Im kooperativen online-Seminar »Flipped Classroom« erlernen?

Im kooperativen online-Seminar »Flipped Classroom« erlernen?

Die Schulen sind geschlossen und der Unterricht steht Kopf. Eltern, Lehrende, Schülerinnen und Schüler erleben in dieser außergewöhnlichen Zeit eine andere, für viele neue Form des Lehrens und Lernens. Lehrerinnen und Lehrer produzieren Videos und gelernt wird in ihrem neuen virtuellen Klassenzimmer. Hat diese Form des Unterrichts auch nach „Corona“ Zukunft?

Für uns Studierende des Masterstudiengangs »Angewandtes Wissensmanagements« an der FH Burgenland ist das Studium ebenso auf den Kopf gestellt. Wir treffen uns mit Vortragenden nach wie vor im virtuellen Hörsaal – Webex, koordinieren unsere Gruppenarbeiten mit Hilfe von Slack und bearbeiten kollaborativ Dokumente in OneDrive. In einer unserer Gruppenarbeiten erarbeiten wir ein kooperatives online-Seminar zum Thema „Flipped Classroom“. Der Kurs wird auf mit dem Lernmanagementsystem Moodle erstellt. Welches Ziel verfolgen wir damit?

Unsere Ziele

Lehrende von der Volksschule bis zur Universität lernen im Rahmen von drei Wochen mit einem Lernaufwand von insgesamt 15 Stunden ihr eigenes, bisher verwendetes didaktisches Konzept kriteriengeleitet und kritisch zu reflektieren. Wir beschäftigen uns mit den Fragestellungen:

  • Wie können Erklärvideos sinnvoll in den Unterricht integriert werden?
  • Was ist bei der Erstellung eines guten Erklärvideos zu beachten?
  • Wie erstelle ich einen Leitfaden, ein Storyboard für mein Erklärvideo?
  • Mit welchen Tools kann ich mein erstes Erklärvideo erstellen?

Am Ende des gemeinsamen Lernprozesses sind Informationen zu den Themen gesammelt und geteilt, neues Wissen konstruiert und die Kompetenz zur Integration und Erstellung von Erklärvideos erworben.

Ein kleiner Einblick

Lessons Learned

Die im Erstellungsprozess gemachten Erfahrungen zeigen, dass Flipped-Learning oder Inverted Classroom ein lern- und lernendenzentriertes Unterrichtskonzept ist und nicht nur Produktion von Videos. Erklärvideos sind demnach nicht als Selbstzweck, sondern als Methode zum lernerzentrierten Unterricht zu verstehen, die sich im didaktischen Design widerspiegelt. Als solche verstanden und eingesetzt haben sie auch Zukunft.

Ein gutes kooperatives Online-Lehr- und Lernsetting folgt dem 5-Stufen Modell nach SALMON und konzertiert das Wechselspiel zwischen Selbsterarbeitung, Informationsaustausch, Selbstreflexion, Feedback und selbstorganisierter Konstruktion oder Produktion. Wesentlich dabei ist das Selbstverständnis des Lehrers als begleitender und unterstützender Moderator von Lernprozessen der Lerner.

Neu war für uns war definitiv die Gestaltung des kooperativen Online Seminars mit Moodle als Lernmanagementsystem. Moodle bietet bereits in der Standardversion ausreichend Möglichkeiten an Aktivitäten, um dieses Vorhaben zu realisieren. Wir haben dabei das Forum, die Aufgabe, den Kommentar und die Feedbackfunktion, sowie das Glossar als Basisfunktionen verwendet. Über Plug-Ins lassen sich noch weitere Aktivitäten integrieren. Lediglich die synchronen Online-Phasen erfordern den Medienwechsel auf ein Videokonferenzsystem, da Moodle als solches das nicht anbietet. Lösungen dazu gibt es viele. Einige Beispiele sind CISCO Webex, Microsoft Teams, Google Meet, Zoom, Skype oder ähnliches.

Auf den Geschmack gekommen?

Nützliche Informationen liefert zum Beispiel die Virtuelle Pädagogische Hochschule mit einer Lernvideo-eLecture. Christian Spannagel (PH-Heidelberg) erklärt Flipped Classroom auch an der Pädagogischen Hochschule Kärnten. Hier ist die Aufzeichnung.

Fazit

Das Wechselspiel zwischen synchronen (Online- oder Präsenzeinheiten) und asynchronen, selbstgesteuerten, lernerzentrierten, digital innovativen Lehr- und Lernsettings ist sicher ein Methodenmix. Inhalte (Lernanregungen) müssen sich als dazu geeignet erweisen, die jeweilig anvisierte Kompetenz (Ziele) der Lernenden zu fördern, zur ausgewählten Methode passen und das Interesse (Motivation und Fragen) sowie die Vorkenntnisse von Lernenden aufgreifen. Die Inhalte selbst sind exemplarisch und austauschbar. Sie sollen aber insbesondere eine Tiefe des Verständnisses, Einbettung in (Lern-)Handlungen und Transfer auf Lebenssituationen ermöglichen, die zum Wissenserwerb im späteren Alltag befähigen. Flipped Classroom (Inverted Classroom) und das kooperative Online Seminar als Unterrichtsform eigen sich als Möglichkeit zur Stärkung der digitalen Kompetenzen von Lehrenden, um das Thema nachhaltig in die virtuellen oder aber auch realen Klassenzimmer und Hörsäle zu integrieren.

