dass die jeweiligen Kaländereinträge auch bei den richtigen Personen landen. Nehmen wir eine Aufgabe, die von Schülerinnen und Schülern zu lösen ist: Diese kann auch als Kalendereintrag an die betreffenden geschickt werden. Dabei ist es aber nicht notwendig, jede Person einzeln anzuhängen, es güngt, wenn in der Aufgabe vermerkt ist, welches Team gemeint ist. Unter anderem empfehle ich ein Team pro Gegenstand/Fach.

Für die Dateiorganisation verwende ich aber nicht Microsoft Teams, sondern OneDrive. Dabei hilft mir dieser Online-Speicher meine Dateien zu verwalten, eine klare Trennung zwischen Privatem und Schulischem einzuhalten und die passenden Inhalte in Teams zu teilen.

Für kurze Gespräche plane ich keine Videokonferenz, ich nutze die „Anruffunktion“. Ein Video-Anruf ist ganz ähnlich aufgebaut und es klingelt auch am anderen Ende. Für schnelle Nachrichten, vor allem mit Einzelpersonen oder kleinen Gruppen nutze ich den Chat. In den diversen Kanälen gibt es eher neue Informationen und Hinweise.

Wie sieht es mit der Hardware aus?

Teams läuft eigentlich überall: Im Browser, auf Smartphone und Tablet und natürlich als Desktop-Version nicht nur unter Windows, sondern auch am Mac. Für Unterwegs und auch um schnell etwas zu beantworten nutze ich mein Smartphone. Damit gelingt vor allem die Kommunikation im Chat eigentlich gleich wie mit aktuellen Instant Messengern (WhatsApp, Signal, Telegram, Threema, Facebook Messenger, …).

Sobald es um das Zusammenstellen von Aufgaben geht oder auch die Planung von Inahlten, setze ich mich zum Computer. Manchmal mache ich das unter Windows 10 oder 11, damit ich eine ähnliche Übersicht habe wie die Schülerinnen und Schüler, meistens nutze ich aber die Mac-Desktopversion. Das klappt ganz gut und hat nur einen sehr großen Nachteil für mich: Teams unterstützt nicht den Wechsel zwischen verschiedenen Organisations-Accounts. Also der Wechsel zwischen meinem Schulaccount, dem Unternehmensaccount und dem von der Hochschule ist mühsam, da immer eine Abmeldung durchgeführt werden muss.

Der nicht außer Acht zu lassene Vorteil von Teams ist aber die natlose Integration von Office. Word-Dokumente können direkt in Teams geöffnet und bearbeitet werden – natürlich in der gleichen, simpel gehaltenen Version wie im Browser, aber immerhin. Damit können auch Schülerinnen und Schüler direkt in Teams Aufgaben bearbeiten.

Aufgaben stellen – die Möglichkeiten

Natürlich ist es in der Schule ein zentrales Thema, dass Aufgaben an Lernende ausgegeben werden. Diese Aufgaben sollen fertig bearbeitet wieder zurück an Lehrende kommen und werden im besten Fall dann noch direkt in Teams bewertet und eventuell sogar mit Feedback versehen.

Ganz einfach betrachtet bietet Teams drei Möglichkeiten für Aufgaben:

  • Eine externe Aufgabe, ein Hinweis zu einer Seite bzw. ein angehängtes Dokument.

Dabei wird die Aufgabe mit einem Link oder direkt mit einem Dokument versehen. Dabei arbeiten die Schülerinnen und Schüler dann die Anweisungen ab und retournieren die Aufgabe (abgeben). Die Möglichkeiten sind hierbei sehr vielfältig. Ein Word-Dokument könnte dabei als Platz für eine Geschichte dienen, eine PowerPoint-Datei stellt den Platz für eine Präsentation zur Verfügung. Teams kann auch noch mit einigen weiteren Apps erweitert werden. Mehr dazu

  • Das Quiz.

Microsoft Forms bzw. die Formulare von Microsoft können auch als Quiz ausgegeben werden. Die Möglichkeiten dort sind zwar im Verhältnis zu Google Forms (Google Quiz) stark reduziert, schnelle Überprüfungen mit Single- und Multiple-Choice Antworten sowie auch offenen Abfragen sind einfach zusammengestellt. Die Stärke liegt hierbei in der Automatisierung. Ein Quiz kann, wenn die richtigen Antworten hinterlegt sind, automatisch ausgewertet werden. Zwar ist die Vorbereitung etwas zeitintensiver, dafür gibt es kaum Nachbereitung.

  • Vorbereitete oder bereits vergangene Aufgaben wiederzuverwenden.

