Schularbeiten schnell und effizient – von der Zusammenstellung bis zur Beurteilung

Schularbeiten schnell und effizient – von der Zusammenstellung bis zur Beurteilung

Ich beobachte meine Kolleginnen und Kollegen im Lehrerzimmer, wenn diese Schularbeiten korrigieren. Viele benötigen dafür sehr viel Zeit und oft erscheint es mir, dass eine Schularbeit aus willkürlichen Abfragen besteht. Dabei ist das kein Vorwurf, manchmal fällt das Zusammenstellungen von solchen Überprüfungen doch sehr schwer. Um eine Schularbeit zusammenzustellen muss man vorerst Gedanken haben, was das eigentlich genau ist.

Im §3 LBVO sind Schularbeiten als Formen der Leistungsfeststellung aufgelistet. Über 40 mal kommt „Schularbeit“ jedoch im §7 vor, demnach ist dort auch genau geregelt, was genau eine Schularbeit eigentlich ist und wie diese stattfinden. Dabei gelten genaue formale Kriterien und Abläufe. Grundsätze und Fachliche Aspekte befinden sich in §15 und §16. Im Lehrplan (Mittelschullehrplan) finden sich neben der Anzahl der Schularbeiten noch weitere Informationen. 

„Schularbeiten sind so zu erstellen, dass sie dem individuellen Sprachstand der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Die Verwendung von zweisprachigen Wörterbüchern ist zu ermöglichen.“ 

Da jetzt klar ist, dass eine Schularbeit eine schriftliche Überprüfung innerhalb einer Unterrichtsstunde (Abweichungen durch den Lehrplan möglich) ist, können wir den Sinn näher beleuchten.

Schularbeiten sind punktuelle Einzelleistungen

In meiner eigenen Schulzeit stellten die Schularbeiten das zentrale Notengebungsinstrument dar. Von den vier Schularbeiten wurde einfach der Mittelwert gebildet, das war die Jahresnote. In manchen Fällen wurden für die Jahresnote auch nur die im Sommersemester verfassten Schularbeiten herangezogen. Beide Ansätze sind jedoch nur wenig zielführend.

Da die Schularbeit an sich nur eine punktuelle Einzelleistung darstellt kann nicht davon alleine eine Beurteilung gebildet werden. Viel mehr sind alle im Jahresverlauf erbrachten Leistungen einzubeziehen. Für meinen Unterricht habe ich beschlossen, dass vor allem die Mitarbeit im Unterricht ein zentrales Thema spielen muss. Die aktive Mitgestaltung des Unterrichts durch Lernende fördert die Individualität und gleicht „schlechte Tage“ aus. Nur weil ich bei einer Schularbeit schlecht war heißt das nicht, dass die Note im Zeugnis schlecht sein muss – es gibt auch schlechte Tage. 25% der Gesamtnote in meinem Mathematikunterricht bilden alle Schularbeiten zusammen. Mit 35% liegt die Mitarbeit im Unterricht deutlich darüber, das ist jedoch ein ganz anderes Thema.

Mir geht es bei der Schularbeit darum, Wissen abzufragen. Schülerinnen und Schüler müssen im Laufe eines Unterrichts Schularbeiten schreiben, das sehen die o.g. Gesetze eindeutig vor. Ich nutze diese Gelegenheit aber auch für mich, denn nach der Schularbeit ist auch mir klar, welche Themengebiete nicht so gut ausgefallen sind. Nach der ersten Schularbeit kann ich also meine Planung anpassen und damit Themen wiederholen oder neu aufgreifen. Natürlich geht das auch noch anders, mit einer mündlichen oder auch schriftlichen Überprüfung.

Was will ich denn eigentlich?