Dieser Beitrag ist im Rahmen einer Gruppenarbeit entstanden. Beteiligte waren C. Böhm, T. Hofer, M. Töpfer und K. Hebein

GSuite Anleitung: Kostenlose all in one eLearning-Lösung für Schulen und personalisierte Mailadressen – einfach wie nie!

GSuite Anleitung: Kostenlose all in one eLearning-Lösung für Schulen und personalisierte Mailadressen – einfach wie nie!

Screenshot der Admin-Konsole

GSuite Anleitung: Kostenlose all in one eLearning-Lösung für Schulen und personalisierte Mailadressen – einfach wie nie!

Google bietet mit der G-Suite for Education eine kostenlose Komplettlösung für eLearning, Distance Learning, Blended Learning, MDM … an. Schulen verifizieren sich in zwei einfachen Schritten und haben damit kostenlos Zugriff auf viele Cloud-Dienste, die DSGVO-konform arbeiten. Unter anderem können für Lehrende und Lernende eigene E-Mailadressen erstellt und verwaltet werden. Da aus aktuellem Anlass viele Schulen quasi gezwungen werden, eLearning zu betreiben teile ich hier mein Wissen, gebe Tipps und Anleitungen zum Aufsetzen des eigenen G-Suite-Konzepts.

Infomaterial

Über die Zeit haben sich einige Videos angesammelt, die hier in einer Playlist zusammengestellt sind. Dabei gibt es drei verschiedene Zielgruppen: Administrator, Lehrende, SchülerInnen. Ganz unten in diesem Beitrag gibt es noch einen Quick-Start-Guide für die Umsetzung.

Bevor wir direkt anfangen, die G-Suite zu „installieren“ möchte ich einige Apps, Vorteile und die Grundlagen darstellen. Damit ist das Verständnis deutlich einfacher. Wer kennt sie nicht: G-Mail, YouTube, Google-Kalender, Google Drive, Docs, Tabellen usw. All diese Dienste und 15GB Cloud Speicher gibt es für Privatpersonen kostenlos. Damit gibt uns Google die Möglichkeit neben eines E-Mail Kontos aus Office-Lösungen zu verwenden – …..@gmail.com lautet dann der Zugang.

Für Schulen ist das natürlich nicht interessant, denn wir Lehrerinnen und Lehrer haben es eben gerne strukturiert und unter Kontrolle. Eventuell vergisst mal ein Kind das Passwort und dann wird es echt kompliziert. Deshalb wäre es einfacher, wenn dieser Prozess schon vereinfacht wird. Außerdem müssen wir uns auch um Datenschutz sorgen und darüberhinaus ist die Erstellung eines herkömmlichen Google Kontos für unter 14-jährige ohnehin nicht möglich. Ebenso gibt es keine einheitliche Zugangsvergabe. Das heißt: vorname.nachname@gmail.com könnte bereits vergeben sein. Die G-Suite bietet uns als Schule eben das an.

  1. Der Administrator erstellt einen G-Suite Account und kann damit im Anschluss Zugänge erstellen
  2. Die Zugänge sind mit der Schulhomepage, bzw. mit der Domain verknüpft, um es einfacher darzustellen nenne ich meine fiktive Schule hier NMS-HOCH, die Domain lautet www.nmshoch.at
  3. Die Zugänge könnten also so aussehen: vorname.nachname@nmshoch.at
  4. Sowohl Schülerinnen und Schüler, als auch Personal können mit solchen Zugängen ausgestattet werden
  5. Beim Erstellen muss nur ein Vor- und Nachname, sowie die neue E-Mail-Adresse angegeben werden
  6. Danach ist ein Log-In direkt möglich

Im Prinzip ist damit die Nutzung der Google Apps ohne eigenes Google Konto möglich. Google Drive, Docs, Tabellen, Präsentationen, Classroom, Kalender, … können damit verwendet werden.

Halt, Stop! Datenschutz

Diese Frage hat sich mir natürlich vor allem beim Inkrafttreten der DSGVO gestellt, doch Überraschung: Google hält sich im Bereich der G-Suite an die Regeln und Gesetze. Die Google Cloud ist ISO 27001, 27017, 27018 und AICPA SOC – zertifiziert. Darüberhinaus prüfte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie Google und stellte fest, das die Sicherheitsanforderungen erfüllt wurden. Quellen:

Deutsches-BSI, Googles-ISO-Zertifizierungen, Googles SOC 1-3 Zertifizierungen, Bildungsministerium Österreich

Sind wir eine öffentliche Schule und haben eine Website, sind alle Grundbedingungen erfüllt. Wir können also loslegen.