Schon erledigte und ältere Aufgaben können über die Grenzen des aktuellen Teams hinaus auch wiederverwendet werden. Das zahlt sich vor allem dann aus, wenn in Parallelklassen die gleichen Gegenstände/Fächer unterrichtet werden. (z.B. Geografie in zwei gleichen Schulstufen)

(Fast) alles rund um Aufgaben:

Anleitung für die Erstellung von Quizzes:

Ein Quiz von A-Z erstellen:

Warum gibt es so viele Schulen, die mit Microsoft arbeiten

Das wüsste ich auch sehr gerne. Ich kann nur Vermutungen anstellen – diese reichen von „Einflussreich am Arbeitsmarkt“ über „Etablierte Software in vielen Bereichen“ bis hin zur „starken Lobby“, die es vielleicht gibt.

Seit dem letzten Jahr gibt es aber noch eine ganz andere Motivation, nämlich die Geräteinitiative. Diese ist ein Teil des Projekts „Digitale Schule“ bzw. des 8-Punkte-Plans um österreichische Schulen zu digitalisieren. Bis 2024 stellt hierbei das österreichische Bildungsministerium (BMBWF) 250 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt sah im Herbst 2019, aus heutiger Sicht am Anfang der Corona-Pandemie, eine schulische Maßnahme vor, Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten auszustatten. Dabei war die Entscheidung den Schulen selbst überlassen – diese sollten sich mit der Materie auseinandersetzen und dann aus verschiedenen Geräten frei wählen können. Neben Windows Notebook und Windows Tablet gab es noch das Apple iPad, Android Tablets oder Chromebooks. Für viele Schulen ist die Wahl wohl in die Windows-Richtung gegangen, da die meisten Schulen bereits mit Windows arbeiten (z.B. Lehrer-PCs, Informatikräume, private Haushalte, …).

Grundlage und Entscheidungshilfe wurde dabei in Form von zwei MOOCs (massive open online course) geliefert, die unter der Leitung der Virtuellen-PH entstanden sind. Der Distance-Learning-MOOC brachte einen Überblick und richtet sich nach wie vor an Lehrkräfte, während der später folgende digi.konzpet-MOOC vor allem Entscheiderinnen, wie etwa Direktorinnen und Direktoren, sowie auch Schulqualitätsmanager vorsah. Damit sollten Schulen dotwenige Grundlagen verinnerlicht haben um eine so weitreichende Entscheidung treffen zu können. Außerdem wurde ebenfalls von der Virtuellen-PH, aber auch von eEducation diverse Angebot freigeschalten und Vernetzungsmöglichkeiten wurden geboten.

 

Hilfe! Ich bin Lehrerin oder Lehrer. Wie soll ich mich nun vorbereiten?

Auch wenn Schülerinnen und Schüler bereits das Gerät in Händen halten ist es keineswegs zu spät um sich mit der Materie vertraut zu machen. Der Distance-Learning-MOOC bietet nach wie vor eine gute Grundlage. Für die Microsoft-Plattform gibt es laufend neue Fortbildungen, die auch ortsunabhängig besucht werden können. Die Palette reicht von Selbstlernkursen über asynchrone Seminare bis hin zu einstündigen online-Vorträgen. Dabei ist in der Windows-Welt oft Tablet und Notebook/Laptop gleichzusetzen. Außer dem Touchscreen, der mit Stifeingaben umzugehen weiß gibt es fast keine Unterschiede. Fortbildungen zu Microsoft

Neben Angeboten, die die Google-Suche liefert oder eben jenen von Pädagogischen Hochschulen gibt es da noch Microsoft selbst. Hierbei werden ganz gezielte und auf die Microsoft-Welt ausgelegte Fortbildungen angeboten, es gibt auch einiges zu lernen. Mehr Infos dazu

Um es so vorsichtig wie möglich auszudrucken: Per Gesetz müssen Lehrende ständig am Ball bleiben, dazu zählt auch die digitale Welt. Vorab alles gut oder schlecht zu reden hilft hierbei in keiner Art und Weise. Vor allem ist es notwendig vorhandenen Ressourcen adäquat einzusetzen – dafür ist ein gutes Fundament an Wissen, ein wenig Wissbegierde, Zeit und Lust notwendig. Und nicht zu letzt gibt es in fast allen Schulen „lokale Influencer“, diesich bereits auskennen. Bei denen Wissen abzuholen wäre oft der erste, leichtetste und auch günstigste Weg.

PS: Die Virtuelle-PH hat im Dezember 2021 eine neue Serie an MOOCs veröffentlicht. Hier kann vollkommen Zeit- und Ortsunabhängig im eigenen Tempo gelernt werden. Und so wie dieser Bereich aussieht, könnte da noch mehr kommen: MiniMOOC

Materialien

Ja – du darfst das gerne haben und sogar teilen. Wie fast alles, was ich so baue, gebe ich auch das gerne weiter.

Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

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Epischer Rechner: Ergebnisse in Mathematik in Echtzeit für Lehrende und Lernende (Schule)

Schnelle Ergebnisse für eine mathematische Aufgaben – wer will das nicht? Als Lehrender habe ich in den Schulstufen 5-8 oft meine Probleme zu schnellen Ergebnissen zu kommen. Es gibt zwar für vieles Einzellösungen aber ich wollte alles auf einem Platz haben. Thematisch sortiert habe ich mir also einfach eine Google Tabelle zusammengestellt, die natürlich auch in Excel funktioniert. Dort trage ich Angaben ein und erhalte direkt die passende Lösung. Beispielsweise soll das Volumen und die Oberfläche eines Zylinders berechnet werden – nach Eingabe von Radius und Höhe erhalte ich direkt G, U, M, O und V.

Kannst du nicht selbst rechnen?

Die Frage sollte eher lauten: „warum rechnest du nicht selbst?“. Im Unterrichtsalltag habe ich direkt viele Beispiele aus Büchern und auch selbst ausgedachte. Das Problem ist natürlich immer die Zeit. Ich hätte also gerne die Lösung sofort, sodass ich bei Schwierigkeiten individueller auf einzelne Lernende eingehen kann. Außerdem habe ich in meinem „Epischen Rechner“ auch Zwischenergebnisse, sodass ich Rechenwege schneller auf Fehler überprüfen kann – es zählt nicht nur das Endergebnis, sondern der gesamte Weg bis dorthin.

Im Dokument – das hier auch frei zur Verfügung steht – werden die orangen Felder befüllt, die grünen werden automatisch berechnet. In Schulbüchern ist oft von „gegeben“ und „gesucht“ die Rede, weshalb auch in der Tabelle diese Wortwahl verbaut ist. Die Tabelle kann natürlich grafisch und inhaltlich angepasst werden, mir passt sie aktuell so. Nur die Schuldenrechnung ist noch in Arbeit. Ich habe einfach über die Schuljahre immer wieder etwas dazugenommen und kann damit sehr schnell agieren.

Benefit für Lernende

Tatsächlich dürfen meine Schülerinnen und Schüler den Rechner auch verwenden. Ich habe das Dokument über unser Lernmanagement-System virtuell ausgeteilt, damit Hausübungen selbst kontrolliert werden. Dabei ist für mich, wie schon immer, nicht das Ergebnis am Schluss entscheidend, sondern der Weg dorthin. Ohne Rechenweg, also mit reinen Ergebnissen gibt es keine Beurteilung. Dafür hat die Klasse aber ein Tool zur Hand, das auch Zwischenergebnisse liefert. Beispielsweise könnte bereits der Umfang der Grundfläche beim Zylinder fehlerhaft sein – das würde dann auch zur fehlerhaften Berechnung der Oberfläche führen.

Download

Ja – du darfst das gerne haben. Wie fast alles, was ich so baue, gebe ich auch das gerne weiter. Der erste Button führt dich direkt zum Epischen Rechner – dort kannst du dir die kleine Liste ansehen. Ganz unten sind die Reiter für verschiedene Themengebiete – dort kannst du auch über „Datei -> Herunterladen“ eine Excel-Version herunterladen. Möchtest du direkt eine Kopie dieser Liste in deinem Google-Drive haben, dann nimm den zweiten Button.

GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

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GoodNotes + iPad als Gamechanger in der Schule – ein super Tool für die Praxis

Digitale Schrift in allen Lebenslagen kann nicht nur privat, sondern auch im Unterricht vorteilhaft eingesetzt werden. Die App GoodNotes bietet viele Möglichkeiten um zu schreiben und zu skizzieren und noch viele weitere, die im Klassenzimmer Anwendung finden. Auch für Mathematik eignet sich das Tool meiner Wahl – mehr dazu und einige give-aways gibt es hier.