Manche werden mich belächeln, wenn ich sage (schreibe), dass meine Schularbeiten ganz anders aufgebaut sind, als typische Aufgaben in Schulbüchern. Vor allem in der Mathematik macht es nur wenig Sinn „Übungsbeispiele“ bei Schularbeiten abzufragen. Welchen Sinn soll es haben vier Beispiele zur Multiplikation abzufragen, wenn alle sehr ähnlich sind. Es müssen schon tiefergreifende Gedanken gefasst werden, was genau geprüft werden soll. Viel mehr soll eine Schularbeit die Gelegenheit bieten zu zeigen, dass der tiefere Sinn eines Themas verstanden wurde. Ein Beispiel:

„Summand plus Summand ist gleich Summe“ ist ein typischer Satz der 5. Schulstufe, es sind die einzelnen Fachbegriffe der Addition. Auch ich möchte natürlich, dass meine Schülerinnen und Schüler eingewisses, mathematisches Fachvokabular aufbauen – die Plusrechnung wird durch die Addition ersetzt. Jetzt gäbe es die Möglichkeit bei einer Schularbeit eine Tabelle zu erstellen, die dann mit den Fachvokabeln ausgefüllt wird. Ist das zielführend? Vielleicht! Ein, zwei Dinge müssen dabei jedoch bedacht werden: Achte ich auf die Rechtschreibung? Haben die Lernenden dann auch den Sinn verstanden oder nur stur auswendig gelernt?

Ich möchte natürlich, dass die Fachbegriffe gelernt werden – aber auch die Anwendung muss trainiert werden. Dahingehend baue ich diese Wörter auch in meinen Unterricht ein, bei einer Schularbeit gibt es dann True/False Aufgaben „Kreuze alle richtigen Aussagen an“. Das reine Ausweniglernen bringt damit nicht immer den gewünschten Erfolg, es stellt die Basis dar.

Hier gibt es einen Auszug einer aktuellen Schularbeit. Ich wollte überprüfen, ob meine Schülerinnen und Schüler die Fachbegriffe gelernt haben und anwenden können. Positiver Nebeneffekt für mich: das ist auch superschnell korrigierbar.


Das funktioniert natürlich mit den verschiedensten Themen. In diesem Beispiel geht es darum das Wissen zu Zahlenmengen abzufragen (4. Klasse; Mittelschule). Es bringt dabei nur wenige, wenn man 3-4 Vertreter für einzelne Zahlenmengen lernt, das tiefere Verständnis muss geschult sein.

Jetzt weiß ich, was ich will!

Nachdem die Gedanken, was eigentlich abgeprüft werden soll, vollendet sind, kann das Zusammenstellen der Schularbeit beginnen. Dieser Prozess ist zeitintensiv – vor allem wenn man nur wenig Erfahrung damit hat. Jetzt kommt es häufig zu dieser Situation:

Kurz vor dem Termin der Schularbeit bin ich gezwungen genau diese zusammenzustellen. Da es sehr zeitintensiv ist, suche ich Beispiele aus dem Buch, aus dem Heft oder dem Schularbeiten-Generator, der praktischerweise mit dem Buch mitgeliefert wird. Ich bilde einen bunten Mix an Aufgaben, kopiere alles schön zusammen und drucke alles für die Prüflinge aus. Beim Korrigieren wundert man sich dann häufig, wie komplex so ein Szenario wird. Notenschlüssel, Punktevergabe, Rechenwege u.v.m. wurde nicht im Vorhinein berücksichtigt und führen zu einem langen Korrektur-Prozess.

Deshalb: Beim Zusammenstellen muss genügend Zeit eingeplant werden. Mir hilft es dabei, meine eigene Planung anzusehen. Diese ist mit Lernzielen ausgestattet und ich kann nach diesen Lernzielen Aufgaben generieren, die eben genau passen. Natürlich ist das aufwändig, ich sagte nicht, dass es leicht wird, aber schnell und effizient. Beim Zusammenstellen erarbeite ich also Aufgaben selbst und nehme nur selten vorgefertigte Aufgaben. Diese passen außerdem nur selten zu meinen Zielen. Meine Ziele orientieren sich am Lehrplan und am Alltag. Neben Zinsrechnung ist mir auch wichtig, dass Schülerinnen und Schüler wissen, was der Unterschied zwischen Kredit- und Bankomatkarte ist. Oder warum uns die Bank Geld schenkt (Zinsen beim Sparen).

Auf die Aufgaben, fertig, los!