BMBWF – Datenschutzinfo

Einrichtung der G-Suite für eLearning

Im ersten Schritt wird hier ein G-Suite Konto angelegt. Dort werden die Hard-Facts der Schule angegeben und ebenso muss eine Kontaktperson definiert werden. Im Idealfall erklärt sich ein Lehrender oder jemand vom Verwaltungspersonal dazu bereit. Übrigens: Angestellte oder Mitarbeiter sind in der Schule eben Lehrerinnen und Lehrer. Danach muss die Schuldomain bestätigt werden. Damit wird einerseits verhindert, dass Unbefugte die Schuldomain nutzen und andererseits verifiziert man sich als Eigentümer(in) bzw. Berechtigte(r). Keine Angst bei HTML oder DNS Vokabular, das habe ich als Video-Anleitung auf YouTube unter www.youtube.com/lernitnow. Wir müssen nicht programmieren können. Je nachdem wer für die Schulhomepage zuständig ist sollte ab jetzt mitarbeiten. In vielen Fällen reicht Google die Website nicht mehr als Verifizierungsmethode, die wollen wirklich wissen, ob man eine Schule ist. Dazu gibt es hier eine Hilfe, die Direktion sollte dann von der offiziellen Schul-Mailadresse aus ein Dokument verschicken. Das Dokument kann ein eingescanntes Blatt sein, auf dem das hier platziert ist:

  • Name der Schule, Adresse, offizielle Kontaktinformationen
  • Bestätigung der Direktion, dass man eine Schule ist („Hiermit bestätigt die Direktion, dass die Schule XY eine öffentliche Schule ist)
  • Schulstempel (Rundsiegel) und Unterschrift

Bereits ab diesem Schritt ist es Sinnvoll im Team zu arbeiten. Meine Empfehlung für die Teamgröße bei Primar- und Sekundarstufenschulen:

  • 20-100 Zugänge: 2 Personen
  • 100-400 Zugänge: 3-4 Personen
  • 400-1000 Zugänge: 4-8 Personen

Von jetzt an muss auch unbedingt eine Lückenlose Dokumentation geführt werden, vorerst auf Papier und im Anschluss am besten direkt innerhalb der Google-Cloud aber dazu später mehr.

Wir sind verifiziert, was jetzt?

Nun ist es soweit, die Schule ist offiziell verifiziert und damit G-Suite anspruchsberechtigt. Das ist wichtig, denn die G-Suite ist eigentlich nicht kostenlos. Im Education-Bereich wird die Nutzung jedoch kostenlos angeboten. Jetzt ist es an der Zeit die Admin-Konsole kennenzulernen. Auf admin.google.com gibt es für alle Administratoren eine gut sortierte Übersicht, was die Cloud so kann. Dort werden neben Nutzern auch Apps verwaltet. Als erstes legen wir für die anderen Administratoren Konten an und erstellen die ersten Organisationseinheiten.

Organisationseinheiten sind Ebenen in der Schule, in denen individuell Rechte vergeben werden können. Grundsätzlich empfehlen sich mindestens drei Ebenen: Admin, Teacher, Student. Die Administratoren haben alle Rechte, Teacher weniger und Nutzer in der Organisationseinheit Student noch weniger. Es werden meistens für alle Nutzer einer Organisationseinheit dieselben Rechte festgelegt. Zum Beispiel können Administratoren den Google Playstore nutzen, Lehrende eventuell, die Kinder jedoch nicht – das empfiehlt sich sogar. Auch Lehrende sollen nicht auf die Admin-Konsole zugreifen können, das bleibt den Administratoren vorbehalten. Organisationseinheiten haben einen Namen und eine Beschreibung. Wenn der Name einfach gehalten ist, keine Sonderzeichen oder Umlaute enthält macht sich das Leben einfacher.

Viele Nutzer anlegen, aber wie?

Mühsam ist das Anlegen von Nutzern nur dann, wenn das einzeln geschieht. Dafür gibt es natürlich Abhilfe: ganz unten im Beitrag gibt es meine Vorlage als kostenlosen Download. Das Excel-Dokument erstellt aus Vor-und Nachnamen direkt die CSV-Werte, die für das gleichzeitige Anlegen mehrer Nutzer notwendig sind. Google nennt das Bulk-Upload. Hierbei wird der Vor- und Nachname, sowie die E-Mailadresse vergeben. Ebenso gibt es die Möglichkeit direkt die Organisationseinheit anzugeben. Nun könnten sich die Nutzer anmelden, doch eine wichtige Information fehlt: das Passwort. Auch das wird beim Bulk-Upload definiert. In meiner Liste biete ich zwei Möglichkeiten an: Ein 9-stelliges Zufallspasswort oder ein Standardpasswort. Persönlich empfehle ich ein einheitliches Standardpasswort, dann läuft das so ab:

 

  1. Neue Nutzer werden via Bulk-Upload generiert, ein Standardpasswort wird vergeben
  2. Die neuen Nutzer melden sich das erste Mail mit der neu erstellten E-Mailadresse und dem Standardpasswort an
  3. Beim Anmeldevorgang bitte Google nun direkt um ein neues Passwort
  4. Das neue Passwort gibt der Nutzer zwei mal ein
  5. Der Nutzer hat nun ein individuelles, eigenes Passwort, das in der Admin-Konsole natürlich nicht steht.
  6. Wenn Nutzer das Passwort vergessen, dann wird direkt das Passwort wieder auf das Standardpasswort geändert (das kann in der Admin-Konsole gemacht werden)
Festlegen von Rechten – wer darf was?