Bevor wir starten

Im aktuellen Schuljahr bin ich in mehreren Klassen Mathematiklehrer und auch Biologiestunden zählen zu meiner Lehrfächerverteilung. Natürlich gibt es da noch mehr, GoodNotes lässt sich hierbei aber am Besten einsetzen. Meine Mitschrift erfolgt live am Tablet in der Stunde, die Lernenden sehen auf dem projizierten Bild, was ich mache – eine Art digitale Tafel. Sie sehen aber keine Einstellungen, Benachrichtigungen, sondern nur das reine, digitale Tafelbild. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • kein Löschen der Tafel mehr
  • besserer Kontrast (z.B. schwarz auf weiß) und gute Lesbarkeit
  • vielfältige Möglichkeiten durch den Einsatz von Farben, Formen, Skizzen, Markierungen, u.v.m.
  • Lernende können das Layout besser in das Heft übertragen (A4 bei mir, A4 bei den Schülerinnen und Schülern)
  • einfaches Vergrößern und Verkleinern und auch zoomen
  • leichtes Zurückscrollen (z.B. zur letzten Stunde)
  • schnelles einfügen von Inhalten wie etwa Bildern
  • Blickkontakt mit den Schülerinnen und Schülern
  • schnelle Hinweise durch den digitalen Laserpointer

In vielen Bereichen eignet sich der Gedanke, zuerst an das Ziel zu denken. In meinem Fall half mir das, GoodNotes zu entdecken und effizient zu nutzen. Ich benötige einerseits einen Ersatz für die Kreidetafel, der es möglich macht während Unterrichtsstunden in die vergangenen Aufzeichnungen zu blicken und andererseits eine Möglichkeit auch meine mathematischen Kritzeleien unterzubringen. Konstruktionen von Formen und Körpern führe ich jedoch nach wie vor offline bzw. analog mit Stift, Geodreieck, Zirkel und Papier durch. Zum Schluss möchte ich aber noch die Möglichkeit haben, dass Schülerinnen und Schüler nur das sehen, was sie sehen sollen und via Exportfunktion auch meine Mitschrift sehen können.

Diese Funktionen bietet mir GoodNotes und kann sogar noch über Umwege ein klein wenig mehr.

Was braucht man?

Neben Apples iPad ist ein Stift voraussetzung, um GoodNotes effizient zu nutzen. Da der originale Apple Pencil manchen doch zu teuer erscheint, gebe ich hier ein paar Gedanken mit: Der originale Stift ist zu 100% auf das iPad zugeschnitten. In der ersten Version wird dieser über den Lightning-Port direkt am iPad geladen, in der zweiten Generation klappt dies induktiv. Je nach iPad ist entweder jener der ersten Generation oder eben der andere kompatibel. Neben reinem Schreiben eignet sich dieser aber auch hervorragend zum Zeichnen – dabei unterstützt der Apple Pencil auch im abgeschrägten Zustand die Eingabe und verhält sich dabei ähnlich wie ein Bleistift oder Buntstift.

Sollte das iPad in Kombination mit dem Stift überwiegend zum Schreiben genutzt werden, dann gibt es von Adonit oder Logitech passende und günstigere Alternativen:

Diese Stifte bieten vielleicht nicht den gleichen Komfort beim Laden und Verwalten, sind für Schrift aber eine absolute Empfehlung. Soll es doch der Apple Pencil werden, könnte es auch sein, dass man diesen gebraucht gut und günstig findet – es gibt doch einige Leute, die den falschen Stift gekauft haben und diesen dann über diverse Plattformen wieder loswerden möchten.

Weit über die Grundfunktionen hinaus

GoodNotes bietet in der fünften Version nicht nur die Möglichkeit Notizbücher zu befüllen, sondern auch einen eigenen Modus der bei einer Beamer- oder Monitor-Verbindung aktiv wird. In meinem Umfeld ist das iPad über einen HDMI-Adapter mit dem Beamer verbunden, sodass die Schülerinnen und Schüler das sehen, was ich schreibe. Der Präsentationsmodus, dessen automatische Aktivierung eingestellt werden kann, lässt Menüpunkte und Auswahlwerkzeuge beim Beamer-Bild verschwinden. So sehe ich die übliche GoodNotes-Ansicht, andere sehen jedoch nur das Hintergrundbild und meine Schrift. So werden ganze Seiten im Hochformat angezeigt, während beispielsweise Ausschnitte im Querformat dargestellt sind. Die Ablenkung ist dann nicht gegeben. In meinem Fall sehen die Schülerinnen und Schüler nicht, wenn ich zwischen Radiergummi und Stift wechsle. Seit dem Update auf iPadOS 13 steht in GoodNotes 5 auch die Funktion zur Verfügung, zwei Dokumente nebeneinander geöffnet zu haben. Über einen Button wird ausgewählt, welches Dokument über den Beamer angezeigt wird. Ich habe damit das digitale Schulbuch oder PDF-Dokumente mit Vorbereitungen und mein digitales Schulübungsheft nebeneinander, projiziert wird aber immer nur eines von beiden.

Neben diversen Stiften und Tools um Formen zu zeichnen, gibt es auch Markier-Werkzeuge, eine automatische Handschrifterkennung und die Möglichkeit Bilder einzufügen. Dabei kann auch über Bilder geschrieben werden und schönere Skizzen gelingen schnell und einfach – es ist wie digitales Abpausen. Dabei können Linien auch im Nachhinein farblich angepasst oder direkt gelöscht werden das gilt auch für Linien und Formen, die dann noch eine Größenanpassung zulassen.