Soll ich die Schularbeit eigentlich auch selbst lösen? Die klare Antwort lautet: nicht nur einmal, sondern mehrmals. Beim Lösen erhalte ich ein Gefühl für die Schularbeit, auch das Layout spielt eine Rolle. Platzprobleme können zu Verunsicherungen und Fragen während der Schularbeit führen. Außerdem muss die Schularbeit auch beurteilt werden – transparent und nachvollziehbar. Deshalb schreibe ich mir genau auf, bei welchem Teil der Aufgabe es welche Punkte zu holen gibt. Die Aufgaben haben auch eine unterschiedliche Gewichtung, nicht jede Frage kann gleich viel wert sein. Zeit ist ein entscheidender Faktor. In der Unterstufe/Mittelschule ist für eine Schularbeit eine Arbeitszeit von 50 Minuten vorgesehen. Die Schülerinnen und Schüler sollen aber auch Zeit haben um Aufgaben nochmals zu betrachten. Deshalb sind manche schon nach 30-40 Minuten fertig und müssen eben warten. Für die restlichen Minuten gibt es also noch Zeit um einzelne Aufgaben nochmals zu rechnen oder nachzulesen ob die Antwort zur Frage passt.

In Mathematik ist man schneller als in Sprachen

Natürlich, das gebe auch ich zu, es gibt jedoch ein „Aber“. Texte zu korrigieren dauert natürlich länger, als kleine Beispiele durchzurechnen, das höre ich von meinen Kolleginnen und Kollegen, die Deutsch unterrichten häufig. Was diese jedoch nicht bedenken ist, dass der Mathematikunterricht für sich gesehen sicherlich etwas aufwändiger ist, als der Deutschunterricht. Einfaches Beispiel gefällig? Ein Buch lesen ist nicht mit dem Lösen von Beispielen im Mathematikunterricht zu vergleichen. Sicherlich muss das Buch gelesen werden, das klappt aber schnell (vor allem, weil die Lektüre für 10-14 jährige einfach ist).

Ja, mir ist klar, dass das keine Pauschale Aussage ist. Ich denke mir nur, dass der Aufwand sehr wohl ausgeglichen ist, bei manchen ist die Schularbeit aufwändiger beim Zusammenstellen, bei anderen beim Korrigieren und bei mir ist eben der Unterricht vorbereitungsintensiver, die Schularbeit jedoch sehr schnell.

Multiple Zeitersparnis durch Automation

Klingt diese Überschrift nicht toll? Ich kann eine Klasse teilweise in ein bis zwei Stunden fertigstellen. Bei mir erhalten Schülerinnen und Schüler oft am selben Tag, manchmal auch am Folgetag die Schularbeiten zurück, obwohl ich eigentlich eine Woche Zeit hätte. Einerseits ist für mich die Arbeit dann gleich getan, ich komme nicht in Zeitbedrängnis und die Lernenden wollen auch schnell Ergebnisse haben. Das gelingt mir nicht nur durch die sorgfältige Planung und einer Reduktion auf das Wesentliche. Vor einiger Zeit habe ich die aktuellste Version meines Beurteilungskonzeptes bereitgestellt.

Mit der Hilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen habe ich Tabellebrum entwickelt. Dort gebe ich meine Schularbeiten ein – die Liste rechnet mir automatisch die Note aus. Ich bin bei Schularbeiten auch gezwungen die Notenverteilung anzugeben, das ist Teil der transparenz. Bei 23 Exemplaren ist alleine dieser Schritt aufwändig. Stempel können helfen, Drucker noch mehr. Ich verwende kein Schularbeitenheft, das ist auch meine Rücken lieber. Auf der ersten Angabeseite ist ganz oben ein Abstand zwischen Rand und erster Zeile, rechte ist Platz für den Namen. Dorthin druckt mein Drucker automatisch ein Feld, indem Datum, Beurteilung und Notenverteilung zu erkennen sind. Also: Schularbeitenzettel alphabetisch sortieren (dauert etwa eine Minute), Zettel in den Drucker einlegen und aus der Liste direkt die Seiten ausdrucken.


Lange Rede, kurzer Sinn

Wer bereits beim Zusammenstellen besonders sorgfältig arbeitet hat hinterher weniger zu tun. Mut zur Lücke, Reduktion auf wesentliche Punkte und die Verknüpfung mit der eigenen Planung machen das Leben in diesem Fall leichter.