In der Admin-Konsole gibt es die Möglichkeit Apps und Google-Dienste einzuschränken. Das ist besonders bei Accounts für Schülerinnen und Schüler wichtig, denn gerade diese sollten nicht alle Dienste nutzen dürfen. Dazu zählt bspw. der Playstore. Viele Erziehungsberechtigte schränken den Playstore-Zugang am Smartphone der Kinder ein. Möchte ein Kind eine App herunterladen, müssen die Erziehungsberechtigten erst zustimmen, danach erfolgt der Download. Wenn nun mit dem Schulzugang der Playstore freigeschalten ist, dann könnten Kinder diese „Sperre“ umgehen – das wäre nicht im Interesse der Erziehungsberechtigten.Auch hier gilt: Was ich nicht kenne sollte ich lieber deaktivieren, wobei alle Dienste ausführlich beschrieben sind.

Was nutze ich eigentlich?

Wir als Schule haben vor allem aus aktuellem Anlass Google Classroom genutzt. Darin ist es möglich Kurse zu erstellen, Lernmaterialien bereitzustellen oder Aufgaben zu vergeben. Dabei bietet sich auch das Erstellen von Quizzen an. Alle Aufgaben können in Google Classroom beurteilt werden, wobei vorab ein Notensystem definiert wird. Ich verwende die Punkteskala von 0 bis 100. Damit ist ein Einarbeiten in mein Excel-Beurteilungssystem sehr einfach, das arbeitet mit Prozenten. Ebenso empfiehlt sich Google-Drive und die Office Dienste Docs, Tabellen und Präsentationen. Diese bieten ohnehin eine kostenlose Alternative zu Microsoft Office und können nahlos bearbeitet werden. Plattformübergreifend, sowohl am Computer, Tablet oder Smartphone gelingt die Erstellung von Dokumenten, Listen oder Präsentationen. Für digitale Grundbildung ist es auch essentiell geworden, Dokumente zu erstellen, verwalten und zu versenden. Ein weiterer Aspekt ist die Bewerbung für Berufspraktische Tage. Dafür ist heute eben eine E-Mailadresse notwendig. Doch viele kostenlose Mail-Provider bieten ihre Dienste erst ab einem Alter von 14 oder 16 Jahren an. Datenschutz spielt eben eine große Rolle. Deshalb wird dafür dann die schuleigene Mailadresse verwendet.

Die Nachteile – nur Vorteile wären ja schön

Im Prinzip kann ich nur empfehlen, dass mehrer Personen sich die Arbeit teilen. Eine klare Struktur, sowie eine was-wäre-wenn-Analyse helfen dabei. Der Arbeitsaufwand ist gering, jedoch stetig vorhanden, denn immer wieder vergessen Schülerinnen und Schüler das Passwort – ein Zurücksetzen klappt jedoch auch über die Admin-Konsole App vom Smartphone aus. Ebenso ist die Einrichtung des Schulkontos auf Android-Smartphones für manche Kinder unzumutbar, die diversen Sicherheitseinstellungen führen manchmal zu Verwirrung. Im größeren Kontext betrachtet ist auch die Edu-Variante ein Unternehmenskonto. Ansonsten bin ich voll zufrieden, das Erstellen von Anleitungsvideos half meinem Kollegium bei der Umsetzung von eLearning mit Classroom.

Kostenloses von mir für dich

Ich habe eine weitestgehend vollständige Video-Reihe, die gerne geteilt werden darf. Ebenso die Vorlage(n) für den Bulk-Upload erleichtert die Arbeit und beschleunigt den Prozess der Nutzererstellung. Einfach anklicken, herunterladen, anschauen, teilen, verwenden – was auch immer. Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung (z.B. via Videokonferenz)Ich habe mein Wissen ebenso an der Virtuellen PH weitergegeben. Insgesamt gab es 5 eLectures darüber. Die Aufzeichnungen und Präsentationen habe ich unter Tipps zusammengefasst.

Timeline – Schuljahr

Updates

Beitrag: Update 30.08.2021

Vorlage zum Anlegen von Accounts wurde vereinfacht und in Google Tabellen adaptiert.

Beitrag: Update 30.05.2021

Grafische und Inhaltliche Anpssungen Anpassungen sowie Fehlerkorrekturen. Mehr Übersicht und Update auf das aktuelle Blog-Design.

Beitrag: Update 28.01.2021

Zusatzmaterial für Administratoren und Lehrende befinden sich nun ebenso am Ende zum Download. Ein zeitlicher Ablauf wurde in grafischer Form hinzugefügt.

Beitrag: Update 20.01.2021

In der Playlist wird die Admin-Konsole nun auch als MDM behandelt. Gezeigt wird die Verwaltung von Chromebooks. Ebenso gibt es Quick-Start-Guides sowie eine vollständige Dokumentation in schriftlicher Form.

Beitrag: Update 09.09.2020

Es gibt zwei Update-Videos rund um die G-Suite. In letzter Zeit gab es ein paar Veränderungen, die vielleicht nicht auffallen, aber eventuell doch wichtig und praktisch sein können. Beide Videos sind auch in der Video-Reiche (Playlist auf YouTube) eingepflegt.

Beitrag: Update 14.04.2020

Die Vorlagen wurden aktualisiert und ein neues Arbeitsblatt eingeführt. Damit ist ein Update von bereits angelegten Nutzern leicht möglich. Ein eigenes Video mit Erklärung dafür gibt es in der Video Reihe.