Ein Notizbuch richtig erstellen

Natürlich wollte ich nach dem Download sofort loslegen und merkte erst einige Zeit später, dass die Ein oder Andere Möglichkeit vorher bedacht werden sollte. Notizbücher bestehen aus einem Deckblatt, dass einfach die erste Seite des Notizbuches darstellt. Dahingehend kann neben den Vorlagen auch ein eigenes Bild dafür verwendet werden. Bei der Erstellung eines neuen Notizbuches fragt GoodNotes nach dem gewünschten Hintergrund. Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten in verschiedenen Formaten – auch linierte und karierte Templates gibt es dort.

Seit der fünften Version ist es nun möglich eine Ordnerstruktur aufzubauen – Drag & Drop wird auch unterstützt. Neben Ordnern und Dokumenten können auch Bilder aufgenommen oder Dokumente gescannt werden. Dazu dient dann die eingebaute Kamera. Ebenso kann von anderen Quellen, wie USB-Sticks oder Cloud-Speichern importiert werden. Bei der Erstellung eines neuen Dokuments wird aus einer Vielzahl an Titelblättern und Seitenlayouts ausgewählt. Neben den Vorlagen DINA7 bis DINA3 kann auch zwischen Letter oder Tabloid-Formaten ausgewählt werden. Weiterer Parameter ist die Hintergrundfarbe. Einige Auswahlmöglichkeiten der Papiersorte sind liniert, kariert, dotted, leer, cornell, Notenzeilen oder Tabulator.

Diese haben aber einen entscheidenden Nachteil: Die Abstände der Kästchen bzw. Linien stimmen nicht mit üblichen Heftformaten überein. Ich habe mir also eine PDF-Vorlage erstellt und diese in GoodNotes eingefügt. Damit ist die Mitschrift meines Mathematikunterrichts noch realistischer, da auch die Schülerinnen und Schüler auf dem gleichen kariertem Papier arbeiten. Nebenbei wäre das Ergebnis auch beim Ausdrucken deutlich übersichtlicher.

Zwei Kästchen entsprechen bei meiner Vorlage dem üblichen Zentimeter und auch beim linierten Papier habe ich die Größe entsprechen angepasst. Damit auch du davon profitieren kannst, gibt es den Download der PDF-Vorlagen ganz unten. Am Besten kann man diesen Beitrag direkt am iPad öffnen, dann muss die Vorlage nicht noch extra transferiert werden (dazu gibt es die jeweiligen QR-Codes zum Scannen). Hinweise zur Verwendung der Vorlagen befinden sich am Ende diesen Beitrags.

Vorlage: kariert

Vorlage: liniert

Sonst noch was?

Für private Zwecke würde eigentlich auch Apples Notizen-App dienen, GoodNotes bietet im Schulkontext aber die Möglichkeit, aufwändige Tafelbilder für die Ewigkeit zu speichern und bereits im Vorfeld zu produzieren. Außerdem gelingt das Richtigstellen bzw. Korrigieren von Fehlern deutlich einfacher. Mein absolutes Lieblingsfeature ist aber der Sichtkontakt zu den Lernenden. Natürlich gibt es vielerlei Sozialformen und nicht nur Frontalunterricht, jedoch habe ich bspw. bei letzterem die Schülerinnen und Schüler nun direkt im Blick. Das ist meiner Meinung nach sehr vorteilhaft, da ich während meiner Arbeit sehr gerne auch spreche und dabei die Gruppe auch gerne ansehe. Der Nachteil ist jedoch, dass ich mehr sitze, als wenn ich an der Tafel arbeite – das muss ich dann anders ausgleichen.

GoodNotes unterstützt in der aktuellsten Version auch das gemeinsame Arbeiten an einem Notizbuch – die iCloud-Freigabe macht es möglich. Bei Backups kann aber auch auf andere Dienste, wie etwa Google Drive zurückgegriffen werden.

Tafelbilder, Vorbereitungen, Protokolle und andere Mitschriften bringen auch die Anwendung in Elterngesprächen mit sich. Dabei kann für eine Klasse ein Administrations-Notizbuch angelegt werden. Dabei greife ich persönlich doch lieber zu anderen Diensten und Listen führe ich auch vollkommen digital ohne Handschrift.

 

Download

Die App ist ausschließlich in Apples „App Store“ für etwa 9 € erhältlich. Ich finde den in letzter Zeit gestiegenen Preis, in Anbetracht der Funktionalität, immer noch mehr als angemessen. Das entspricht etwa den Ausgaben von drei bis vier Collageblöcken.