Hier noch die Links zu zwei Schularbeiten aus dem aktuellen Schuljahr:

Schulstart mit Bedacht – das gibt es zu tun

Schulstart mit Bedacht – das gibt es zu tun

Viele Schülerinnen und Schüler haben in Österreich den Schulstart bereits hinter sich. Dabei wird ein großes Augenmerk auf die neue Corona-Ampel geworfen. Diese gibt immerhin vor, was wie zu tun ist. Nicht nur Direktionen und Lehrende müssen das wissen, auch Lernende und deren Eltern müssen informiert sein. Auch dazu dienen Onlineauftritte von Schulen.

Nachdem ich die Website meiner Schule im Jänner 2020 relaunched habe, gibt die WordPress Basis einiges her. Leicht zu bearbeiten und trotzdem schön – das gefällt nicht nur mir. Auf dieser Homepage diente die Startseite ursprünglich als vollkommen statische Welcome-Page. Dort werden Ankommende begrüßt und in zwei, vielleicht drei Sätzen folgt der Hauptslogan der Schule, begleitet von ein paar netten Bildern aus dem Alltag.

Seit Anfang März – die Corona-Krise ist voll im Gange – dient die erste Seite auch als Hauptinformation. Dabei ist nicht nur die interne, sondern auch die externe Kommunikation zu beachten. Wir sprechen über die Schulhomepage eben nicht nur uns als Kollegium an, sondern viel mehr Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und auch zukünftige Besucherinnen und Besucher. Letztere achten wahrscheinlich besonders darauf, wie die Schule in Zeiten wie diesen agiert. Wir versuchen stets aktuell und leicht zu verstehen zu sein. Was kann da helfen?

  • Texte in einfacher Sprache
  • Bilder
  • Piktogramme
  • Kurzvideos

Mitten im Lockdown gab es immer mal wieder ein Begrüßungsvideo für unsere Lernenden. Dabei wurde auf die aktuelle Situation und die Zukunft eingegangen. Diese ein bis drei Minuten langen Videos sorgen für Erfrischung. Nun soll es nicht anders sein. Die Regierung hat, da bin ich wahrscheinlich nicht alleine mit meiner Meinung, sehr kurzfristig für den Wiener Schulstart, die Ampel präsentiert. Nun mussten wir schnell agieren. Grafiken und Informationen, Regeln und Konzepte oder gar Info-Videos produzieren sich ja nicht von selbst. Mein Ziel ist es natürlich, eine große, sehr heterogene Gruppe anzusprechen.
Ist mir das gelungen? Das muss wohl jeder und jede für sich selbst entscheiden. Unsere Lösung war schneller umgesetzt als gedacht – bereits am Freitag kurz nach der Bekanntgabe der Ampelfarben für diverse Regionen in Österreich, konnten wir unsere Startseite neu strukturieren.Was ist wichtig für den Schulstart?

  • Schulzeiten der ersten Schulwoche
  • Hygiene und Regeln
  • eventuell ein wichtiger Termin der ersten Woche

Wir haben vier Bilder, für jede Ampelfarbe eines. Wenn nun Freitags die Ampelfarbe verändert wird, tauschen wir das Bild aus. Ein kurzes Video erklärt, dass es überhaupt eine Ampel gibt – vielleicht ist es doch noch nicht allen aufgefallen, die die Schule besuchen werden. Wichtig ist dabei die Einfachheit. Je einfacher und präziser, desto besser. Lange Sätze, in denen erklärt wird, dass man sich die Hände waschen soll, müssen nicht sein. Ein einfaches Piktogramm kann das direkt ersetzen.

» Doch nicht jeder kann Photoshop! «

Natürlich nicht. Das muss aber auch nicht sein! PowerPoint kann dabei sogar sehr helfen. Einerseits können dort Infografiken auf einer Folie ihren Platz finden. Andererseits gelingt der Export ganz einfach. Und wenn der Hintergrund der Folie zusätzlich noch gleich gefärbt ist, wie der Website-Hintergrund, dann scheint alles noch etwas professioneller zu sein. Animationen mit dem Morphen-Effekt in PowerPoint lassen auch eine fast unmögliche Anzahl von Variationen zu – so gelingt auch ein kleines Erklärvideo.

Dazu habe ich vier kleine Video-Häppchen vorbereitet. Sie sollen auch zeigen, dass einfache Leute schnell Großes bewirken können. Dazu ist kein technisches Know-How Voraussetzung.