Beitrag: Update 08.04.2020

Bei der Verifizierung gib es vom Servicecenter-eEducation einen Expressantrag. Über diesen sollte die Schule schnell verifiziert werden, sofern zuvor bereits die G-Suite Registrierung und Domainüberprüfung positiv verlaufen ist.

Beitrag: Update 07.04.2020

Die Excel Vorlage wurde um ein Feature erweitert (Dank dafür an Gunnar – NMS in Vorarlberg). Ich habe nun ein „Department“ hinzugefügt. Wenn dort bspw. das theoretische Anfangsjahr oder ähnliches angegeben wird, kann das später in der Admin-Konsole unter „Nutzer“ gefiltert werden. Dazu in die Admin-Nutzer-Suchleiste klicken und „Abteilung“ auswählen.

Google Classroom – die Möglichkeit (kostenlos) eLearning an Schulen einzusetzen

Google Classroom – die Möglichkeit (kostenlos) eLearning an Schulen einzusetzen

eLearning in der Schule ist nicht immer leicht umzusetzen. Es scheitert oft an IT-Infrastruktur und finanziell gesehen tappen viele im Dunklen. Vor allem Schulen haben jedoch die Möglichkeit die von Google bereitgestellte G-Suite for Education kostenlos zu nutzen. Dort können online Kurse erstellt werden, die Schülerinnen und Schüler treten mit E-Mail-Account und Kurscode bei. Dabei können Lehrenden im Kurs Aufgaben erstellen, Materialien bereitstellen und sogar beurteilen.

Bevor Google Classroom genutzt werden kann, muss die Schule als Bildungseinrichtung verifiziert werden. Die dazu notwendigen Schritte sind sehr schnell und einfach hinter sich zu bringen. Dabei muss eine Person als Administrator fungieren und dann direkt die Registrierung vornehmen. Die Schule muss dafür einen Webauftritt besitzen, die Adresse und auch Telefonnummer muss angegeben werden. Am Ende der Registrierung kann man sich als Schule über das einbinden von Code auf der Schulwebsite verifizieren. Dadurch können bspw. E-Mail Adressen und Kurse in Google Classroom erstellt werden. Einen kurzen Überblick bietet dieses Video:

https://www.youtube.com/watch?v=_l4EefqDEnA&list=PLh-ciEEMWTEQpEH-J6FAxy8oMoP1buakV&index=7

Nach diesem Prozess kann unter admin.google.com nach „Classroom“ gesucht werden. Dort ist auch eine detaillierte Vergabe von Rechten möglich. Eine Anpassung, wer Kurse erstellen darf könnte von Vorteil sein. An unserer Schule erstelle ich als Admin die Kurse und weise dann die Lehrenden zu. Diese haben eine Schul-Mailadresse und können diese für Google Classroom nutzen.

Erstellung von Mailadressen für Lehrende und Lernende

Grundsätzlich lässt die G-Suite eine Erstellung von beliebig vielen Mailadressen zu. Wir statten Lehrkörper und alle Schülerinnen und Schüler damit aus. Damit die Administration nicht hoffnungslos stundenlang Daten eingibt, bietet Google die Verwendung einer Massenverarbeitung an. Im Klartext müssen folgende Daten mindestens angegeben werden: Vorname, Nachname, Mailadresse, Passwort (wobei die E-Mailadresse natürlich die neu erstellte ist und den Domainnamen der Schule als Ende hat). In unserem Fall haben also alle Beteiligten „@spallartgasse.at“ Adressen. Damit der Datenschutz kein grobes Problem darstellt könnten statt den Schülerinnen- und Schülernamen natürlich auch Pseudonyme verwendet werden.

Im Admin-Bereich der G-Suite kann unter „Nutzer“ ein Bulk-Upload durchgeführt werden. Ich habe ganz unten im Beitrag zwei Dateien zum freien Download bereitgestellt. 

Schritt für Schritt:

  1. Dateien herunterladen (user.csv für Upload und Vorlage_Mailadressen.xlsx für die vorherige Bearbeitung)
  2. Wir benötigen dafür natürlich eine Liste mit Namen: Vorname und Nachname
  3. Umlaute müssen umgeschrieben und Sonderzeichen bereinigt werden: aus ö wird oe, aus ü wird ue, aus ç wird c, usw.)
  4. Die Zelle „@smartraven.net“ ändern, wie es eben an der Schule lautet
  5. Aus Vor- und Nachname wird automatisch ein Datensatz generiert
  6. Daten der Ergebnisspalte markieren und kopieren
  7. In der CSV-Datei von Google in Zelle A2 -> einfügen als (Werte) 
  8. Tipp: Die CSV-Datei nicht umbenennen
  9. Die CSV-Datei dann im Admin Bereich -> Nutzer -> Bulk Upload hochladen
  10. Einige Minuten bis Stunden (je nach Anzahl) warten

Die Bereitgestellte Vorlage erstellt automatisch ein zufälliges Passwort, dass aus 9 Zeichen besteht. Deshalb sollte die Liste auch als PDF abgespeichert und gesichert sein. Wer experimentieren will muss die ausgeblendeten Spalten einblenden. Mit diesen Daten können sich die nun frisch angelegten Personen auf der Google-Startseite anmelden.