Neben den Papiervorlagen dient mir auch ein passendes Bild eines Geo-Dreiecks im Mathematikunterricht. Die Handhabung ist zwar nicht perfekt, jedoch für meine Zwecke vollkommen ausreichend: dabei das Dreieck als Bild einfügen und durch die Größenanpassung auf der Seite platzieren. (Link zum Dreieck)

Für die Papiervorlagen habe ich noch einen Hinweis: Nach dem Herunterladen sollte das PDF-Dokument direkt in GoodNotes importiert werden. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Dokument, in welches die Vorlage gelangen soll, bereits vorher geöffnet ist. GoodNotes fragt mein Importieren nach, ob das PDF-Dokument in das aktuelle Notizbuch importiert werden soll. Ist die Volage importiert wird jede nächste Seite direkt mit der Vorlage hinterlegt. Ich importiere daher entweder direkt nach der Erstellung eines Notizbuches die Vorlage oder nehme die Vorlage direkt als neues Notizbuch und passe die erste Seite an (diese stellt dann auch das Thumbnail in der Übersicht dar).

Tracking und Werbung – meinen Feinden geht es mit dem Pi-Hole an den Kragen (Werbeblocker)

Tracking und Werbung – meinen Feinden geht es mit dem Pi-Hole an den Kragen (Werbeblocker)

Tracking und Werbung – meinen Feinden geht es mit dem Pi-Hole an den Kragen (Werbeblocker)

Wir werden alle verfolgt und von großen Mächten beeinflusst. Kling das unglaubwürdig? Naja, teilweise!?

Laptop, Tablet, Smartphone und alle anderen Geräte, die in meinem Heimnetzwerk hängen, führen ständig Internet-Abfragen durch. Das geschieht nicht nur dann, wenn ich eine Website besuche oder eine App öffne, sondern auch hinter meinem Rücken. Dabei gibt es ganz harmlose Dinge wie Updates oder ein Abgleich mit meinem Cloud-Speicher. Trotzdem schleichen sich dabei unliebsame Gäste ein. Unter dem Stichwort Tracking und Werbung versuchen zahlreiche Dienste Inhalte auf mein Gerät zu bringen.

Spürt man davon was?

Das große, weite Internet bietet viele Möglichkeiten. Um zu verstehen, was ich in diesem Artikel beschreibe, werde ich technische Querverweise anführen. Damit auch weniger versierte Personen das nutzen können, bildet dieser Beitrag auch eine Schritt für Schritt Anleitung weiter unten.

Surft man auf eine Website, dann wird auch die Werbung auf der betreffenden Seite geladen (sofern vorhanden). Abhilfe schaffen Werbeblocker (Adblocker), die als Browser-Erweiterung installiert werden. Das schützt jedoch nur den betroffenen Browser, im weitesten Sinne ist dabei dann die Grenze erreicht. Smartphone, Tablet und alle anderen Geräte sind weiterhin „ungeschützt“ im Internet unterwegs. Das heißt im Klartext, dass ein Adblocker am PC natürlich nicht den Browser am Handy schützt. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt bildet auch das Thema Maleware, schadhafte Software und Betrug – diese Seiten werden meistens von Browsererweiterungen nicht blockiert. Nicht zuletzt nenne ich hier die typischen Spione, die ganz offiziell Daten an Server schicken. Egal ob Windows, iCloud oder Amazon – sie alle senden Datenpakete an die eigenen Server, selbst wenn man schläft. In diesem Fall war es mein zugeklappter Laptop – es finden sich aber auch geblockte Verbindungen meines Smartphones:

Spürt man davon was?

Vorab: Ich bin kein Spezialist und spreche hier mit einfacher Stimme.

Gibt man www.smartraven.net in der Browserleiste ein, dann öffnet sich die betreffende Seite, jedoch wird im Hintergrund eine DNS Abfrage durchgeführt, denn mein Browser muss einen DNS-Server nach der passenden IP-Adresse befragen. DNS-Server führen Listen mit IP-Adressen und Domains und lösen damit das Problem. Unter anderem deshalb muss man eine neue „Internetadresse“ auch registrieren.