Du bist in der Schule tätig? Dann bitte ich dich direkt auch die Personen außerhalb des Kollegiums über die Schulwebsite anzusprechen – das ist bei der aktuellen Lage natürlich umso wichtiger.


Website der Mittelschule Spallartgasse

Persönliches Wissensmanagement

Persönliches Wissensmanagement

Was ist persönliches Wissensmanagement – was heißt eigentlich Wissensmanagement? Kurz und knapp beschäftigt sich Wissensmanagement (engl. Knowledge Management) mit der gezielten Strukturierung, Verwahrung und Zurverfügungstellung von Wissen. Vorerst beschäftigt man sich mit dem eignen, persönlichen Wissensmanagement (PWM), bevor an organisationalen Strukturen baut. Selbst für Privatpersonen lohnt sich hier ein tieferer Blick in die Trickkiste der Wissensmanager um eigene Abläufe zu optimieren.

Synergy Map – Ziele in einer Grafik

Um vorhandenes Wissen zu identifizieren reicht vorerst ein Brainstorming – Ziele für die Zukunft zu setzen ist ein wichtiger, nächster Schritt. Die Synergy Map, eine Art Karte, bringt kurzfristige, mittelfristige, langfristige und permanente Ziele in einer Grafik zusammen. Außen um den inneren Kreis herum stehen die konkreten Ziele. Diese sind teilweise voneinander abhängig, unterstützen sich oder haben einen negativen Einfluss aufeinander. Deshalb werden zusammenhängende Ziele mit einer Linie verbunden.

Positive und negative Einflüsse können bspw. mit verschiedenen Farben gekennzeichnet werden. In meinem Fall gibt es aktuell keine Ziele, die in negativer Abhängigkeit stehen, das war aber nicht immer so. Die Synergy-Map wird von Zeit zu Zeit aktualisiert und daher verändert.

Vorerst habe ich die Grafik auf Papier skizziert, dann digital mit einem Tablet gezeichnet und final ganz einfach in Powerpoint umgesetzt. In meinem Fall bewegt sich der kurzfristige Zeitraum innerhalb weniger Wochen, mittelfristige Ziele gehen bis zu einem Quartal und langfristige sind im aktuellen Jahr geplant. Die nächste Aktualisierung, bzw. eine neue Version könne schon im Sommer folgen, da die kurzfristigen Ziele bereits abgearbeitet wurden und neue hinzugekommen sind.

Von rechts oben im Uhrzeigersinn:

  • Blogbeiträge planen (smartraven.net Beiträge zu Lehr- und Studierthemen)
  • Wissen multimedialisieren (Texte, Bilder, Infografiken, Präsentationen, Blogpostings, Podcasts, Videos)
  • Wissen ordnen (Wissen in Kategorien wie Management, Schule, Browser, Tools, … einteilen)
  • Von „ego“ auf „WOL“ (Mehr veröffentlichen, was ich persönlich täglich mache)
  • Kongresse besuchen (auf Anraten nehme ich diesen Tipp auf und versuche auf kommenden Lernkongressen zum Theme digitale Medien und eLearning teilzunehmen. Ebenso suche ich aktiv eine Möglichkeit mein Wissen Studierenden und oder Lehrenden in einer Lehrveranstaltung zu Vermitteln)
  • Beiträge anderer lesen und darauf reagieren (Der bisherige passive Modus meines öffentlichen Social-Media-Wirkens wird umgepolt. Durch Kommentare und Weiterleitungen soll ich wahrgenommen werden.)
  • Veraltetes Wissen archivieren (bereits überfällige Beiträge abspeichern oder verwerfen, wenn sie keine Relevanz mehr haben.)
  • Kontakte pflegen (Das Netzwerk, welches sich aus Kongressbesuchen, Studium, Weiterbildung und online-Präsenz ergeben aufrechterhalten.)
  • Kontakte knüpfen (Ein Netzwerk aus Personen in meine Umfeld und darüber hinaus aufbauen.)
  • Wissen teilen (Via Blog, lernit-YouTube-Kanal und Smartraven-Blog zur Verfügung stellen)
  • Wissen strukturieren (Kategorisierte Daten zeitkritisch anordnen, sodass schnell auf Aktuelles zugegriffen werden kann. Querverbindungen zwischen Medien und Inhalten herstellen)
  • Lernvideos erstellen (Zu Themen, die mich betreffen nach der Einarbeitungsphase einen Leitfaden erstellen und dazu passend Lernvideos erstellen. Bsp: WordPress)

Die Ziele sind klar – wie gehe ich mit Wissen um

Um Wissen zu generieren, muss es Quellen dafür geben. Für die Struktur gibt es Tools. Zum Schluss wäre es wünschenswert, wenn das eigene Wissen nach außen weitergegeben wird, damit auch andere davon profitieren.