Google Classroom einrichten
Beim Einrichten der Kurse ist eine exakte und eindeutige Beschriftung von Vorteil. Dadurch bewahrt der Administrator die Übersicht und hat durch Einheitlichkeit auch die Möglichkeit schnell Änderungen und Zuweisungen vorzunehmen. Kurse anzulegen ist nicht schwer und wird in diesem Video erklärt:

Google Classroom 1 (Admin- Kurse anlegen)

Wenn Sie das Video ansehen, sind Sie mit den YouTube Datenschutzvereinbarungen einverstanden.

Lehrerinnen und Lehrer sind innerhalb von Google Classroom Kursleiter. Diese können Materialien hochladen, Aufgaben erstellen, YouTube Videos einbinden und auch Benoten. Eine frei veränderbare Punkteskala hilft dabei. Teilnehmer und Kursleiter können, wenn gewünscht kommentieren. Im Normalfall stellt der Kursleiter eine Aufgabe, die Teilnehmer bearbeiten diese Aufgabe und geben sie digital ab. Danach kann der Kursleiter die Abgabe einsehen und benoten. Die benotete Aufgabe wird zurückgegeben, damit erhalten die Schülerinnen und Schüler direkt das Ergebnis. Private und öffentliche Kommunikationsmöglichkeiten erweitern das breite Spektrum.

Google Classroom ist responsive und funktioniert damit nicht nur über den PC-Browser, sondern auch als App für iOS und Andorid Geräte. Alles in allem eine schnelle, saubere und einfache Lösung.

Damit Schülerinnen und Schüler leicht einsteigen können, gibt es auch dafür ein Video:

https://www.youtube.com/watch?v=YJx6sixKXMQ&list=PLh-ciEEMWTEQpEH-J6FAxy8oMoP1buakV&index=10

Eine Anmerkung noch

Bei kleinen Schulen können die Nutzer einzeln gelöscht werden, ohne dass viel Aufwand entsteht. Bei mehreren Klassen, hunderten von Nutzern wird dies im Nachhinein schwierig. Wir vergeben an unserer Schule die Mailadressen für die Dauer der Schulzeit + ein Jahr. Im Idealfall heißt das, die Schülerinnen und Schüler erhalten in der ersten Klasse den Zugang und ein Jahr nach dem Schulabschluss wird der Zugang wieder gelöscht. Damit dies schnell und einfach vom Administrator erledigt werden kann, empfiehlt sich der Bulk-Upload nach Jahrgängen, oder das Festlegen von Organisationseinheiten nach Jahrgängen, in denen die Nutzer die Schule (praktisch oder theoretisch) begonnen haben/hätten. Dafür gibt es unten ein Download-Paket (Vorlagen).

Damit ist es hinterher im Admin-Bereich möglich, die Nutzerliste zu sortieren, sodass mehrere ausgewählt und gelöscht werden können.

Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich Hinweise finden, wonach die Google Classroom-Nutzung mit privaten Konten nicht unbedingt gestattet wird. Hier nachzulesen.

Dateien als freier Download:

Virtuelle Lehrveranstaltungen – Fortbildungen am Sofa?

Virtuelle Lehrveranstaltungen – Fortbildungen am Sofa?

Die Virtuelle Pädagogische Hochschule (VPH) versteht sich als Innovationshub. An der PH Burgenland angesiedelt entwickelt sie Onlineformate der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrenden. Ich hatte die Möglichkeit im eLectures-Bereich eine Online-Fortbildung zu gestalten. Nach der positiv befundenen Bewerbung und der Zulassung meiner Einsendung für die Online-Session starteten die Vorbereitungen.

Eines der vielen Angebote der VPH nennt sich eLecture. In den einstündigen Online-Fortbildungen stellen professionelle Vortragende Software vor, sprechen über Digitales und den Einsatz von Tools. Lehrende können sich für diese Art der Lehrveranstaltung direkt anmelden. Auch ohne vorherige Anmeldung ist es für Lehrerinnen und Lehrer, Lehrende an Hochschulen und Lehramtsstudierende kostenlos möglich direkt teilzunehmen. Meistens wird die Konferenzsoftware Adobe Connect verwendet. Ein mächtiges Tool, das es erlaubt, bis zu 100 Personen den Zugriff gleichzeitig zu gewähren. Diese sehen dann die Präsentation oder den freigegebenen Bildschirm der oder des Vortragenden und können Fragen innerhalb eines Chats verfassen. Optimalerweise wird auf diese Fragen eingegangen und individuell geantwortet. Für jede eLecture gibt es die Co-Moderation. Diese Person managed die technischen Grundbedürfnisse, begrüßt alle Teilnehmenden und beendet die Session. Diese Fortbildungen werden auch aufgezeichnet, damit sie später online nachgeschaut werden können.

Da ich bereits zahlreiche eLectures miterlebt habe und sah, dass grundsätzlich die Möglichkeit besteht, selbst solche abzuhalten, dachte ich mir: probier es! Viel schneller als gedacht erhielt ich einen Termin für den Titel „Lernvideos, Screencasts, Tutorials selbst erstellen“. Nun ging es sofort an die Planung. Die Folien für die Präsentation, die technischen Abläufe und die Lernziele müssen zusammenpassen. Interessante Inhalte so zu vermitteln, dass sie Unwissende ebenso verstehen zeigte sich als Herausforderung. In meiner Arbeit als Lehrer konfrontiere ich sonst Teenager mit musikalischen, mathematischen und technischen Themen. Die Wissensvermittlung an hoch-qualifizierte und interessierte Erwachsene muss wohl anders durchdacht sein.