  • Die Information „www.smartraven.net“ wird im Browser eingegeben und an den Router gesendet
  • Falls der Router die passende IP nicht kennt, wird die Anfrage (über das Modem, das oft schon eingebaut ist) an einen DNS-Server weitergeleitet
  • Dieser Server sucht dann die passende IP heraus (diese lautet in dem Fall dann 81.19.159.15)
  • Vom DNS-Server kommt dann eine Rückantwort mit der IP, die dann der eigene Browser aufruft
  • Jetzt erst wird die passende Seite geladen

Das Problem ist dabei oft, dass bei vielen Seiten nun auch noch eine Anweisung der betreffenden Seite kommt, weitere Inhalte (u.a. Werbung) aufzurufen. Das sind dann die gewohnten „Werbeflächen“ auf Websites. Das heißt im Klartext, dass der DNS-Server auch die IP-Adressen der Werbung auflöst und an den Browser schickt. Anschaulicher in diesem Video:

Ich habe eine Lösung: Pi-Hole

Seit 2019 nutze ich eine Software um die DNS-Abfragen zu Filtern. Pi-Hole ist auf meinem Rasperry Pi installiert und und filtert die Anfragen so:

  • Ich gebe www.smartraven.net in meinem Browser ein und dieser sendet eine Anfrage über den Router an den eingestellten DNS-Server
  • Der Router ist so eingestellt, dass zuerst die Software Pi-Hole befragt wird
  • Pi-Hole hat einige Block-Listen gespeichert und klärt nun ab, ob die eingegeben Adresse dort vorhanden ist
  • Wird www.smartraven.net nicht in der Block-Liste angeführt, wird ein DNS-Server befragt und die Seite geladen.
  • Ist www.smartraven.net auf der Block-Liste, dann wird über den Router eine „nicht erreichbar-Antwort“ an den Browser weitergeleitet

Das hat nun zur Folge, dass ich unabhängig vom Gerät einen Adblocker in meinem Netzwerk habe. Dieser ist in Form des Rapberry Pi (via Lankabel) an meinem Router angeschlossen und denkt quasi mit. Meine Netzwerkverbindung ist dadurch nicht langsamer, denn die Abfrage geschieht blitzschnell und der Datenverkehr läuft ohnehin über meinen Router (mit eingebautem Modem) ins große, weite Web. Außerdem werden viele Anfragen blockiert und damit spezielle Inhalte eben nicht geladen.

Anleitung zum Nachmachen

Damit auch andere davon profitieren liefere ich hier eine Schritt für Schritt Anleitung, die ganz unten im Beitrag auch in Videoform eingebettet ist, ebenso finden sich dort alle Befehle, Links und Downloads (zusätzlich). Man kann eigentlich nichts kaputt machen – im schlimmsten Fall funktioniert es nicht, was aber unwahrscheinlich ist und die Angst vor dem schwarzen Fenster (Terminal) ist unbegründet. Das benötigt man:

  • Linux-fähigen Computer, der dauerhaft läuft: Dazu eignet sich ein Raspberry Pi hervorragend (Anschaffung auch im lokalen Geschäft möglich; jährliche Stromkosten von 5-10€)
  • Raspberry Pi OS (das Betriebssystem für den Betrieb)
  • MicroSD Karte mit mindestens 8GB (falls keine vorhanden ist)
  • Einen Computer/Laptop mit dem die Installation/Einrichtung durchgeführt wird

Vorbereitung

Die „Festplatte“ des Raspberry Pi ist eine MicroSD Karte, deshalb muss vorerst das Betriebssystem (Pi OS) auf diese gespielt werden. Das gelingt sehr schnell mit dem Pi-Imager. Diese Software schreibt das Betriebssystem automatisch auf die MicroSD Karte. Damit man später auf den Raspberry Pi auch ohne Maus, Tastatur und Bildschirm zugreifen kann, fehlt nur noch eine „formatlose“ Datei, die SSH heißt. Ich habe dafür eine Datei vorbereitet, die bedenkenlos heruntergeladen werden kann: SSH-Datei-Download

Nach dem Download sollte die ZIP-Datei entpackt werden – in den meisten Fällen reich ein Doppelklick. Die SSH-Datei muss zum Schluss nur noch auf die MicroSD Karte kopiert werden (direkt, nicht in einen Unterordner). Jetzt kann die MicroSD Karte in den Raspberry Pi eingelegt werden, dieser wird über ein LAN-Kabel mit dem Router verbunden und die Stromversorgung wird hergestellt. Der Raspberry Pi startet automatisch, davon bekommt man nichts mit – er ist lautlos, nur die LED beginnt zu leuchten.

Zugriff auf den Raspberry Pi

Update (05/2022): Der SSH Zugriff kann direkt im Raspberry Pi Imager festgelegt werden. Damit wird das Hinzufügen der folgend angeführten „leeren“ Datei hinfällig. Im Raspberry Pi Imager einfach die Tastenkombination Strg+Shift+x drücken und SSH direkt dort aktivieren. Der Raspberry Pi kann damit ferngesteuert werden, ohne eigene Tastatur, Maus und auch ohne eigenen Bildschirm. 