Harold Jarches Seek-Sense-Share Framework ist eine praktikable Methode zur Strukturierung des eigenen Wissens. Seek steht hierbei für die Beschaffung von neuen Informationen, neuem Wissen. Das Weiterverarbeiten ist der Punkts Sense. Zentrale Fragen hierbei: Was ist relevant? Wie wird es eingesetzt? Wie kann ich es ordnen? Share soll zeigen, wie das eigene Wissen die Außenwelt, andere Personen erreicht.

In meinem Fall ist das so aufgebaut:

SEEK

In social Media Kanälen wie Twitter, Facebook, Instagram und auch YouTube erhalte ich viele Informationen. Podcasts stellen für mich ebenso eine ganz neue und aktuelle Wissensquelle dar. Neben Fachzeitschriften lerne ich im persönlichen Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen weitere Dinge kennen und kann direkt neues Wissen daraus generieren.

SENSE

Ich schreibe viele Notizen in meiner Notiz-App am Handy oder Tablet. Meistens landet dies dann in gesammelten Dokumenten, die in Cloud-Speichern wie Google-Drive oder One-Drive landen. Ganz aktuell gestalte ich auch sehr gerne Infografiken, vor allem mit Photoshop oder dem Illustrator. Diese sind in der Adobe-Cloud abrufbar und mobil ebenso verfügbar. Für die vielen Fälle, in denen ich zu unpassenden Zeiten auf Interessantes stoße, habe ich die App Pocket. Dort werden alle Inhalte für später gespeichert. Goodnotes hilft mir am iPad schnelle Notizen und Grafiken zu erstellen. Neben dem Schreiben von Texten und dem erstellen von Infomaterial produziere ich Videos, in denen ich mein gelerntes Wissen teile. Diese landen dann meist in Kombination mit einem smartraven-Blogeintrag auf dem lernit-YouTube-Kanal.

SHARE

Vor allem über meinen Blog und meinen YouTube Kanal versuche ich das nun strukturierte Wissen zu teilen. Neben persönlichen Gesprächen teile ich diese Infos auch auf den Social-Mediaplattformen Twitter, Instagram und Facebook. Ich spreche über jeden Kanal ein teilweise vollkomen anderes Publikum an. Während ich grafische Dinge und Videos über YouTube und Instagram teile versuche ich sachlich und fachlich ansprechendes Material über Twitter zu verbreiten. Auf Facebook läuft alles zusammen, da dort sowohl Instagram-, als auch Twitter-Publikum angemeldet ist.

Smart Raven Logo (klein)

Durch die oben genannten Methoden ist mir vor allem bewusst geworden, dass PWM dabei hilft, festzustellen was, wie, wo, wann gelernt wird und werden kann. Ich wurde mir während der Erstellung des Seek-Sense-Share-Frameworks erst bewusst, dass hier eine Menge Arbeit auf mich zukommt. Die erste Synergy-Map hatte deshalb in der kurzfristigen Sektion eine Menge Organisationsziele, damit ich eben besser organisiert bin. Inzwischen kann ich mich von Woche zu Woche weiterentwickeln, fertige To-Do-Listen an und erledige die Punkte nach Wichtigkeit.

Essentiell ist nun, dass ich diesen Blog aufgesetzt habe und befülle. Die Zentrale Rolle spielt für mich das Teilen von Wissen, sodass viele von wenigen profitieren können. Trotz aller digitalen Medien, Apps und Tools lege ich nach wie vor großen Wert auf das persönliche Miteinander. Durch die produzierten Videos versuche ich den Grat zwischen digitalem Medium und persönlichem Gespräche ein wenig zu verkleinern.