Einige Punkte, die für mich klar waren musste ich neu aufbereiten. Das Vorzeigen von Abläufen gestaltet sich als technisch herausfordernd und viele Tools musste ich erneut testen. Im Zuge der Planung fand ich ebenso heraus, dass es auch schwierig einzuschätzen ist, wie lange tatsächlich gesprochen wird. Die Zeitvorgabe beläuft sich auf eine Stunde. In dieser Zeit sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Überblick über die Lernvideoproduktion erhalten, wissen was ein Screencast ist und auch wie einer erstellt werden kann. Ebenso erschien mir wichtig zu vermitteln, welchen Nutzen Lernvideos haben können und warum nicht nur Lernende davon profitieren können.

Etwa eine Woche vor dem Termin traf ich digital meinen Co-Moderator innerhalb von Adobe Connect. Er erklärte mir den Ablauf genau und wir probierten die technischen Abläufe durch. Nach dem äußerst kompetenten Briefing wussten wir beide Bescheid, wie meine eLecture durchzuführen ist. Neben der Präsentation wollte ich auch Dinge am Laptop und am Smartphone vorzeigen. Dazu eignete sich die Bildschirmfreigabe, die es allen ermöglicht, meinen Bildschirm zu sehen. Der Quicktime-Player macht es auf Apples Computern außerdem noch möglich den Bildschirm des iPhones/iPads anzuzeigen. Dadurch konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch verfolgen, was ich dort zeige.

Zwei Tage vor meiner ersten Online-Fortbildung, die ich selbst halten durfte, ging es nun um die Anzahl der Anmeldungen. Erst ab fünf findet die Fortbildung auch statt, ansonsten erfolgt eine Absage. Ich schaute im Onlinesystem nach und stellte fest: 49 Personen meldeten sich an. Wie mir mein Co-Moderator bestätigte ist das eine sehr hohe Zahl, er erzählte, dass dies bei ihm schon längere Zeit nicht mehr der Fall war. Dementsprechend machte sich die Aufregung bei mir bemerkbar. Diese legte sich zum Glück bis zum tatsächlichen Beginn. Technisch und inhaltlich lief die eLecture aus meiner Sicht gut ab. Ich merkte selbst, dass ich schneller, als sonst schon sprach. Diese Erkenntnis brachte nach 40 Minuten leider nur mehr wenig. In den letzten Minuten klärte ich noch verbliebene Fragen und bat um Feedback zur Lehrveranstaltung. Mir geht es dabei vor allem um das, was nicht gut funktioniert – damit kann ich arbeiten und meine Abläufe verbessern. Mein Ziel ist es, dass alle von meinem Wissen profitieren.

Gestern las ich in meinem E-Mail-Postfach die Rückmeldungen. In einem PDF-Dokument befanden sich die anonymen, ausgewerteten Ergebnisse der Abschlussbefragung. Ich war beeindruckt. Meine Lehrveranstaltung war empfehlenswert, sehr gut und auch von Bedeutung. In der letzten Frage „Was möchten Sie dem Referenten/der Referentin und/oder dem Organisationsteam der Virtuellen PH gerne noch mitteilen?“ gab es besonders schöne Rückmeldungen. Die so entstandene Wordcloud ziert als Titelbild nun diesen Beitrag. Gerne halte ich auch in Zukunft eLectures, es macht wahnsinnig Spaß und bietet eine willkommene Abwechslung. Außerdem schätze ich die professionelle Betreuung durch die VPH sehr.

Wer nun Lust auf eLectures bekommen hat, sollte sich auf der Virtuellen PH umschauen. Meine Fortbildung gibt es dort ebenso zum nachschauen.

Lehren und Lernen mit Videos

Lehren und Lernen mit Videos

In den letzten Jahren hat YouTube als zweitgrößte Suchmaschine der Welt ganz klar die Gesellschaft verändert. Auf Spieleverpackungen aufgedruckte QR-Codes verweisen auf Videoanleitungen, Kinder und Jugendliche haben Kanalbetreiber als Vorbilder, Erwachsene schauen weniger fern, dafür streamen sie mehr.

Videos schauen, aber wo?

Zwei große Plattformen sind hier zu nennen: YouTube und Vimeo. Bei beiden gelingt eine Registrierung in unter einer Minute und beide bieten Werbefreie Premiummitgliedschaften an, worin unterscheiden sie sich? Die Google-Tochter YouTube will jeder Person den Zugang gewähren. Alle sollen Videos hochladen und anschauen können. Mit einem eigenen Kanal ist dies einfach möglich. Möchte man nur passiv konsumieren, bietet sich die Erstellung eines Accounts ebenso an. Damit ist es möglich, Playlists zu erstellen, zu kommentieren und zu liken. YouTube ist klar für alle – es gibt alles und jeder darf alles. Dem entgegen steht die professionellere und aufwendigere Landschaft von Vimeo. Musikvideos, Kurzfilme und Dokumentationen sind hier eher zu finden, als Klatsch, Tratsch und Erklärvideos.