Der Raspberry Pi wird über einen Fernzugriff gesteuert und eingerichtet – das gelingt über die Secure Shell (kurz: SSH), unter Mac mit Boardmitteln (das Programm „Terminal“ öffnen) und unter Windows mit der Software Putty. Putty kann bedenkenlos installiert und geöffnet werden. Für die SSH-Verbindung benötigt man die IP-Adresse des Raspberry Pi im lokalen Netzwerk.

Diese Information kann man auf der lokalen Seite des Routers sehen. Auf dem Router selbst steht eine IP-Adresse, die man in den Browser eingibt, dort sind alle verbundenen Geräte aufgelistet, darunter dann jene IP Adresse des Raspberry Pi.

Windows (Putty herunterladen)

  • Putty starten
  • Host-Name/IP Adress: IP-Adresse des Raspberry Pi eingeben
  • Open anklicken und ggf. das „Key-Fenster“ mit „Nein“ bestätigen
  • login as: pi
  • password: raspberry

Mac

  • Terminal starten
  • pi@192.168.xxx.xxx eingeben (mit der IP-Adresse des Raspberry Pi)
  • Enter drücken und ggf. das „Key-Problem“ mit „yes“ bestätigen
  • password: raspberry

Achtung

Bei der Passworteingabe wird nichts angezeigt – das ist vollkommen normal. Also einfach das Passwort „blind“ eingeben und mit Enter bestätigen.

Je nach SSH-Möglichkeit sollte nun pi@raspberrpi oder ähnliches dastehen. Jetzt ist es an der Zeit Updates einzuspielen, damit auch alles am aktuellsten Stand ist und ggf. das Passwort des Raspberry Pi zu ändern. Dazu wird zuerst der Update-Befehl ausgeführt und nach dessen Fertigstellung jener für das Upgrade.

Update (geht sehr schnell):

sudo apt-get update

Upgrade (kann ein wenig dauern):

sudo apt-get upgrade

Konfiguration (optional):

sudo raspi-config

Über den raspi-config-Befehl wird durch „1 System Options“ und dann „3 Password“ ein neues Passwort vergeben.

Pi-Hole auf dem Raspberry Pi installieren

Das ist sehr einfach und unglaublich schnell, es gelingt mit der Eingabe von diesem Befehl:

curl -sSL https://install.pi-hole.net | bash

Im Zuge der Installation wird man auch nach einigen Dingen gefragt und auf das Ein oder Andere hingewiesen. Unter anderem muss der Raspberry Pi eine statische IP-Adresse vom Router erhalten, ansonsten könnte sich diese nach einem Neustart ändern (das wäre problematisch). Dazu muss erneut die Router-Seite über den Browser aufgerufen werden und dort wird dem Raspberry Pi eine fixe/statische IP-Adresse zugewiesen. Da dieser Schritt bei jedem Router ein wenig anders ist, sollte man im jeweiligen Benutzerhandbuch nachlesen – eine Suche im Internet kann das aber auch klären. Alle weiteren Schritte können mit „Ok“ bestätigt werden, im Video ganz unten gibt es mehr Infos dazu. Wichtig ist das Passwort für das Pi-Hole, das am Ende eingeblendet wird. (aufschreiben!)

Abschließende Schritte

Dem Pi-Hole müssen noch die Seiten bekanntgegeben werden, die blockiert werden sollen. Da man diese aber oft gar nicht kennt, gibt es bereits bestehende Listen im Internet. Im Browser gibt man die IP-Adresse des Raspberry Pi ein und fügt /admin hinzu und klickt danach auf Login, wo nach dem Passwort des letzten Schrittes gefragt wird. Unter „Group Management“ kann über „Addlists“ eine Fülle von Block-Listen hinzugefügt werden. Diese gibt es u.a. hier von Git-Hub. Für diese letzten Schritte kann man sich das im Video unten ansehen – das ist deutlich einfacher.

Killswitch

Manchmal kann es sein, dass das Pi-Hole schnell abgeschalten werden muss um z.B. eine geblockte Seiten absichtlich aufzurufen. Mit diesem Video gelingt das. Ich habe mir zwei Knöpfe auf dem Smartphone dafür eingerichtet, die dann das Pi-Hole ab-/anschalten. Das klappt ohne Login-Maske und Passworteingabe. PS: enable kann statt disable verwendet werden um das Pi-Hole wieder zu aktivieren.

Nützliche Infos

Standard-Zugangsdaten:

Benutzer: pi

Passwort: raspberry

In diesem Video wird alles Schritt für Schritt erklärt.

Pi-Hole installieren:

curl -sSL https://install.pi-hole.net | bash

Pi-Hole-Update:

pihole -up