  • YouTube: viel, alles, für jeden, bindge-watching, lustig
  • Vimeo: weniger ist mehr, professionell, künstlerisch

Bei beiden Plattformen findet sich viel Inspiration für Eigenes. Ob für die Schule, die Lehre an Universitäten oder für Unternehmen – Videoplattformen bieten oft schnelle Lösungen. Neben Kochrezepten, Tutorials oder Musik gibt es auch vermehrt News oder Videomaterial, dass während Aufzeichnungen von Podcasts aufgenommen wurde.

Video(s) erstellen und veröffentlichen

Klar bietet YouTube durch die Masse große Vorteile. Hier ist es leicht, eigene Inhalte schnell zu veröffentlichen. Ganz nebenbei sind viele bereits mit YouTube vertraut oder sogar registriert. Diese Plattform bietet sich auch an, da ein Einbetten von Videos in Websites einfach möglich ist, bei Social-Media-Posts wird eine Videovorschau oft angeboten. Ein eigener Kanal lässt den Upload von eigenen Videos zu, es kann sogar noch ein Untertitel hinzugefügt werden. Auf Englisch funktioniert die automatische Erzeugung von Untertiteln bereits hervorragend, auf deutsch klappt das nur mit klarer Sprache. Dem Video werden ein Titel und eine Beschreibung gegeben, die Vergabe von Tags ist ratsam, wenn das Video anhand von Stichwörtern später gefunden werden soll. Nach Abschluss des Upload-Vorganges kann das Video direkt veröffentlicht werden. User mit und ohne Account können das Video sehen. Ebenso ist es möglich, das Video nur unter einem gewissen Link zur Verfügung zu stellen. Nur jener Personenkreis, der den Link hat, kann das Video ansehen. Privat kann das Video auch geschalten werden, so taucht das Video nur für den Uploader auf.

  • Öffentlich: Alle Personen können das Video sehen, was empfehlenswert ist, wenn die breite Masse das Video sehen soll.
  • Link: Nur Personen mit dem Link können das Video sehen. Das bietet den Vorteil, dass Videos nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich gemacht werden. Dieser Link kann auch in Websites eingebettet werden, damit nur Nutzerinnen und Nutzer der Website das Video sehen, über YouTube selbst ist es aber nicht einsehbar.
  • Privat: Nur der Uploader selbst kann das Video sehen. Für Präsentationen oder private Inhalte kann diese Variante gewählt werden. YouTube bietet damit einen kostenlosen online-Speicher für Videos.

Während der Aufnahme

Ruhige Hände und eine gute Ausleuchtung sind unerlässlich. Für den Ton muss auf eine ruhige Umgebung geachtet oder auf Ansteckmikrofone zurückgegriffen werden. Für Aufnahmen im Außenbereich sollte auf Wind geachtet werden – dieser kann viele Störgeräusche erzeugen.

Hardware für die Videoerstellung

Vorerst sollte zwischen Kamera und Screencast unterschieden werden. Während Umgebung oder Personen eher gefilmt werden ist ein Screencast eine Lösung für alles, was auf dem Bildschirm passiert – dazu gibt es schon einen eigenen Beitrag.

Neben der Kamera sollte auch der Ton von hoher Qualität sein, falls gesprochen wird. Anwendungsfälle könnten Interviews, Diskussionsrunden oder auch das Vorzeigen von Übungen im Sportunterricht sein. Da Smartphones eigentlich immer vorhanden sind, kann in den meisten Fällen auf eine Kamera verzichtet werden. Für den richtigen Ton gibt es eine Auswahl an Mikrofonen, die direkt mit dem Smartphone verbunden werden können. Sollte ein externes Aufnahmegerät den Ton liefern, muss dieser in der Nachbearbeitung synchronisiert werden.

Einfaches Setup:

  • Smartphone mit externem Mikrofon
  • Halterung für das Smartphone

Eine Steadycam oder ein Smartphone-Gimbal macht es möglich, ein ruhiges Video zu erzeugen. Bewegungen werden ausgeglichen und ein Schwenken oder Zoomen ist leichter möglich.


Zhiyun Gimabl (Amazon)

Die Firma Rode bietet für Smartphones spezielle Mikrofone an, die direkt in die Kopfhörerbuchse gesteckt werden. Hat das Smartphone keine, muss ein Adapter dafür extra gekauft werden.


Rode Video-Mic (Amazon)


Rode Ansteckmikrofon (Amazon)

Postproduktion – Schnitt

Nach der Produktion des Videos erfolgt in vielen Fällen der Schnitt. Es werden unpassende Szenen herausgenommen und Anfang und Ende angepasst. Für letzteres eignet sich oft die Foto-App des Smartphones. Weitere Schnittvorgänge sind meist in zusätzlichen Apps möglich. Für Android und iOS gibt es Adobe Premiere Rush – Video Editor, wer nur unter iOS schneidet kann auf iMovie zurückgreifen.


Adobe Premiere


Adobe Primiere


iMovie

eLecture – Aufzeichnung (Virtuelle PH)

Ich habe zu diesem Thema an der Virtuellen PH eine Online-Fortbildung abgehalten. Die Aufzeichnung kann direkt dort kostenlos angesehen werden: VPH-VID